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Irgendein ein Bachelor, irgendein Master?
#1
Hi Leuts!

Ich wollte mal fragen, wie das jetzt eigentlich mit den Masterstudien ist. Also ich höre immer wieder, dass man nur irgendeinen Bachelor haben muss, um seinen Master zu machen, egal welches Fach. Aber geht das denn, dass ich jetzt angenommen meinen Bachelor in Meteorologie mache und meinen Master dann in Ernährungswissenschaften? Das sind ja völlig verschiedene Studien. Oder muss da eine Ähnlichkeit zwischen den Fächern sein. Das heißt könnte ich den Master in MiBio machen, wenn ich nen Bachelor in EW habe?

LG
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#2
Nein, das kann ich mir nicht vorstellen, dass man irgendeinen Bachelor haben kann, um das Masterstudium EW zu machen. Als Bak. rer. net möglicherweise schon, aber sicher, das man als Bakk. phil. schon so einige Probleme haben dürfte, den Master EW zu machen.
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#3
Ich hatte schon einen Bachelor (aber von einer FH) und durfte in einer ähnlichen Studienrichtung an der Uni Wien nicht den Master weiterstudieren. Am besten du fragst bie den speziellen Studienrichtungen nach und lässt es dir schriftlich bestätigen dass du dort den Master mit einem bestimmten Bachelor machen darfst.

Die versprochene "Flexibilität" mit dem Bachelor-Master-System ist halt leider kaum gegeben.
Von FH zu Uni überhaupt nicht, von Uni zu Uni eventuell.
Im Grunde ist es jetzt nur so dass ein Studium halt in 2 große Abschnitte aufgeteilt ist.
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#4
Slartibartfast schrieb:Die versprochene "Flexibilität" mit dem Bachelor-Master-System ist halt leider kaum gegeben.
Von FH zu Uni überhaupt nicht, von Uni zu Uni eventuell.
Im Grunde ist es jetzt nur so dass ein Studium halt in 2 große Abschnitte aufgeteilt ist.
Das ist in der Tat so, vor allem FH zur Uni.
Andererseits glaube ich, dass es wichtig ist, dass man nicht mit jedem x-beliebigen Bachelor, jeden Masterstudium oder mit jedem Master den PhD/Doktorrat machen kann. Grad, weil der/das Master/Dr. auf das Studium "davor" sozusagen aufbaut.
Gleichzeitig muß man leider auch anmerken, dass viele Studien/Lehrgänge, die vorher auf Akademien (DDA & EMB, Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie usw.) gelehrt wurden, jetzt FH-Studien sind. Inhaltlich hat sich nicht viel getan, es ist nun eben ein Studium geworden. Die Sinnhaftigkeit dieser Regelung erschließt sich mir nicht ganz; das Dogma der Notwendigkeit einer höheren Akademikerquote in AT dürfte hier eine wesentliche Rolle gespielt zu haben.
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#5
ich glaub da gehts nicht so wirklich so um die flexibilität sondern eher um das, dass überall dann die gleichen titeln gibt...zb eine arbeitskollegin von mir hat vor einigen jahre in holland den bakk (das hats damals dort schon gegeben, bei uns aber nicht) in ew abgeschlossen, der is hier aber nicht anerkannt worden, weil das einfach nicht gegeben hat. sie hätte auch ein studium komplett von vorne beginnen müssen...das kann einem halt jetzt nicht mehr passieren...

aber ich glaub wenn man in einem themengebiet bleibt kann man schon einen anderen master machen...es kann halt nur sein dass man ein paar prüfungen vom bakk nachmachen muss, wenn man sowas nicht schon selber im bakk gehabt hat, aber voraussetzung für etwas ist...
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#6
Also von FH zu Uni kann man Schwierigkeiten haben? Also wenn ich z.B. an der FH Biomedizinische Analytik mache, dann könnte ich den Master z.B. nicht in MikroBio machen, obwohls eig ähnlich ist?

@Slartitbarfast- was hast du denn studiert an der FH?
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#7
Matthias schrieb:Das ist in der Tat so, vor allem FH zur Uni.
Andererseits glaube ich, dass es wichtig ist, dass man nicht mit jedem x-beliebigen Bachelor, jeden Masterstudium oder mit jedem Master den PhD/Doktorrat machen kann. Grad, weil der/das Master/Dr. auf das Studium "davor" sozusagen aufbaut.
Gleichzeitig muß man leider auch anmerken, dass viele Studien/Lehrgänge, die vorher auf Akademien (DDA & EMB, Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie usw.) gelehrt wurden, jetzt FH-Studien sind. Inhaltlich hat sich nicht viel getan, es ist nun eben ein Studium geworden. Die Sinnhaftigkeit dieser Regelung erschließt sich mir nicht ganz; das Dogma der Notwendigkeit einer höheren Akademikerquote in AT dürfte hier eine wesentliche Rolle gespielt zu haben.

@matthias: ich verstehe nicht ganz, warum es deiner meinung nach sinnlos ist, dass ehemalige "diplomierte" aus den akademien jetzt mit bachelor abschließen. sind sie es deiner meinung nach nicht würdig? ich studiere physiotherapie im letzten jahr akademie-betrieb und zu deiner info:

bei der umstellung auf FH hat sich SEHR SEHR VIEL getan (viel weniger contact hours, weniger praktikumsstunden, aufbau mehr ins wissenschaftliche,... usw.)
ich bin genauso STUDIERENDE wie FHler und wie ich es hier auf der uni wien auch bin.
nach einem jahr physio-studium hatte ich (das gilt jetzt nur für mich persönlich, bitte nicht falsch verstehen) weit mehr drauf als nach 3 jahren EW

und ja, ich finde es eine frechheit, dass sie das system zwar vereinheitlichen, aber im grunde trotzdem wieder diese trennung uni - FH aufrechterhalten. wozu dann das ganze?
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#8
drea schrieb:@matthias: ich verstehe nicht ganz, warum es deiner meinung nach sinnlos ist, dass ehemalige "diplomierte" aus den akademien jetzt mit bachelor abschließen. sind sie es deiner meinung nach nicht würdig? ich studiere physiotherapie im letzten jahr akademie-betrieb und zu deiner info:

bei der umstellung auf FH hat sich SEHR SEHR VIEL getan (viel weniger contact hours, weniger praktikumsstunden, aufbau mehr ins wissenschaftliche,... usw.)
ich bin genauso STUDIERENDE wie FHler und wie ich es hier auf der uni wien auch bin.
nach einem jahr physio-studium hatte ich (das gilt jetzt nur für mich persönlich, bitte nicht falsch verstehen) weit mehr drauf als nach 3 jahren EW

und ja, ich finde es eine frechheit, dass sie das system zwar vereinheitlichen, aber im grunde trotzdem wieder diese trennung uni - FH aufrechterhalten. wozu dann das ganze?
Was bringt's? Geht's dir da vermutlich um den Titel per se um sonst nichts. Denn, inhaltlich hat sich an den Ausbildungen seit der Umstellung Akademie zur FH kaum was getan (zumindest an den Akademien in Graz), wie ich von einigen Leuten, die z.T. auch Lehrbeauftragte sind, erfahren konnte. Und sonst würdest auch nicht so erbost reagieren, denn spiegelt ein Bakk./Master/PhD wirklich die Qualität der Ausbildung wider? Oder das Know how, grade in so praktisch orientierten Studiengängen? Da drängt sich gewissenmaßen gleich die Frage auf, ob denn die Ausbildung bisher so schlecht war, dass ich sie - die Qualtät - nur durch einen international anerkannten Titel (Bakk.) verbessere?
Nun, an der Uni wird in der Regel die Materie wissenschaftlicher gebracht, als an einer FH. Diese Vorbildung fehlt den FH-Studenten z.T. (je nach Studiengang) und wird aber im Master oder dann PhD umso mehr gebraucht. No na, grad der Dr./PhD ist eine rein wissenschaftliche Fortbildung, die zur selbstständigen wissenschaftlichen Forschung betragen soll.

Ausserdem, wenn ich zu einem Physiotherapeuten gehe und meine Beschwerden gelindert haben will, dann soll dieser natürlich praktisch bestens drauf sein, ob er eine wissenschaftliche Arbeit dabei verfassen kann, ist mir - und wohl der Mehrzahl der Patienten auch - völlig irrelevant. Daher ist eine stark praxisorientierte Ausbildung ja sogar sehr wünschenswert und wenn diese, wie du selbst schreibst, im Moment zu ungunsten der Wissenschaftlichkeit im Rahmen des Bakk. gekürzt wurde, dann sollte man doch ernsthaft hinterfragen wozu? Selbiges bei der Ausbildung zur Hebamme - eine Hebamme, die die Geburtenhilfe praktisch besser kann, als theoretisch, ist wohl jeder Frau lieber, oder etwa nicht?

Unterschwellig habe ich das Gefühl, dass hier das "Regierungsdogma": wir brauchen mehr Akademiker, weil lt. OECD ist AUT im untersten Feld, was die Akademikerquote anbelangt, sich befindet; schlichtweg auf Biegen und Brechen umgelegt wird. Sicherlich beklagen sich gerade in EW viele Studierende, dass das Studium zu theorielastig sei. Der Einwand ist gewiß nicht ganz vom Tisch zu wischen, nur sollte man sich vorher schon im Klaren sein, in welche Richtung man tätig sein möchte, vor allem wen das Studium die unmittelbare Voraussetzung dafür bildet.
FH und Unis stehen ja schon seit längerem im Streit, wer die besseren Absolventen hervorbringen. Rauskommen tut ein Zick-Zack-Kurs beider Institutionen. Die FH packt mehr Wissenschaftlichkeit in curriculum, die Uni mehr Praxis in das ihre, weil die Kritik immer kommt, Uni ist zu viel Theorie. Ob das wirklich so gut ist, sei dahingestellt. Mittlerweile wird das zumindest in neueren Master-Curricula bereits wieder etwas zurückgenommen. Vor allem, weil beide Institutionen auch, FH noch mehr als Unis, die seit dem UG 02 wirtschaflich mehr oder minder selbstständig sind, um Studierende werben. Und grad die FHs sind da sehr erfinderisch, was die Benennung von LVs anbelangt. Je angelsächischer, desto besser muß wohl das Motto lauten, wenn ich auf den FH-Studenplan schaue. Und was gut klingt, muß auch gut sein. Nur wird bekanntlich nie so heiß gegessen, wie gekocht und ich habe schon mehrmals erfahren dürfen, was dahinter steckt (Inhalt, Lernaufwand bzw. Anforderungen) - und das ist bei weitem nicht so berauschend, wie es der LV-Titel verheißt.
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#9
Dunno schrieb:Also von FH zu Uni kann man Schwierigkeiten haben? Also wenn ich z.B. an der FH Biomedizinische Analytik mache, dann könnte ich den Master z.B. nicht in MikroBio machen, obwohls eig ähnlich ist?

@Slartitbarfast- was hast du denn studiert an der FH?

nein, einfach so ohne weiteres kannst du dann sicher nicht in den Master MikroBio einsteigen. Der Master baut immerhin auf dem Bakk-Biologie auf und im Bakk gibt es bereits einige wirklich wichtige und große Genetik/Mikrobiologie-Prüfungen! die und die Grundlagen-Fächer aus dem Studium Biologie müsstest du auf jeden Fall vorweisen können! Auch wenn dir die Uni gestatten würde, dass du mit dem Master gleich anfangen kannst, wird dir das nicht viel bringen, weil ohne die LVs aus dem Bakk bist im Master mit Sicherheit überfordert!
Und von einer Freundin, die die Akademie für Biomed. Analytik absolviert hat, weiß ich, dass kaum etwas von der FH für Biologie angerechnet wird! Da musst wirklich betteln und kämpfen um jede Stunde - weil is halt keine Uni! ärgerlich, aber die Realität schaut leider anders aus, als den Studenten oft versprochen wird...
Pinguine sind Vögel, die nur fliegen, wenn man sie schmeißt...
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#10
@ matthias: du hast sicherlich in einigen dingen recht. aber welcher bereich kann heutzutage auf forschung verzichten? keiner! auch bei den hebammen gibt es immer wieder neue erkenntnisse die durch forschung und wissenschaftliches arbeiten nicht möglich wären. und wieso soll es hier schaden, den studenten gleich ein bisschen wissenschaftlichen background zu schaffen? dass die umsetzung hier weder bei den unis noch bei den fhs immer passt, das ist sowieso klar, weil anfangs bestimmt auch schwierig. (und in österreich völlig normal)

das mit dem titel ist mir im prinzip egal, ich denke die zeit der "großen titel" ist in österreich (aufgrund der umstellung) bald vorbei. finde es wie gesagt nur sehr seltsam, wenn ein master wechsel uni-fh und umgekehrt einfach vom prinzip her nicht möglich ist.
wenn man nicht alle vorkenntnisse besitzt muss man sie sich halt selbstständig aneignen (oder die bestimmten vorlesungen nachholen), ist doch jeder für seine ausbildung selbst verantwortlich. wäre das denn keine möglichkeit?
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