30.09.2008, 20:10
Das Problem ist, viele Linke und Linksorientierte beim Thema Integration zu übervorsichtig, passiv und oft auch schon übermäßig tolerant vorgehen. Ich finde die Aussagen von Faymann teilweise begrüßenswert. Natürlich gibt es bei der Integration von Zuwanderern auch Probleme (siehe obige Beiträge) aber man darf das Thema nicht den Rechten überlassen, die mit billigen Ressentiments Stimmen gewinnen wollen. Man muss die Frage stellen: Was muss ein Staat von seinen Zuwanderern verlangen? (Erlernen der Sprache, Akzeptanz der Gleichberechtigung von Mann und Frau, Akzeptanz von Laizismus etc.). Eine vernünftige Zuwandererpolitik gewährt dann weiterführend natürlich auch gewisse Rechte (z. B. Bau von Moscheen) und begibt sich nicht auf Kindergartenniveau herab indem sie lächerliche Vergleiche zieht, wie z. B: "Was wäre, wenn wir in der Türkei Kirchen bauen würden". Ich schätze unsere Gesellschaft doch als so aufgeklärt ein, dass sie solche Vergleiche nicht akzeptiert. Wir sollten stolz auf die Errungenschaften unseres Kulturkreises sein (Renaissance, Humanismus, Aufklärung) und nicht abschätzig auf jene blicken, deren Art zu leben uns so fremd erscheint und den Pluralismus leben, der dann, wie gesagt, auch seine Regeln braucht.
Don't panic!

