Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Soziale Probleme
#1
Hi,

ich habe das Gefühl von niemanden gemocht zu werden, niemanden sympathisch zu sein und meide daher andere Menschen, Gespräche, Sozialkontakte.

Wenn mich jemand (irgendwo in der Öffentlichkeit) ansieht denke ich, dass er das tut, weil ich seltsam bin, hässlich aussehe oder sonstiges Negatives. Und diese Blicke erzeugen auch eine gewisse Aggression in mir.
Auch wenn jemand sehr freundlich ist denke ich, dass das nur gespielt ist und er in Wirklichkeit Schlechtes über mich denkt. Und dann will ich mich dem Menschen gegenüber natürlich nicht öffnen.

Dass ich keine richtigen Freundschaften habe ist klar. Das größere Problem ist aber, dass ich Angst habe, wegen meiner verschlossenen Art keine Arbeit zu finden.

Ich glaube das alles funktioniert nach dem Prinzip der selbsterfüllenden Prophezeiung: Wenn man denkt, dass der Andere einen nicht mag ist man nicht sehr herzlich/überfreundlich und dementsprechend halten einen die anderen Menschen dann auch für desinteressiert, unfreundlich.

Hat hier jemand schon Erfahrungen mit diesem Problem gemacht? Hat jemand eine Idee, was ich dagegen tun kann? Es würde mich freuen, Menschen zum Gedankenaustausch zu finden.
Zitieren
#2
hallo,

da es für dich eine sehr ernste sache zu sein scheint, möcht ich auch gerne antworten und es nicht nur beim lesen belassen.

ich kenne diese gefühle von früher, aus der jugend, und punktuell treten sie heute auch noch in erscheinung. es ist keine sache, die sich von heute auf morgen ändern läßt, so denke ich.
es ist eine frage der selbstsicherheit und des selbstbewußtseins. beides kommt aus dir persönlich, natürlich auch in wechselwirkung mit deiner umwelt.
was du ändern kannst ist nicht die denk- und sichtweise der anderen menschen, sondern deine interpretation dieser "angenommenen denkweisen"
ob dich jetzt jemand "komisch", "häßlich", "schön" oder sonst was findet hägt meistens vom eigenen empfinden ab und weniger von dem, was der mensch wirklich denkt. das mit der "selbsterfüllenden prophezeihung" kommt sicher hin.

versuche die kleinen schönen dinge im leben zu entdecken, ob sie sich jetzt direkt auf dich beziehen, wie ein lächeln dir gegenüber, oder ob es einfach eine schöne situation ist, die du beobachtest, und versuche aus denen kraft und mut zu schöpfen.
entdecke die möglichkeit eine positiven interpretation deiner welt!

lg
Zitieren
#3
hier etwas über selbstbewusstsein & tipps:
http://www.train-the-trainer-seminar.de/...stsein.htm

lG
Zitieren
#4
Danke für eure Hilfe!! Shy

Ich war sogar schon in Psychotherapie deshalb, aber ich habe so stark das Gefühl gehabt, der Psychotherapeutin auf die Nerven zu gehen, dass ich es dort nicht ausgehalten habe. Genau das ist es, was mich so fertig macht - Nicht zu wissen, was der Andere wirklich denkt und ob er ehrlich ist.

Und es ist ja auch kein Wunder, wenn ich zuviel jammere, dass dann die Wenigsten etwas mit mir zu tun haben wollen. Das ist ja für die anderen auch nicht grad angenehm, verständlicherweise.

Ich bräuchte einen Menschen mit Helfersyndrom als Freund Wink
Blöd nur, dass man dann noch schwieriger aus der Opferrolle herauskommen könnte. Ich habe nämlich die Erfahrung gemacht, dass Menschen, die mich für ein Opfer halten und sich aus Mitleid mit mir beschäftigen kein Selbstbewusstsein an mir akzeptieren oder es von mir als besondere Frechheit empfinden, wenn ich als Opfer es wage, etwas zu kritisieren oder anderer Meinung zu sein.

Naja, ich versuche immer wieder, etwas zu ändern, werde es weiterhin versuchen. Es ist immer ein Hin und Her. Mal will ich Sozialkontakte pflegen, Freunde haben; mal will ich es lieber bequem haben und in meiner gewohnten Situation bleiben.

Im anonymeren Internet fällt es mir natürlich leichter, etwas von mir zu erzählen, da ich hier niemanden direkt anspreche (auf die Nerven gehe) und sich niemand dem aussetzen muss.
Zitieren
#5
Hey du,

ich denke den meisten von uns geht oder ging es ab und zu mal so wie du beschrieben hast. Ich wünsch dir schöne und weniger schöne erfahrungen mit ganz vielen Menschen die dir begegnen. Aber dazu: Kopf hoch, sonst können sie dich nicht sehen und du sich auch nicht.

Alles Gute!
Zitieren
#6
ich würd dir raten, es nochmal mit psychotherapie zu versuchen. nicht immer ist der erste therapeut der richtige. manchmal dauert es bis man jemanden findet, der einem das gefühl gibt, dass man alles sagen und machen kann ohne lästig zu sein.
außerdem brauchst du dir beim therapeuten eigentlich nichts denken. das ist sein/ihr job und er oder sie ist sicher froh, dass du dich therapieren lässt (allein des geldes wegen Wink )
lg
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste