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Obst und Gemüse haben einen geringen bzw gar keinen anticanzerogenen effekt ?!? - Druckversion

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Obst und Gemüse haben einen geringen bzw gar keinen anticanzerogenen effekt ?!? - Winter - 01.12.2010

Was sagt ihr dazu?
Hier der Artikel:
http://derstandard.at/1289609271045/Obst-und-Gemuese-sind-gesund-schuetzen-aber-kaum-vor-Krebs

Hmm, dann müssten die lehrinhalte bei uns an der uni in manchen LVs ziemlich geändert werden Wink


RE: Obst und Gemüse haben einen geringen bzw gar keinen anticanzerogenen effekt ?!? - July - 01.12.2010

das glaub ich ehrlich gesagt nicht...die langlebigsten und gesündesten völker der erde haben alle eins gemeinsam, sie essen sehr viel frisches gemüse und obst...nicht alle essen fisch, und nicht alle helles fleisch oder tofu, aber das biogemüse- und obst haben sie alle gemein...egal, was geschrieben wird, ich glaub daran Wink


RE: Obst und Gemüse haben einen geringen bzw gar keinen anticanzerogenen effekt ?!? - Steffi - 02.12.2010

Das Thema ist ja nur auf Lungenkrebs ausgerichtet und da weiß man ja, das Nichtrauchen die beste Vorbeugung ist!!!! und ein mäßiger Alkoholkonsum wird immer empfohlen!


RE: Obst und Gemüse haben einen geringen bzw gar keinen anticanzerogenen effekt ?!? - -=Tom=- - 04.12.2010

Soweit ich weiß, ist das schon seit Jahren bekannt, dass die gesundheitliche Wirkung von Obst und Gemüse (allgemein, nicht nur in Bezug auf Krebs) überschätzt worden ist (und immer noch wird). Besagte Studie hab ich zwar nicht gelesen, aber im Artikel wird erwähnt, dass es die größte Metastudie zum Thema ist...die erste wird's nicht sein.

Setzt man unterschiedliche Nahrungsmittel als Lebensstilfaktor allein in Beziehung zu unterschiedlichen Krebsarten, wirken Obst/Gemüse tendenziell präventiv bei Tumoren entlang des Verdauungstraktes, wobei es natürlich auf das Nahrungsmittel ankommt und welchen "Stress"-Faktoren die betreffenden Örtlichkeit sonst noch ausgesetzt ist.

Für die allgemeine Prävention anerkannte Faktoren sind, wie im Artikel erwähnt, Nicht-Rauchen (wobei das wie der Alkoholkonsum eine Dosisfrage ist) und ausreichend Bewegung/Übergewicht vermeiden. Daneben wird der vielleicht wichtigste Faktor überhaupt mEn kaum beachtet: ausreichend Regeneration (Ausschlafen).

@July: Welche Völker meinst du mit "die langlebigsten und gesündesten"? Ich kenn nur das Beispiel mit den Bewohnern im südlichen Okinawa und bei denen fällt nicht auf, dass sie besonders viel Obst/Gemüse essen, sondern viel eher, dass die Aufnahme von Nahrungsenergie allgemein eher niedrig ist.


RE: Obst und Gemüse haben einen geringen bzw gar keinen anticanzerogenen effekt ?!? - July - 04.12.2010

@tom, es gibt ein paar beispeile, zB Abkhasia, Vilcabamba, Hunza, Okinawa und aber auch ein Teil der Sardenen...hab schon mehrere Bücher zu dem Thema gelesen...das mit der Nahrungsenergie ist richtig, aber mit dem Gemüse und dem Obst auch...


RE: Obst und Gemüse haben einen geringen bzw gar keinen anticanzerogenen effekt ?!? - -=Tom=- - 05.12.2010

War nicht so gemeint, dass sie nicht viel Obst/Gemüse essen, sondern natürlich schon, halt in Gemeinschaft mit unterschiedlichen anderen Faktoren: insgesamt wenig Nahrung (zmd. für hierzuländliche Verhältnisse), dazu vglw. viel körperliche Tätigkeit, vglw. gute Umweltqualität, wenig "Drogen"-Gebrauch, Sozialsystem für alte Menschen, etc.

Die Frage is halt, ob von allen Auffälligkeiten einzelne ausschlaggebend sind oder alles zusammenwirkt. Vgl auch die Situation in der "westlichen" Welt, in der Menschen, denen man einen "gesunden" Lebensstil zuschreibt, allermeistens nicht nur überdurchschnittlich Obst/Gemüse essen, sondern allgemein auf Essen und Bewegung schauen, selten rauchen, selten schwer arbeiten müssen, ausreichen Regenerationsmöglichkeit haben, etc.

Eindeutig kann man die Frage mWn nicht beantworten. Deswegen halt ich es auch für nicht gerechtfertigt, einzelne Faktoren als alleinig seeligmachend rauszupicken (z. B. der bekannte Joghurt-Mythos); wobei mir da eh die meisten zustimmen werden. Kritischer schaut's schon aus, wenn ich sag, dass man auch die Gesamtheit nicht einfach so einfordern kann (z. B. müsse man viel Obst und Gemüse essen, sonst hilft alles andere auch nix).

Übrigens soll man Geschichten über (tatsächliche oder nur angebliche) Langlebigkeit von Völkern durchaus kritisch betrachten. Selber kenn ich nur Okinawa, aber z. B. die Sache mit dem Hunza-Volk (Hunza is eigentlich ein Fluss-Name) is eindeutig ein Märchen.