hallo leute!
ich hab da mal ne Frage an euch, wie ihr die folgende Sache seht.
hab gestern eine sehr interessante Radiosendung zum Thema Überfischung gehört, dass es eine Menge bedrohter Fischarten gibt und dass v.a. der hohe Fisch- (v.a. immer weiter verbreiteten Sushi-)Konsum und die Empfehlungen von Ernährungsexperten (1-2x die woche fetten Seefisch) maßgeblich daran mitbeteiligt sind.
jetzt stell ich mir die Frage was wichtiger ist. eine 100% Topernährung mit regelmäßigem Meerestierkonsum (obwohl das eigentlich ja eh nicht zu unserer regionalen Küche gehört) oder die Schonung und der Schutz bedrohter Arten und die Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts und der Artenvielfalt im Meer?!
Im Interview wurde jedenfalls von Tierschützern und Umweltexperten (von WWF, Greenpeace usw.) als wichtiger Punkt gebracht, dass v.a. das Konsumverhalten verändert werden muss, um langfristig eine Verbesserung zu erreichen. Und dazu tragen wir ja nicht wirklich bei mit unserer Einstellung.
wie seht ihr das? ich frage mich ob man diese wöchentlich Fisch-Empfehlung in unserer Realität überhaupt noch vertreten kann?
würd mich über eure Meinungen dazu sehr freuen!
lg
ein interessanter Artikel zum Thema: http://www.food-monitor.de/2009/03/absch...ft-umwelt/
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Also meiner Meinung nach ist eben aus ökologischen Gründen zwingend vom Fischverzehr abzuraten! Gerade wir als Ernährungswissenschafter sollten uns hier vorbildhaft, verantwortungsbewusst und weitschauend verhalten!
Abgesehen davon enthält Fisch zwar DHA und EPA - und so gesund diese Fettsäuren auch sein mögen und wie gut sie auch vor cardiovaskulären Erkrankungen schützen mögen - sie sind KEINE essentiellen Fettsäuren! Daher rate ich vor allem auf die ausreichende Zufuhr pflanzlicher Fette zu achten!
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ich hätt gesagt wenn, dann soll man heimische süßwasserfische essen, und keine aus irgendwoher. (könnt ma vielleicht dazusagen)
allgemein sollt man mehr sachen regional kaufen, es sollt ja theoretisch möglich sein sich auch gesund zu ernähren mit NM aus österreich?
das konsumverhalten muss meiner meinung nach in allen punkten geändert werden, auch sollte akzeptiert werden dass man nicht immer alles haben kann (zb jetzt erdbeeren (aus spanien))
manche sachen gibts halt bei uns nicht, wie zb banane oder schokolade (kommt ja auch von weit her). aber wer denkt da schon dran? vorallem wenn einem im supermarkt von überall die schoki entgegenspringt (zu weihnachten, ostern, silvester, valentinstag, muttertag, etcetc...)
ich find ja als EWler sollt man sich auch gedanken über ökologie machen und wie sich das alles vereinen lässt! alle reden von der klimaerwärmung und die langen transportwegen. dass schokolade prinzipiell nur aus afrika oder südamerika kommt und damit auch sehr weit transportiert werden muss, das wär mir noch nicht untergekommen.
nur herunterzubeten was man wieviel und wie oft essen sollte, das ist noch lange nicht genug.
essen hat ja viel mit der psyche zu tun und da lernen wir irgendwie garnix dazu... wenn wir die menschen dazu bewegen sollten etwas zu tun, was wir für richtig halten, dann is es nicht genug ihnen einfach zu sagen was sie essen sollen und was nicht. das interessiert keinen. vorallem interessierts niemanden wenn man sagt was man nicht essen sollte. (das was gut is ^^ haha)
und dass wir es verhindern können dass die umwelt von der menschheit zerstört wird, wage ich auch zu bezweifeln, aber das alles ist nur meine meinung. ;P
zurück zum fisch: ich find die empfehlung "2x pro woche fisch." auch nicht gut. man sollt auf die problematik hinweisen, viele haben einfach keine ahnung davon.
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ich finde fisch gut und ich liebe fisch. aber am liebsten solche, die von "nahmen" kommen - also eismeersaibling aus gutenstein in niederösterreich find ich super - eine sehr naturbelassene zucht.
das mit dem sushi stimmt leider, es schmeckt nur wahnsinnig gut. das macht es schwierig.
ein hinweis zur empfehlung fänd ich auch gut, sowas wie "richtlinien und ökologische vereinbarkeit"
solche dokus haben mein kaufverhalten diesbezüglich ordentlich verändert, i.b. was die überfischung angeht - da ist ja eine richtige see-mafia unterwegs, grausam.
ich weiss nicht, inwiefern studenten, die den ökologie-zweig gemacht haben, dazu etwas sagen könnten?!
ist ein spannendes und wichtiges thema, auch meiner meinung nach.
lg
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(18.02.2010, 20:50)andreah schrieb: das konsumverhalten muss meiner meinung nach in allen punkten geändert werden, auch sollte akzeptiert werden dass man nicht immer alles haben kann (zb jetzt erdbeeren (aus spanien))
manche sachen gibts halt bei uns nicht, wie zb banane oder schokolade (kommt ja auch von weit her). aber wer denkt da schon dran? vorallem wenn einem im supermarkt von überall die schoki entgegenspringt (zu weihnachten, ostern, silvester, valentinstag, muttertag, etcetc...)
ich find ja als EWler sollt man sich auch gedanken über ökologie machen und wie sich das alles vereinen lässt! alle reden von der klimaerwärmung und die langen transportwegen. dass schokolade prinzipiell nur aus afrika oder südamerika kommt und damit auch sehr weit transportiert werden muss, das wär mir noch nicht untergekommen.
ich bin da prinzipiell sehr ähnlicher meinung.
ich versuche auch möglichst nur regionale und saisonale LM einzukaufen, abgesehen davon dass erdbeeren/tomaten etc im winter sowieso nach nichts schmecken...
aber schoko nicht zu kaufen, weil sie keine regionalen inhaltsstoffe hat - hmm, das find ich dann doch irgendwie übertrieben *schokosüchtig*
ich glaub ehrlich gesagt auch nicht, dass irgendwer so ernsthafte ökologische bedenken an schoko hat, dass er/sie diese nicht kauft.
selbes thema wäre kaffee?? soll man den dann auch nicht trinken?
also ehrlich, ohne kaffee und schoko könnte ich kaum existieren!!!
und oftmals kauft man glaub ich auch vermeintlich österreichische ware. hab zB unlängst im internet gelesen, dass die firma pfanner ihren fruchtsaft zwar in vorarlberg (? - jedenfalls in westösterreich) produziert, die äpfel aber zb aus der stmk über den kleinen umweg deutschland nach vorarlberg transportiert, um eu-förderungen zu erhalten!!
also das ist in meinen augen dr größere ökologische wahnsinn, als schoko zu kaufen/essen
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19.02.2010, 19:45
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19.02.2010, 21:09 von andreah.)
stimmt kaffee hab ich vergessen ^^
na spaß, man sollt sich halt bewusst werden dass das nicht gut für - zumindest - die CO2 belastung ist wegen den transportwegen.
als gute alternative find ich fair trade produkte, sind wenigstens großteils bio und da werden die leute nicht ausgebeutet.
zu den logistischen dingen: ich hab auch schon oft gehört, eben dass zb tiere irgendwo gezüchtet werden und dann in andere länder (!) gebracht werden zum schlachten, weils billiger ist. deswegen bin ich auch sehr für biofleisch aus österreich.
das obst und gemüse merkts wenigstens nicht, wenns tagelang um die welt transportiert wird...
dass nicht alles aus österreich kommt, was man glaubt, nur weil diverse gütesiegel drauf sind, hab ich leider auch schon erfahren -.-
ich glaub viele leute sind sich garnicht bewusst, dass sie mit ihren einkäufen was bewirken können (weil was kann ich allein da schon machen!?) und wenn, dann haben viele einfach andere sorgen, als die umweltzerstörung, klimaerwärmung etc und wie das alles mit ernährung zusammenhängt, bzw mit ihren einkäufen und was sie besser machen können.
und genau da find ich sollten wir als EWler die leute aufklären! und nicht nur das, sondern alternativen anbieten, die alltagstauglich und einfach umzusetzen sind.
weil wenns nicht leicht is, dann machts eh keiner ;P
wegen der schokolade find ichs halt nur so arg, dass es heißt klimaerwärmung hin und her, CO2 ausstoß verringern blabla, und dann sind unsere geschäfte volgestopftl damit. und nicht nur da sondern überall auf der ganzen welt.
aber dagegen lässt sich wohl nicht viel machen, ich ess ja auch furchtbar gern schokolade ;D
nur wir lernen solche dinge ja leider nicht wirklich, grad mal in humanökologie hört man dazu was und der rest is wahlfach.
wies im bakk ausschaut weiß ich nicht, ich schätz nicht großartig anders.
ich find es reicht nicht, dass man nahrungsmittel nur als die summe ihrer bestandteile sieht sondern man sollte es als etwas sehen, was sich auf alle anderen teile des lebens gravierend auswirkt, wie die umwelt, die wirtschaft und auch die psyche. is halt sehr komplex das thema..
zum glück gibts ja trotzdem einiges, wo man sich informieren kann! ,)
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Ich denke, da gibt es kein entweder oder.
Weil, ob EWler nun Fischverzehr explizit empfehlen oder nicht, wird spätestens dann irrelevant sein, wenn es keine Fisch mehr gibt. Entweder man unternimmt alles erdenklich mögliche, dass der Fischbestand bestehen bleibt (dazu gehört u.U. auch eine Senkung des Pro-Kopf-Verbrauchs), oder man muß sich über den zukünftigen Fischkonsum keine Sorgen mehr machen
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