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An die Hundehalter/innen unter euch...
#1
An die Hundehalter/innen unter euch...

Ich bin am Überlegen, einen Hund (ehemaliges Versuchstier) aufzunehmen... Aber so ein Tier benötigt ja doch viel Zuwendung - was solange ich noch studiere kein Problem wäre... Aber was ist in 2 bis 3 Jahren, wenn ich Vollzeit arbeite? Wie macht ihr das? Habt ihr jemanden, der auf das Tier aufpasst, wenn ihr für mehrere Stunden weg seid? Wie wahrscheinlich ist es, dass man den Hund in die Arbeit mitnehmen darf?

Und wie hoch sind die Kosten, mit denen man rechnen muss im Monat? Und die Tierarztkosten für Impfungen, etc. pro Jahr?

Ich wäre für Erfahrungsberichte und Ratschläge dankbar!
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#2
Ich hab mir letzten Sommer einen Welpen genommen, weil ich immer schon einen Hund wollte und mit meiner Mutter und meiner Schwester gemeinsam haben wir ihn uns zu dritt genommen. Im Endeffekt ist sie (ist eine Hündin) jetzt eigentlich allein mein Hund, aber zumindest am Abend hab ich hin und wieder jemanden, der auf sie aufpasst.
Ich kann nur sagen: ich hab es mir viel einfacher vorgestellt einen Hund zu haben! Ich wusste schon, dass man viel Zeit haben muss und den Hund auch erziehen muss, aber mit wie viel Zeit ich da rechnen muss (und mit wie viel Geduld bei der Erziehung!) hätt ich mir nicht gedacht.

Prinzipiell können die meisten Hunde lernen für 3-4 Stunden allein zu sein. Viel länger würde ich es nicht tun, denn ich finde, wenn man den Hund täglich 9 Stunden allein lässt braucht man keinen Hund!!
Ein paar Stunden ist wie gesagt kein Problem, aber auch das muss er lernen! Ich weiß nicht ob der Hund schon gelernt hat allein zu sein, aber wenn nicht muss man das sehr langsam aufbauen! Also zuerst nur kurz aus dem Zimmer gehen, dann mal für eine halbe Minute, dann eine Minute, dann ein paar Minuten usw jedenfalls langsam steigern!
Das ist aber natürlich auch einfacher wenn der Hund kein Welpe mehr ist - denn ein Welpe der allein gelassen wird kann Todesängste durchstehen! (in der Natur hat ein Welpe keine Überlebenschancen wenn er auf sich gestellt ist) Es ist jedenfalls ein Blödsinn, dass Hunde die als Welpe nie allein gelassen wurden, das nicht mehr lernen können.
Naja, jedenfalls ist es möglich, einen Hund der nicht unter extremer Trennungsangst leidet für eine Weile allein zu lassen.

Wie das alles aussieht, wenn ich mit dem Studium fertig bin weiß ich auch nicht. Vielleicht war es leichtsinnig von mir einen Hund zu nehmen, obwohl ich noch keinen Plan für nach dem Studium hab. Aber ich glaube dass das machbar ist! Man muss es sich halt gut einteilen irgendwie!
Ich hoffe jedenfalls auf einen Job, wo ich sie mitnehmen kann! Natürlich muss man da flexibel sein..
Ich kenn euch ein paar Leute, die haben den Hund während der Arbeit bei den pensionierten Eltern oder so..

Die Kosten sind natürlich auch nicht zu verachten. Impfungen muss ich jetzt ehrlich gestehen weiß ich nicht mehr so genau (ich war das letzte Mal im September impfen mit ihr) aber ich glaub so um die 100 Euro, eventuell bis 200 Euro mit Tollwutimpfung? Ich kann mich nicht mehr so genau erinnern..
Dann kommt halt noch das Entwurmen alle 3 Monate dazu, die Floh- und Zeckenprophylaxe... und natürlich das Futter. Da kommts natürlich drauf an, ob man ein 3 Euro Futter vom Diskonter nimmt oder ein teures 'Premiumfutter' von Royal Canin oder ähnliches (das auch nicht viel besser ist.. aber wenn ich jetzt anfang über Hundefutter zu diskutieren brauch ich noch ein paar Seiten)
Die Tierarztkosten sind echt nicht zu verachten. Meine Hündin hatte letzte Woche an einem heißen Tag schlimmen Brechdurchfall, da bin ich dann zum Tierarzt in den Notdienst gefahren weil ich wollte dass sie eine Infusion bekommt (weil sie nichts trinken wollte), und da waren gleich 100 Euro weg..
Also ich sag mal ganz grob geschätzt 20-50 Euro im Monat für Allfälliges und ein paar Hundert Euro im Jahr für Tierarzt.

Das Wichtigste ist jedenfalls, dass man genug Zeit für den Hund hat, ihm so oft es geht Freilauf zu geben (nicht nur einmal in der Woche, sondern am besten jeden Tag einmal ins Grüne fahren und den Hund laufen lassen) und ihn auch geistig zu beschäftigen (z.B. Hundeschule).
Wenn du noch Fragen hast, frag! Ich hab mich im letzten Jahr auf dem Hundegebiet ein bisschen fortgebildet (ich besuche seit einem Jahr eine Hundeschule, die nur mit positiver Verstärkung arbeitet und hab schon einen Haufen Bücher über Verhalten, Training etc gelesen) und bilde mir ein mich halbwegs gut auszukennen Wink
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#3
Hey, danke erst einmal für die ausführliche Antwort!

Ein bisschen Hunderfahrung hab ich prinzipiell schon, nur hab ich noch nie einen ganz alleine gehalten. Meine größte Sorge ist halt, dass ich später vielleicht doch nicht mehr Zeit für einen Hund aufbringen kann. Wenn ich mir ein Tier nehme, möcht ich auch für den Rest seines Lebens die Verantwortung tragen können...

Ich werd mir das noch ganz genau durch den Kopf gehen lassen - eventuell bei morgentlichen Probespaziergängen...

Lg
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#4
HappyTurtle schrieb:Meine größte Sorge ist halt, dass ich später vielleicht doch nicht mehr Zeit für einen Hund aufbringen kann. Wenn ich mir ein Tier nehme, möcht ich auch für den Rest seines Lebens die Verantwortung tragen können...

Ich werd mir das noch ganz genau durch den Kopf gehen lassen - eventuell bei morgentlichen Probespaziergängen...


Ich bin auch mit Hunden aufgewachsen und hätte liebend gern einen. Jedoch gibt es ein paar Punkte, warum ich mich doch dagegen entschieden habe:

1. er braucht sehr viel Zeit, vor allem um unterrichtet zu werden. Für mich ist eine Hundeschule ab spätestens 6 Monaten, wenn nicht sogar schon die Welpenschule Pflicht. Mein Hund muss von Anfang an die Befehle erlernen, sodass ich ausreichend Vertrauen in ihn hineinsetzen kann, dass er nicht bei der nächsten Gelegenheit abhaut.
Außerdem kotzt es mich selbst an, wenn so kleine Kläffer (nichts gegen Terrier & Co) mir beim Radfahren ins Wadl beißen wollen, nur weil sie sich bewegen. Oder die lieben Besitzer können ihre Hunde nicht von der Leine lassen und damit sie ein bisschen "Auslauf" bekommen werden sie an der langen Leine geführt, die als Radfahrer kaum zu sehen ist, vor allem in der Dämmerungszeit. Ich hatte schon mal beinahe einen Unfall (sah die Leine ca. 2 m vor mir).

2. Ich wohne in Wien und Hunde brauchen extrem viel Auslauf. Da ich wenn schon einen richtigen Hund (ab 40 cm Schulterhöhe, alles andere ist ja Katzengröße oder gar Meerschweinchen *g*) tun sie mir in einer Wohnung leid. Er könnte bei mir gar nicht raus, da ich im 3. Stock wohne. Und meine Schäfer (ruhen sie in Frieden) haben es genossen, den ganzen Tag im Garten zu liegen. Nein, das kann und will ich ihnen nicht antun.

3. Bin ich wirklich bereit bei jedem Wetter und bei so großen Hunden mind. 2, wenn nicht sogar 3 Stunden pro Tag mit ihnen raus zu gehen? Habe ich die Zeit dafür? Im Winter, wenn es schneit, bei Minusgraden, ich verschnupft oder lieg mit Fieber, muss der Hund dennoch Gassi geführt werden. Oder die typischen grauslichen Novembertage mit Nebel und Regen?

4. Habe ich genug Geld für Futter, ev. größere Tierarztkosten (OP, Krankheiten etc.)? Bin ich bereit für den Hund auch zu sorgen, wenn er krank ist? Will ich mir "Pflegeurlaub" nehmen? Bin ich bereit, mich mit der Ernährung der Tiere auseinanderzusetzen (das Futter im Supermarkt ist so ungefähr wie für uns ein Hamburger vom McDonalds - ebenso für Katzen). Es gibt gutes Futter, aber nicht so zu kaufen, sondern im Internet zu bestellen. Oder lese ich mich in BARF ein und schau, dass der Hund so artgerecht wie möglich gefüttert wird?

5. Will ich denn den Hund möglicherweise 8 Stunden am Tag allein lassen? Will ich das verantworten können? Kann ich einen Job bekommen, wo Hunde zugelassen sind?

6. Reise ich gerne? Kann ich den Hund in den Urlaub mitnehmen? Wird mein Job einmal so aussehen, dass ich die Hälfte der Woche vielleicht gar nicht in meiner Wohnung bin, sondern auf Auslandsreise? Wie ist es mit Tierpensionen - will ich das meinem Hund antun? Gibt es genug Verwandte und Freunde, die aushelfen können?

7. Bin ich bereit für etwas mehr Schmutz in der Wohnung zu akzeptieren - Haare, mehrwöchentliches Bürsten, schlammige (eingetrocknete) Pfotenabdrücke auf dem Fußboden etc.

8. Wieviel Zeit kann ich dafür aufwenden, um den Hund stubenrein zu bekommen. Bei meinen hat das etliche Monate gedauert.

So mal die gröbsten Überlegungen, die ich selbst angestellt habe. Aus diesen Gründen habe ich mich für ein "Nein" entschieden. Es sind noch zu viele Unsicherheitsfaktoren vorhanden, als dass ich einen Hund nehmen kann.

lg
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#5
hallo =)

also ich habe vor ein einhalb Jahren einen kleinen Hund(damals 6 Monate) aus dem Tierheim gerettet. Ich wollte einfach schon immer einen Hund haben und dachte mir natürlich so einen süßen Welpen zu retten wäre doch was ganz besonderes Smile

Am Anfang muss ich leider zugeben war es ein totaler Schock, weil der kleine so verängstigt war und sich überhaupt nicht ausgekannt hat. Dann bin ich mit ihm in eine Hundeschule gegangen und langsam aber doch hat er sein Vertrauen zu mir aufbauen können.

Mittlerweile ist mein Chicolino 2 Jahre alt und wir haben schon unsere 2.Prüfung hinter uns =)
Natürlich sollte man sich gut überlegen, ob man die Zeit aufbringen kann und vor allem will (Gassi, eventuell Hundeschule, usw...)
Aber ich muss sagen, ich bereue keine einzige Minute und würde es immer wieder machen Smile

Liebe Grüße, Sandra
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#6
Silverwhirl schrieb:Gibt es genug Verwandte und Freunde, die aushelfen können?

Ich würde sagen, das ist das Wichtigste! Ganz ohne Unterstützung von Freund/Freundin/Familie eben vor allem wenn man einmal krank ist oder auf Urlaub fahren will gehts so gut wie gar nicht!
Ein Grund warum ich mir den Hund genommen hab war auch, dass die Familie von meinem Freund 4 Hunde und 5 Pferde (am eigenen Grundstück) haben - da ist immer jemand zu Hause! Und somit kann ich meinen Hund auch jederzeit im Urlaub zu ihnen geben.

Was den armen Hund in der Wohnung betrifft: ich kenn viele Hunde, deren Besitzer einen Garten haben, und ich wage zu behaupten, dass es einigen Hunden, die in der Wohnung leben besser geht. Viele glauben nämlich 'der Hund hat eh den Garten, mit dem brauch ich nicht spazieren zu gehen', aber für einen Hund kann das ziemlich fad sein, wenn er tagaus, tagein NUR den Garten sieht. Er möchte auch mal was anderes sehen und riechen und Artgenossen treffen und durch den Wald rennen! Und die, die einen Hund in der Wohnung halten fahren dann schon meist brav jeden Tag ins Grüne.
(Mein Hund ist immer abwechselnd bei mir in der Wohnung und bei meiner Familie im Haus mit Garten und wenn ich sie genügend auslaste und beschäftige kommt sie mir in der Wohnung auch nicht unglücklicher vor)

Alles in allem: man braucht viel Zeit, viel Geduld, ein bisschen Geld und Verwandte oder Freunde, die einen unterstützen!
Lg
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#7
was ist unter ehemaliges versuchstier zu verstehen?
nehm mal an, dass der hund auf nichts sozialisiert wurde bzw nichts kennt wenn dem so ist würd ich grad ohne hundeerfahrung mir das gut überlegen!
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#8
Kira schrieb:Was den armen Hund in der Wohnung betrifft: ich kenn viele Hunde, deren Besitzer einen Garten haben, und ich wage zu behaupten, dass es einigen Hunden, die in der Wohnung leben besser geht. Viele glauben nämlich 'der Hund hat eh den Garten, mit dem brauch ich nicht spazieren zu gehen', aber für einen Hund kann das ziemlich fad sein, wenn er tagaus, tagein NUR den Garten sieht.

So war das auch nicht gemeint. Es muss auf jeden Fall mit ihm rausgegangen werden (einige Stunden). Aber natürlich kannst du recht haben, denn einige Personen nehmen sich ja nur ein Schoßhündchen, um einen guten Status zu haben... (z.B.)

Kira schrieb:(Mein Hund ist immer abwechselnd bei mir in der Wohnung und bei meiner Familie im Haus mit Garten und wenn ich sie genügend auslaste und beschäftige kommt sie mir in der Wohnung auch nicht unglücklicher vor)

Ich finde diese Lösung auch in Ordnung.

Bei reiner Wohnungshaltung tut mir ein Hund einfach leid, der in den 4 Wänden einfach eingesperrt ist. Ist ja die Frage, ob irgendjemand da ist. Im Garten hat er ja die eine oder andere Abwechslung (Gerüche, vorbeigehende Personen/Tiere, Insekten,...). Ich denke mir, dass er dort glücklicher ist, wenn sonst keiner da ist. Natürlich wäre er am glücklichsten wenn sein Rudel immer da ist *g*

lg
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#9
Nein sorry, ich wollte dich damit nicht angreifen oder so, ich wollt nur sagen dass auch Wohnungshunde glücklich sein können, wenn man es richtig macht. Und ja, ein Hund der allein ist ist sicher glücklicher im Garten als in der Wohnung, ist eh klar! In der Wohnung hab ich sie bisher auch immer nur so 20 Minuten allein gelassen um mal kurz zum Billa zu gehen, wenn ich mal länger weg muss bring ich sie immer in den Garten - also ich bin da komplett deiner Meinung Smile
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