02.07.2011, 22:00
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Gift in unseren NM
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03.07.2011, 00:22
Das hatte damals einer gepostet hier, die Doku. Habs mir angesehen.
Trotzdem halte ich nichts von den Verschwörungstheorien gegen den Süßstoff. Das mit den Kunststoffweichmachern, ja, könnte schlimm sein. Aber wie soll man das Krebsrisiko beurteilen wenn man ubiquitär in Kontakt ist durch Plastikflaschen, Plastiksitze, Tastatur, etc.
@ Ricewind:
Wieso bitte Verschwörungstheorie? Es gibt genügend seriöse Studien, die auf die Gefahren hinweisen. Die Studie von Dr. Morando Soffritti (siehe Film) zeigt eindeutig, dass Aspartam bei Ratten Krebs auslösen kann. Sonst übertragen wir unsere Daten doch auch immer von Ratten und Mäusen auf Menschen?! Oder nur wenn uns das Ergebnis gefällt?! Die FDA meint ja, dass es soviele Studien gibt, die zeigen, dass Aspartam harmlos ist, und dass es deswegen auch weiterhin zugelassen bleibt (die Industrie hat massenhaft Studien durchführen lassen, um dieses Ziel zu erreichen). Allen Studien, die das Gegenteil beweisen, werden Qualitätsmängel vorgeworfen. Lies dir doch mal ein paar solcher Studien durch! Es gibt genug zuverlässige! Ich persönlich halte mich sowieso von Aspartam fern, da mir jedesmal kotzübel davon wird (und dass auch schon, bevor ich von den Gefahren von Aspartam wusste). Fast alle Studien, die dafür sind, wurden von der Lebensmittelindustrie finanziert. Mensch, mach mal die Augen auf Ricewind und forsch selbst nach! Was glaubst du wieviele Wissenschaftler ihre Seele verkaufen?! Und das mit den Weichmachern... Vielleicht musst du dir den Film nochmal anschauen, mir scheint du erinnerst dich nicht mehr an die Fakten. Sonst würdest du die letzte Frage wohl kaum stellen. Aber ich erklär es dir nochmal: In einer Studie in Boston (das war schon 1987!) wollten Wissenschaftler (Zellbiologen, Prof. Dr. Ana Soto + Prof. Carlos Sonnenschein) die Wirkung von Östrogen auf Brustkrebszellen untersuchen, welches die Zellen zur Vermehrung anregt. Zell- und Kontrollgruppe wurden beide in Plastikröhrchen aufbewahrt. Es gab zunächt immer wieder das gleiche Ergebnis: Mit Östrogen vermehrten sich die Zellen und ohne Östrogen nicht. Doch plötzlich vermehrten sich die Zellen in beiden Gruppen, was nur auf eine Kontamination zurückzuführen war. Diese beruhte auf dem östrogenwirksamen Nonylphenol (kannste ja mal googeln). Nonylphenol (und auch Bisphenol A) sind beide hormonaktive Substanzen, die in Kunststoffen eingesetzt werden. Bisphenol A ist jedoch sehr häufig in Lebensmittelverpackungen zu finden. Babyfläschen sind jetzt Gott sei Dank meist ohne Bisphenol A (wenigstens ein kleiner Fortschritt). Bisphenol A ist ein endokriner Distruptor und wirkt schon in extrem niedrigen Dosen -> es kann an den Östrogenrezeptor binden, was den natürlichen Hormonstoffwechsel stört. Die Auswirkungen beobachten wir bereits: Infertilität (bei Menschen, Krokodilen, Möwen, Laborratten und Laboraffen sowie zahlreichen anderen Tierarten) Soviel zu: Das könnte schlimm sein...und ja, gerade dieser ständige Kontakt ist ja so beunruhigend! Und soviel zu Verschwörungstheorie, das sagen die Leute, die keine Gegenargumente haben! (Kein Angriff gegen dich persönlich!!!)
03.07.2011, 10:14
Hi!
http://www.sciencebasedmedicine.org/inde...s-fiction/ -> http://www.efsa.europa.eu/EFSA/Scientifi..._en1,2.pdf -> Zitat:In summary, the Panel concludes, on the basis of all the evidence currently available from the .. ![]() Rest seh ich mir später an.
Im Bezug auf "Verschwörungstheorie" hatte ich, wie Flo postete, den EFSA position stand im Gedanken.
Hier FAQs der EFSA über Aspartam, Flo's link funktioniert nicht (mehr). http://www.efsa.europa.eu/de/faqs/faqaspartame.htm Nur weil etwas publiziert wird, muss es ja nicht stimmen. Papers sind ja auch Unternehmen und wollen überleben. Wenn es 1000 Studien gibt, die die Sicherheit bestätigen und eine, die es nicht tut, dann druckt man die eine ab weil sie die Verkaufszahlen erhöht und es kommt zum Publikations-BIAS (war z.B. der Fall bei Geschmacksverstärkern und einigen Papern). Hat man revolutionäre Ergebnisse steigert es auch die Chancen, dass mein Artikel publiziert wird. Da richtet man es sich vielleicht. Und wie du selbst anmerktest: Wissenschaftler sind auch käuflich und keine white-knights. Ad BPA: BPA, Flammstoffe und Kunststoffweichmacher stehen unter Verdacht unspezifische Symptome auszulösen und finden sich tatsächlich im Blut des Menschen. Das Umweltbundesamt hatte im Mai einen Workshop, wo sie ihre Ergebnisse präsentiert haben zu einer umfangreichen Studie in Österreich. http://www.umweltbundesamt.at/fileadmin/...EP0324.pdf Man meint, dass die Dosen allerdings relativ gering seien (was an einer schnellen Verstoffwechslung von BPA liegen könnte oder daran, dass das Human Biomonitoring eben nicht alle Metabolite erfassen kann --> Kostenfrage in der Analytik). Bedenken sollte man nur bei Billig-Produkten aus China haben (50% der Waren, die zurückgezogen werden müssen stammen aus China. In kleinen Shops ("beim Tandler") gibts garkeine Kontrolle. Also im anatolischen Kleidershop, im 1€ Laden und beim Kik würd' ich mir keine Kleidung und Babyspielzeug kaufen). Um von der Theorie wegzugehen: Was soll man machen? Man kann sich keine Tastatur aus unbehandeltem Holz kaufen, in die Ubahn nimmt man sich auch keinen Holz-Campingstuhl mit und anhalten darf man sich auch nirgends. Trinken darf man nur aus Glas und Kondom darf man sich auch keins aufziehen. Das Handy greift man am besten nur mit einer Zange an. Die Gesellschaft macht da ein großes Drama daraus, weil es nichts relevantes gibt wovor man Angst haben muss in unserer Gesellschaft. Niemand weiß für wieviele Krebs- und Fehlgeburten Flammstoffe, Kunststoffweichmacher und BPA tatsächlich verantwortlich sind. Ich frage mich: Ist das wirklich relevant? Das eine Geburtendrama in 10.000 oder der Krebstod mit 75 statt 78 durch Herzinfarkt? Für den einzelnen definitiv ja. Ich halte uns alle jedoch für viel zu narzistisch und wir nehmen uns alle viel zu wichtig. Wieviel Forschung wird betrieben um klarzustellen ob diese Fehlgeburt auf 10k von s.o. kommt und wieviele Leute sterben taglich im Rest der Welt? Was ist das im Vergleich zu Schwarzafrika, wo 18 Jährige mit Benzin übergossen werden und angezündet, nur weil sie nen Sack Kartoffeln stehlen wollten? (Ein Leben für ein paar cent...). Was ist das im Vergleich zu all den Morden und Leid die die Religionen zu verantworten haben? Aber was uns nicht direkt betrifft, ist ja nicht so wichtig. Vielleicht zu Weihnachten, wo man ein paar Euro spendet um sich dann als Wohltäter fühlen zu können. Ansonsten endet unser Interessensfokus mit der obersten Hautschicht. (Generell gesprochen, nicht auf dich bezogen)
@ Flo:
Über das Zulassungsverfahren von Aspartam und die zahlreichen Studien, die vor der Zulassung gemacht wurden, wird in dem von mir geposteten Film viel erzählt. Hast ihn dir glaube ich nicht angesehen. Aber deine Sache. Die EFSA erwähnt in ihrem Statement jedenfalls nicht, dass diese Studien zum größten Teil (wenn nicht alle) von der Industrie finanziert wurden. Und dass einige hohe Tiere kurz vor der Zulassung von Aspartam, von der FDA zu Nutra Sweet gewechselt sind, etc. Und zur Kritik der EFSA an der Ramazzini-Studie: Die Ratten hätten die Tumore aufgrund der Atemwegserkrankungen entwickelt. Die Kontrollgruppe hatte auch Atemwegserkrankungen, jedoch keine Tumore entwickelt. Jedenfalls habe ich das so verstanden. Dann könnte man daraus zumindest schließen, dass Aspartam bei Menschen mit Atemwegserkrankungen tumorfördernd ist. Oder habe ich da was falsch verstanden? Kann die Kritik der EFSA nicht ganz nachvollziehen. Den 2. Kritikpunkt der EFSA finde ich auch etwas bedenklich, zumal viele Menschen auch eine Calciuminbalance haben. Zumindest würde ich das nicht so als harmlos für Menschen abtun. Der 3. Kritikpunkt ist klar und eigentlich auch gar kein Kritikpunkt. Eher ein Armutszeugnis. Ich verstehe nicht, warum da nicht mehr unabhängige Studien durchgeführt werden. Diesmal mit hoffentlich gesunden Ratten. Obwohl mir die Ratten ja leid tun. So jedenfalls bin ich keinesfalls von der Sicherheit des Aspartam überzeugt - im Gegenteil. Und ich bin erschrocken über die FDA und die EFSA. Hätte mir bei sowas weitaus mehr Vorsichtigkeit erwartet. Zur Pro-Aspartam Studie des US National Cancer Institute, die in der EFSA-Stellungnahme angeführt wird, mus man sich mal mit den Interessenkonflikten der Wissenschaftler und Vorsitzenden dieser Organisation beschäftigen. Siehe auch hier: http://info.kopp-verlag.de/hintergruende...kanis.html Ich kann natürlich nichts beweisen und kenne auch die Wahrheit nicht. Aber Geld ist Macht. So läufts nun mal. Deswegen vertraue ich dieser, Studie nicht unbedingt. Warum verlässt die EFSA sich auf so eine Studie? Warum lassen sie nicht ihre eigene Studie dazu durchführen? Warum müssen wir immer alles von den Amis übernehmen. ohne es zu überprüfen? Aufgrund der Unsicherheit, die meiner Meinung nach bis jetzt herrscht, würde ich von Aspartam abraten. @ Ricewind Natürlich gibt es Schlimmeres. Da hast du Recht. Und das sollte sich auch jeder Einzelne immer wieder bewusst machen und etwas dagegen tun. Wenigstens ein bißchen. Wenn es aber wirklich so sein sollte, dass etwas eindeutig krebserregend ist und diese Sache verdeckt wird, finde ich es ein großes Verbrechen an der Menschheit seitens den Verantwortlichen der Industrie. Und sowas soll ja vorkommen (z.B. Tabakindustrie früher, etc.).... Und dann ist es für mich ein Problem von großem Ausmaß. Und Krebs ist kein kleines Problem. Es erkranken auch viele junge Leute daran. Das sollte man schon ernst nehmen. Es gibt Gegenden in dieser Welt, wo Krebs komplett unbekannt ist. Aber in unserer Welt ist die Prävalenz stark steigend, ebenso die Unfruchtbarkeit, Autoimmunerkrankungen, Allergien, etc. Und es muss schon ein paar Ursachen für den Anstieg dieser wie ich finde schlimmen Erkrankungen geben bzw. mehrere Ursachen. Also das ist schon ein wichtiges Thema - neben vielen anderen wichtigen Themen. Außerdem sind wir Industrienationen zum größten Teil am Elend der restlichen Welt schuld. Wir werden bei dem Aspartam auf keinen Nenner kommen. Vielleicht gibt es ja bald neue Erkenntnisse. Und zum Plastik: Die U-Bahn Sitze sind wohl das geringere Übel, es geht v.a. um die orale Aufnahme. Und wir werden ja sehen wo das Ganze noch enden wird (->Infertilität+?+?+?+?. etc.)! LG
04.07.2011, 12:46
Ja da gebe ich dir recht.
Sieh allerdings auch diese Überlegung: Wem soll man Vertrauen schenken, wenn nicht FDA und EFSA? arte ist ein brauchbarer Fernsehsender. Vergleicht man ihn mit abgrundtiefem Schund namens RTL2, ATV und Co., merkt man schon einen qualitativen Unterschied. Man darf aber nicht vergessen: arte ist auf Einschaltquoten angewiesen. Eine Reportage, welche Aspartam preist würde vom (verunsicherten) Zuschauer möglicherweise als bezahlte Werbung wahrgenommen werden. Und eine Negativ-Reportage ist sowieso immer quotenwirksamer. Wie ging das - only bad news are good news? Im Vergleich zu EFSA/FDA sitzen bei arte wohl Journalisten, Theaterwissenschaftler und Medien-wasauchimmer. Die können bei der Selektion der Reportage eben nicht so wissens-objektiv handeln wie EFSA. Bei EFSA arbeiten ja ne Menge Dr. der Chemie, Pharmazie und Medizin mit 40 Jahren an Erfahrung, welche wahrscheinlich besser beurteilen können als die Erstgenannten. Ich glaube der Conflict of Interest (nämlich das Geld) ist bei arte größer als bei der EFSA. Auch wenn es keine Garantie gibt, dass jenige ausschließlich aus Idealismus und Objektivismus handeln. |
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