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Nutzt ihr das Rad als Fortbewegungsmittel in der Stadt? - Druckversion +- StRV-EW BBS (https://www.stv-ernaehrung.at/bbs) +-- Forum: Diskussionsbereich (https://www.stv-ernaehrung.at/bbs/forumdisplay.php?fid=7) +--- Forum: Freizeit und Allerlei (https://www.stv-ernaehrung.at/bbs/forumdisplay.php?fid=12) +--- Thema: Nutzt ihr das Rad als Fortbewegungsmittel in der Stadt? (/showthread.php?tid=8525) |
Nutzt ihr das Rad als Fortbewegungsmittel in der Stadt? - Matthias - 16.04.2009 Angeregt durch die momentane Diskussion in der Politik und Medien mal die Frage in die Runde, ob ihr das Fahrrad als Fortbewegungsmittel in der Stadt nutzt oder eher dem öffentlichen Verkehr (Bus, Straßenbahn, ev. U-Bahn) oder gar dem Auto nähersteht? Was sind eure Motive pro/contra Radfahren in der Stadt? Wie beurteilt ihr die Radwegsituation in eurer Stadt? Ich bin zwar seit Jahren intensiver Stadt(Rad-)fahrer, merke aber in der letzten Zeit keine wirklichen Radverkehrszuwachs, wie das die Medien sehen wollen. http://orf.at/090416-37315/37316txt_story.html http://steiermark.orf.at/stories/355735/ Die Radwege in Wien gefallen mir persönlich net sonderlich. Beginnen im Jenseits, enden im Nirvana, der bekannte Gürtelradweg ist ein Slalomparcour, der mMn nicht grade das Radfahren in der Stadt fördert. Ich nutze allgemein jedoch selten Radwege, da ich wegen der höheren Geschwindigkeit lieber auf der Straße fahre, als auf den Radwegen. RE: Nutzt ihr das Rad als Fortbewegungsmittel in der Stadt? - Rincewind - 16.04.2009 ich benutze es wenn ich weiß, dass ich es wo sicher abstellen kann bzw. nur kurz das Rad unbeaufsichtigt lasse, denn hier im forum meinte mal einer ihm wurde das rad am uza2 gestohlen, ich trau mich ehrlich gesagt nicht mein mountainbike auf der WU stehen zu lassen. RE: Nutzt ihr das Rad als Fortbewegungsmittel in der Stadt? - Silverwhirl - 17.04.2009 An und für sich bin ich ein Immerfahrer, aber seit dem ich studiere nutze ich jede Gelegenheit zum Lernen, was am Rad leider nicht funktioniert. Daher fahre ich zur Zeit mehr mit den Öffis. Nach der Uni benutze ich wieder ständig das Fahrrad. Also was soll ich deiner Meinung nach jetzt ankreuzen? lg RE: Nutzt ihr das Rad als Fortbewegungsmittel in der Stadt? - Pixar - 17.04.2009 In Wien mit dem Rad fahren ist mir eigentlich zu gefährlich. Ich wohn am Stadtrand von Wien (aber noch innerhalb Wien) und bin in wenigen Minuten im Wald, wo es Radwege gibt bzw. in NÖ, wo man tolle Strecken zum Fahren hat. Also ist es mehr Hobby/Freizeit bei mir... Außerdem wohn ich am Berg und wenn ich (zB) zur Uni fahren möchte, fahr ich ne halbe Stunde nur bergab... und das ganze am Abend wieder retour fahr, ist mühsam Außerdem wurde mir mein Mountainbike auch schon mal gestohlen bei der Uni... und da mein Rad doch teuer war, fahr ich lieber mit den Öffis.
RE: Nutzt ihr das Rad als Fortbewegungsmittel in der Stadt? - Sonschi - 18.04.2009 ich wohne in wiener neustadt und fahre einfach alles mit dem rad - bus fährt nur alle 15 min u in der zeit bin ich schon längst dort wo ich bin! hat sich bei mir schon zu einer sucht entwickelt und fahr deshalb auch ab u zu mit dem rad nach wien oder nach gutenstein! is einfach nur schön (u tut gut) RE: Nutzt ihr das Rad als Fortbewegungsmittel in der Stadt? - melanieee - 18.04.2009 fahr auch alles mim rad, dass allerdings schon seit 6,7 jahren, und kann echt bestätigen dass es im laufe der letzten jahren viel mehr fahrradfahrer geworden sind, aber leider können die wenigsten davon auch gscheit radfahren. gestohlen wurde mir diverse räder schon 3x und dass von meinem freund letztens gleich neben der tu,als er überhaupt zum aller ersten mal damit gefahren ist und wir haben es auch nur 2h nachmittags dort abgesperrt, meines war zum glück noch da, hatte wohl ein besseres schloss. also das ist schon ziemlich scheiße in wien. fahrradwege sollten auf alle fälle besser ausgebaut werden, aber für meinen bewegungsradius reicht es. RE: Nutzt ihr das Rad als Fortbewegungsmittel in der Stadt? - Matthias - 18.04.2009 Pixar schrieb:In Wien mit dem Rad fahren ist mir eigentlich zu gefährlich. Ich wohn am Stadtrand von Wien (aber noch innerhalb Wien) und bin in wenigen Minuten im Wald, wo es Radwege gibt bzw. in NÖ, wo man tolle Strecken zum Fahren hat. Also ist es mehr Hobby/Freizeit bei mir...Die Radwege in Wien sind echt gefährlich. Da gebe ich dir recht. Wenn'st net grad mit nur 20km/h durch die Gegend rollst auf den Radwegen, ist die Fahrbahn die bessere Wahl mMn. Diebstahl ist immer ein evidentes Problem, ein massives Schloß (Bügelschloss, Kettenschloss) jedoch ein zuverlässiger Schutz (meiner Erfahrung aus Stadtverkehr in Graz, Wien). Und ich fahre auch kein so billiges Rad. Dennoch lasse ich mir die Freude am schnellen Vorankommen in der Stadt nicht durch Diebe oder ähnliches G'sindl verderben, wenngleich ich auch schon einige Räder (die waren jedoch allesamt eher der Billigstorfer-Fraktion zuzuordnen) durch Diebstahl verloren habe. Nur das jetzige, mit dem ich seit 3 Jahren fahre, ist mir bis dato erhalten geblieben. Gegen Vandalismus (Diebstahl einzelner Bauteile) habe ich es effektiv, unsichtbar geschützt und bin bis dato auch damit gut gefahren.Mangels eines Autos muß ich seit Anfang Dezember letztes Jahres auf den öffentlichen Verkehr, vor allem im Winter, ausweichen. Das hat mir eigentlich gereicht, sodass ich wieder froh bin, mit dem Rad fahren zu können, auch über weitere Distanzen. Ausserdem hat die Wartezeit aufs Auto auch ein Ende - das Vehikel steht schon vor den Türen der Fabrik und wartet auf den Transport zu mir.
RE: Nutzt ihr das Rad als Fortbewegungsmittel in der Stadt? - Matthias - 09.07.2009 Am letzen Wochenende hatte ich ein prägendes Erlebnis mit der Bahn, dass ich leider feststellen mußte, dass auch ein Rad im Überlandverkehr schon fast schneller ist. Aber die ganze Geschichte, habe den gleich aus der Beschwerdeemail rauskopiert. Aufgrund einer Empfehlung eines Bekannten (der mit ausdrücklich sagte, man könne das Rad im Bus mitnehmen, was er schon mehrfach tat), stellte ich mich um 15:15 auf den Busbahnhof for dem Hbf in Klagenfurt um mein Rad im IC-Bus von Klafu nach Graz mitnehmen und nur 2h Reisezeit zu haben. Kurz vor Abfahrt kam der Busfahrer von seiner Pause oder ähnlichem, die Fahrgäste verstauten Ihre Gepäck im Transportraum des Busses. Es waren gerade mal 4 Reisetaschen drinnen; 4min vor Abfahrt und das Rad hätte locker als a ganzer (ohne irgendwas zu zerlegen) drinnen Platz gehabt. "Nein, keine Fahrradmitnahme möglich", klärte mich der Busfahrer dann auf, ich kann es beim nächsten Bus, der 2h später fährt, "versuchen". Wenn das kein Niederflurbus sei, könne ich dort mein Rad auch nicht mitnehmem, er kann es nicht (trotz Doppelstock). Da kam mir bereits erste Verwunderung auf, denn ein Doppelstockbus mit 10 Fahrgästen kann nicht einen weiteren Fahrgast samt seines Rades mitnehmen auf einer Strecke, wo er 1-2 Stops dazwischen hat und dort mit höchster Wahrscheinlichkeit der Bus nicht bis auf den letzten Sitzplatz gefüllt werden wird?! Da dachte ich mir schon, bitte wie? "Versuchen"? Dann nimmt mir der das Rad auch net mit und sich kann in Klafu mir ein Quartier über die Nacht suchen. Dann habe ich ihn doch hingewiesen, dass mein Rad niemanden stört im Gepäcksraum, noch dazu wo der Bus quasi leer ist. Er beharrte auf seiner Vorschrift/Anweisung, obwohl mir ein Bekannter erzählt hat, er hat schon mehrfach auf der selben Strecke ein Rad mitgenommen. Na ja, egal, bin dann 100m zum Bhf. gegangen und des Busfahrers zweiten Empfehlung, mit dem Zug zu fahren, nachgekommen. Kaufe mir ein Ticket, stelle mich auf den Bahnsteig, wo der IC Villach-Wien einfahren soll. "25min Verspätung" ist auf der Anzeigetafel zu lesen und wird durch Lautsprecherdurchsagen kundgetan (bitte wie kann man von Villach nach Klafu eine 25min Verspätung aufreissen, noch dazu wo der Zug in Villach losfährt? 25min auf rund 40km Fahrstrecke! Ich garantiere Ihnen, dass ich mit dem Fahrrad oder zu Fuß von Villach nach Klagenfurt pünktlicher bin mit der geplanten Fahr-/Gehzeit, als Ihr Zug!), und ich frage einen ÖBB-Mitarbeiter am Bahnsteig, ob der Zug überhaupt noch kommt bei der Verzögerung auf so eine Distanz. "Jo, jo kommt schon, nur des Radl dürfen's net mitnehmen bei dem Zug". Ich entgegne ihm, wo das stehe. "Na, des is ka Zug mit Fahrradmitnahme". Am Bahnsteig stehen noch ein paar andere Leute, die mit ihrem Gepäck einzeln fast eine Europalette bis oben hin füllen würden und weise den ÖBB-Mitarbeiter darauf hin, (mein Rad hat Platzbedarf wie 2 Koffer) er solle mal schauen, wie viel Gepäck da andere mitnehmen (ohne extra zu zahlen, ich zahlte ja für das Rad noch ordentlich trotz Vorteilscard-Inhaber), aber er beharrte drauf. Gut, im selben Moment kam die Durchsage, Zug Villach - Mürzzuschlag (REX 1710) fährt auf anderen Bahnsteig ein, als üblich. "Der nimmt Ihr Rad mit, war die Auskunft des Mitarbeiters", also diskutierte ich dann nicht mehr weiter, weil ich wollte endlich die Heimfahrt antreten (ohnedies schon 45min später, weil der Bus mi net mitnehmen wollte). Zug steht schon parat, Abfahrt wäre 16:04. Ja, und er fährt net los und fährt net los. Kommt auch schon die Durchsage, Zug hat Verpätung, Grund der IC, der von Villach net kommt. Da denke ich mir, fix, wofür wartet denn der? Fahren doch beide von Villach kommend weiter. Wie sich später herausstellt, wartete der Zug deshalb, weil IC offenbar Vorrang gegenüber dem REX hat. Ich meine, geht's noch? Da lassen Sie einen abfahrtsbereiten Zug und vielleicht noch ein paar andere warten, weil ein Zug Verspätung hat, noch dazu, wo das kein Gegenzug ist, auf den man warten müsste, weil sonst Gegenverkehr auf der Strecke bestehen würde? Die ÖBB nehmen also offenbar die Verspätung von zig Fahrgästgen ganz bewußt in Kauf um auf einen verspäteten Zug zu warten. Einen bzw. mehrere Züge samt Leuten zu warten lassen, weil ein IC verpätung hat und so gleich eine Kette an weiteren Verpätungen loszutreten? Endlich kam der IC und kurz darauf fuhr auch der Zug los, 10min Verpätung bereits jetzt, ein paar Kilometer nach dem Zug-Start-Bhf Villach. Habe dann im Zug einen Fahrplan gefunden und als ich die Fahrzeit bis Bruck/Mur - die planmäßige (= Wunschdenken wohl eher) - gesehen habe: knapp 3h sind prognostiziert für diesen REX für die Strecke Klagenfurt-Villach. Diese Info tat meiner Verärgerung natürlich keinen Abbruch. Aber Hauptsache, der Zug fährt mal, der Weg ist bekanntlich das Ziel. Bei der Station Friesach ging das muntere Warten weiter. 20min Stehzeit in der Station, Grund nicht ersichtlich für den Reisenden - Gegenzug war es keiner, weil der wäre ja, wie das Wort es sagt, entgegen gekommen - zudem ist die Strecke 2-gleisig und Bauarbeiten gab es sonntags auch keine. Natürlich, mittlerweile ist die Fahrzeit "irgendeine", alles nur mehr außerplanmäßig. Vermutlich auch deshalb kommt es zu weiteren Verzögerungen, denn andere Züge fahren ja auch und der der zu spät ist, sollte warten - ist es aber nicht, wie das Bsp. Klagenfurt und später auch Leoben zeigte. Dort wieder das selbe Spiel: wir stehen etwa 15min zusätzlich im Bhf., weil ein anderer Zug (IC oder EC) Verspätung hat, wo der meinige Zug Anschlußverbindung wäre. Dann steigen gezählte 8 Personen aus diesem Zug kommend (das kann ich deshalb so genau sagen, weil es gibt dort einen Stiegenaufgang, von wo die Fahrgäste raufkommen, wenn man einen Bahnsteigwechsel macht, und ich bin unmittelbar neben der Tür gessen, wo dann alle reingehuscht sind) und steigen in den Zug. Da lässt man einen mittlerweile fast vollbesetzten Zug 15min extra warten (der ohnehin schon über 30min Verpätung hat), damit 8 Hansln einsteigen können - ich denke, die ÖBB sollte mal ihre Vorgehensweise in diesem Punkt überdenken ) Na ja, wie dem auch sei, von Leoben nach Bruck/Mur war's dann einigermaßen im Plan, mit rund 45-50min Verpätung. Zuvor ist der Zug noch in St. Michael gestanden, weil der Lokführer offenbar eine Viertelstunde braucht, um vom einen Ende zum anderen des Zuges zu gehen... In Bruck/Mur dann Glück mit dem Umsteigen gehabt, Fahrt ging gleich weiter - auch das einzig positive an dem Tag. Natürlich auch nicht ganz ohne Probleme: in Badl/Peggau musste ein Reset des Computers des Triebwagens erfolgen > sonst keine Weiterfahrt, wie es aus dem Lautsprecher tönte. Paßt, nochmals knappe 15min warten, auf einer zumindest bisher planmäßigen Fahrt - na ja, wäre auch ein Hammer, auf 40km schon einen nennenswerten Rückstand aufzureissen... Dann bin ich nach einer wahren Bahn-Odyssee in Graz gegen 20:50 Uhr angekommen, also knapp 6h unterwegs gewesen! Da fährst mit dem Auto in selber Zeit Klafu-Graz und retour! Ferner möchte ich anmerken, dass ich mit dem Fahrrad die Strecke Graz-Klagenfurt nur um 1,5 Stunden langsamer gefahren bin als Ihre Verbindung. Rechne ich noch die Wartezeit an den Bahnhöfen mit ein, dann sind es gerade mal 50min, die das Rad auf die Bahn von A nach B verloren hat, was an sich schon kommentarlos so stehen gelassen werden kann. Leider bin ich in den letzten 7 Monaten mangels Kfz auf die Bahn, meist zw. Graz und Wien angewiesen gewesen. Ich muß sagen, dass kaum ein Zug wirklich pünktlich war. Selbst in Graz kam der Zug (EC Croatia) jedes mal um 10min zu spät (mindestens). Als Begründung hat mir eine Schaffnerin erklärt, dass der Zug an der SLO-Grenze eine andere Lokomotive bekommt. Ja fix, rechnet die Bahn diesen Aufenthalt nicht in den Fahrplan mit ein? Ich kann doch nicht den Fahrplan so machen, dass diese 10min immer zu spät komme, weil der Lok-Wechsel nicht vorhersehrbar war. 10min Verspätung sind ja noch einigermaßen akzeptabel, alles andere auf der Strecke hingegen schon ärgerlich, zumal der Zug auch selten hält. Vor allem in Anbetracht dessen, dass der Zug im Gegensatz zum Auto wesentlich kalkulierbarer fährt/fahren kann. Ich war im Grunde seit Dez./08 zwangsweise Bahnfahrer, seit Ende Mai habe ich nun wieder ein Auto, und ich werde wohl auch wieder als Zugfahrer zum Autofahrer werden. RE: Nutzt ihr das Rad als Fortbewegungsmittel in der Stadt? - Zoe - 10.07.2009 tragt ihr dabei eigentlich einen Helm??? |