Arrestin
Adenylatzyklase ist ein hormonabhängiges Enzym. Das G-Protein-Signal des Catecholaminrezeptors (β-adrenergischer Rezeptor) führt über die Aktivierung der Adenylatzyklase. Wenn der Rezeptor frei von G-Proteinen ist (besetzt mit Liganden), wird er über eine spezifische Kinase phosphoryliert. Die β-adrenergic receptor kinase (BARK) phosphoryliert einen Serinrest im Bereich der Bindungsstelle für das G-Protein. Jetzt bindet an dieser Stelle das Inhibitorprotein Arrestin und verhindert somit die weitere Bindung des G-Proteins. Dadurch wird das Signal abgestellt, obwohl noch genug vom Hormon vorhanden ist. Die Zelle meldet dass sie erschöpft ist. Nun wird durch das Arrestin der Ras-vermittelte MAP-Kinase Weg eingeschaltet, um die Zelle für längere Dauer auf die Stresssituation einzustellen, die durch das Catecholamin signalisiert wird. Da der Stoffwechselbedarf erhöht ist, werden mehr Enzyme exprimiert. Dadurch ist die Zelle besser für die Stressbewältigung gerüstet.
bzw.
Der bekannteste Mechanismus der Desensibilisierung des Rezeptors verläuft über den β- adrenergischen Rezeptor. Dies ist jener Typ an Catecholaminrezeptor dessen GProteinsignal über die Aktivierung der Adenylatzyklase führt. Der Rezeptor wird durch eine spezifische Kinase phosphoryliert, wenn er G-Protein-frei ist, was nur im Liganden-besetzten Zustand der Fall sein kann. Die β-adrenergic receptor kinase (BARK) phosphoryliert einen Serinrest im cytoplasmatischen C-Terminus im Bereich der Bindungsstelle für das G-Protein. Daraufhin bindet an diese Stelle das Inhibitorprotein Arrestin, das die weitere Bindung des GProteins verhindert und so das Signal abstellt, obwohl das Hormon noch vorhanden ist.
Um die Zelle für längere Zeit auf die durch das Catecholamin signalisierte Stress-Situation einzustellen, wird durch das Arrestin ein MAP-Kinase Weg eingeschaltet und dadurch
werden die für den erhöhten Stoffwechselbedarf nötigen Enzyme erhöht exprimiert. Die Hemmung wird ebenfalls über G-Proteine vermittelt. Charakteristisch ist der α- adrenergische Rezeptor Typ 2 für Catecholamine.
bzw. direkte Antwort von Prof.Goldenberg zur Erklärung von Arrestin
Posted by: goldenberg (IP Logged)
Date: May 04, 2009 01:56PM
Die Stimulierung der Adenylatcyclase wird durch die Bindung des Arrestins an den Rezeptor unterbrochen. Auf Grund der hohen Bindungsaffinität des Liganden (in dem Fall Adrenalin oder Noradrenalin) an den Rezeptor dissoziiert dieser sehr langsam ab. Die Zelle verkürzt auf diesem Weg die Dauer des Signals und stellt sich gleichzeitig durch Veränderung der Proteinexpression auf die Stresssituation besser ein.
lg
Adenylatzyklase ist ein hormonabhängiges Enzym. Das G-Protein-Signal des Catecholaminrezeptors (β-adrenergischer Rezeptor) führt über die Aktivierung der Adenylatzyklase. Wenn der Rezeptor frei von G-Proteinen ist (besetzt mit Liganden), wird er über eine spezifische Kinase phosphoryliert. Die β-adrenergic receptor kinase (BARK) phosphoryliert einen Serinrest im Bereich der Bindungsstelle für das G-Protein. Jetzt bindet an dieser Stelle das Inhibitorprotein Arrestin und verhindert somit die weitere Bindung des G-Proteins. Dadurch wird das Signal abgestellt, obwohl noch genug vom Hormon vorhanden ist. Die Zelle meldet dass sie erschöpft ist. Nun wird durch das Arrestin der Ras-vermittelte MAP-Kinase Weg eingeschaltet, um die Zelle für längere Dauer auf die Stresssituation einzustellen, die durch das Catecholamin signalisiert wird. Da der Stoffwechselbedarf erhöht ist, werden mehr Enzyme exprimiert. Dadurch ist die Zelle besser für die Stressbewältigung gerüstet.
bzw.
Der bekannteste Mechanismus der Desensibilisierung des Rezeptors verläuft über den β- adrenergischen Rezeptor. Dies ist jener Typ an Catecholaminrezeptor dessen GProteinsignal über die Aktivierung der Adenylatzyklase führt. Der Rezeptor wird durch eine spezifische Kinase phosphoryliert, wenn er G-Protein-frei ist, was nur im Liganden-besetzten Zustand der Fall sein kann. Die β-adrenergic receptor kinase (BARK) phosphoryliert einen Serinrest im cytoplasmatischen C-Terminus im Bereich der Bindungsstelle für das G-Protein. Daraufhin bindet an diese Stelle das Inhibitorprotein Arrestin, das die weitere Bindung des GProteins verhindert und so das Signal abstellt, obwohl das Hormon noch vorhanden ist.
Um die Zelle für längere Zeit auf die durch das Catecholamin signalisierte Stress-Situation einzustellen, wird durch das Arrestin ein MAP-Kinase Weg eingeschaltet und dadurch
werden die für den erhöhten Stoffwechselbedarf nötigen Enzyme erhöht exprimiert. Die Hemmung wird ebenfalls über G-Proteine vermittelt. Charakteristisch ist der α- adrenergische Rezeptor Typ 2 für Catecholamine.
bzw. direkte Antwort von Prof.Goldenberg zur Erklärung von Arrestin
Posted by: goldenberg (IP Logged)
Date: May 04, 2009 01:56PM
Die Stimulierung der Adenylatcyclase wird durch die Bindung des Arrestins an den Rezeptor unterbrochen. Auf Grund der hohen Bindungsaffinität des Liganden (in dem Fall Adrenalin oder Noradrenalin) an den Rezeptor dissoziiert dieser sehr langsam ab. Die Zelle verkürzt auf diesem Weg die Dauer des Signals und stellt sich gleichzeitig durch Veränderung der Proteinexpression auf die Stresssituation besser ein.
lg

