liberta schrieb:Warum ich keine ahnung von naturwissenschaft hab mußt du mir begründen.
Müssen tu ich das eigentlich nicht (genauso wenig, wie immer alles "bewiesen" werden muss)..
Es ist eine unbestreitbare Tatsache, dass Naturwissenschaften nunmal Modellcharakter haben. Das ist ganz einfach am Beispiel "Atom" ersichtlich. Kein Mensch und wahrscheinlich kein Lebewesen überhaupt auf der Welt hat jemals ein einzelnes Atom gesehen, gehört, geschmeckt, gerochen, gefühlt oder sonst irgendwie mit einem Sinn wahrgenommen und den Reiz zu einem dem jeweiligen Reizverarbeitungssystem zugehörigen Abbild vearbeitet. Trotzdem sind Menschen im Laufe der Geschichte draufgekommen, dass es wohl sowas wie kleinste Teilchen gibt. In der Antike waren diese nur eine Annahme, im Laufe der Neuzeit dagegen haben sich durch Experimente die Hinweise verdichtet, dass die Welt tatsächlich aus kleinsten Teilchen besteht. Im Endeffekt hat man dann ein Modell von Atomen bzw. Elementen entwickelt, dass im Laufe der Zeit verbessert, verfeinert und erweitert worden ist. Und genau da liegt der Hund begraben. Es ist naturwissenschaftlich gerechtfertigt, wenn man annimmt, dass es Atome tatsächlich gibt, allerdings ist "das kleinste Teilchen" einfach eine Theorie, die durch ein Modell veranschaulicht wird.
Und genauso funktionieren die Naturwissenschaften im Prinzip. Man erstellt Theorien und versucht, diese durch Experimente zu untermauern oder zu widerlegen. Die Gesamtheit aller Theorien (sowohl die, auf denen die heutige Forschung aufbaut, als auch die, die vlt. in Zukunft mal als falsch betrachtet werden) machen das Abbild der Welt aus, die die Naturwissenschaften erforschen wollen. Und nachdem gerade die modernen Naturwissenschaften recht deutlich von Methoden dominiert werden, die die menschliche Sinneswahrnehmung ziemlich ausschließen, muss die logische Konsequenz eben sein, dass nicht "die Welt", sondern ein "Bild von der Welt" wahrgenommen wird. Und weil, wie schon erwähnt, ein solches Bild auf Modellen und Theorien basiert ist es logischerweise nicht möglich, den Begriff Theorie aus dem Kontext der Naturwissenschaften auszugliedern und sich allein auf "Fakten" (was ich btw in diesem Zusammenhang für einen recht undeutlichen Begriff halte) zu stützen.
Zugegeben, eine sehr vereinfachte Erklärung, aber es sollte damit deutlich werden, warum man als Naturwissenschaftler Aussagen, die dem Begriff der Theorie Sujektivität und "Wertlosigkeit" unterstellt, einfach nicht treffen kann.
Anmerkung noch zum eigentlichen Thema: es gibt noch jede Menge Angelegenheiten (zu denen auch das Lernen bzw. Einfluss von Nahrunsgmitteln aufs Lernen gehört), die nicht naturwissenschaftlich erfasst sind, bei denen sich aber eigene und fremde Erfahrungswerte durchaus schon bewährt haben. Das im Namen der Naturwissenschaften auszublenden ist absolut kontraproduktiv und nicht gerechtfertigt.
(\_/)
( -.-)
(OO)
This is Bunny. Copy Bunny into your signature to help him on his way to world domination!
( -.-)
(OO)
This is Bunny. Copy Bunny into your signature to help him on his way to world domination!

