23.12.2008, 07:25
Ad Frechheit:
Das habe ich mich immer schon gefragt, woher man weiß, wann etwas eine Frechheit zu haben hat. Eine Frechheit, wie beispielsweise die sagenhafte Dreistigkeit, das Foto des Grinch noch dazu so kurz vor Weihnachten in ein Forum der Ernährungskundigen zu stellen. Zu diesem christlichen Fest also. An dem vieles nicht erlaubt ist, Streit, Hektik, Ungläubigkeit und anderer mehr. Und dann das. Quasi Gotteslästerung schon. EW-Lästerung.
Zurück zur Frechheit. Indem man etwas zur Frechheit ernennt, jeder selber, wird es zu ihr. Oder auch wenn es von jemand anderen ernannt wird. Das Ernannt-werden animiert andere, dies es gleich zu tun. Wann aber ist zu ernennen? Ein für mich großes Mysterium immer schon gewesen. Stellt euch eine Riesenfrechheit vor und keiner merkte auch nur irgendwas! Frech ist, von dem gesagt wird, dass es frech ist. Frechheit in die Welt! Stellt euch vor: es ist eine Frechheit. Und keiner geht hin.
Manche wittern Frechheiten zuverlässig allenortes jederzeit. Aber wie nur?? Man muss schon Talent haben und noch mehr Übung! Von allein geht da gar nichts. Wenn nun einer dasitzt wie ich, talentfrei und für immer verborgen sind vor ihm die Frechheiten, abgeschnitten, keinen Zugang, kein Auge, keinen Sinn, dies auch nur ansatzweise zu erkennen zu können? Auf jeden Fall muss etwas vorher sein, es kann nicht heissen: „Am Anfang war die Frechheit.“ Der vorausgehen muss auf jeden Fall eine Erwartungshaltung, ein Rezeptor dafür, der diesen auffängt und die Reaktion veranlässt, triggert. Rezeptor auf Empfangsstation! Raus die Antennen und munter orten! Die dessen nicht so bewandert sind, sind in ihrem Erkennen auf die Könner- und KennerInnen angewiesen („Was? Achso, ja! Ja, wirklich, Du hast recht, es ist eine Frechheit!“), auf dass diese es ihnen auch sagen, denn sie selber sind nicht sehr gut darin, einen Anflug plötzlich aufkeimenden trotzigen Unmutes in ihnen zuverlässig zu erkennen und sich mit Wonne ganz davon vereinnehmen zu lassen. Ganz eins werden mit ihm. Ihn ganz auf sich wirken zu lassen, noch besser es zu werden, ganz den Moment zu leben. Frechheit als Zen-Philosophie quasi
Have fun!
Das habe ich mich immer schon gefragt, woher man weiß, wann etwas eine Frechheit zu haben hat. Eine Frechheit, wie beispielsweise die sagenhafte Dreistigkeit, das Foto des Grinch noch dazu so kurz vor Weihnachten in ein Forum der Ernährungskundigen zu stellen. Zu diesem christlichen Fest also. An dem vieles nicht erlaubt ist, Streit, Hektik, Ungläubigkeit und anderer mehr. Und dann das. Quasi Gotteslästerung schon. EW-Lästerung.
Zurück zur Frechheit. Indem man etwas zur Frechheit ernennt, jeder selber, wird es zu ihr. Oder auch wenn es von jemand anderen ernannt wird. Das Ernannt-werden animiert andere, dies es gleich zu tun. Wann aber ist zu ernennen? Ein für mich großes Mysterium immer schon gewesen. Stellt euch eine Riesenfrechheit vor und keiner merkte auch nur irgendwas! Frech ist, von dem gesagt wird, dass es frech ist. Frechheit in die Welt! Stellt euch vor: es ist eine Frechheit. Und keiner geht hin.
Manche wittern Frechheiten zuverlässig allenortes jederzeit. Aber wie nur?? Man muss schon Talent haben und noch mehr Übung! Von allein geht da gar nichts. Wenn nun einer dasitzt wie ich, talentfrei und für immer verborgen sind vor ihm die Frechheiten, abgeschnitten, keinen Zugang, kein Auge, keinen Sinn, dies auch nur ansatzweise zu erkennen zu können? Auf jeden Fall muss etwas vorher sein, es kann nicht heissen: „Am Anfang war die Frechheit.“ Der vorausgehen muss auf jeden Fall eine Erwartungshaltung, ein Rezeptor dafür, der diesen auffängt und die Reaktion veranlässt, triggert. Rezeptor auf Empfangsstation! Raus die Antennen und munter orten! Die dessen nicht so bewandert sind, sind in ihrem Erkennen auf die Könner- und KennerInnen angewiesen („Was? Achso, ja! Ja, wirklich, Du hast recht, es ist eine Frechheit!“), auf dass diese es ihnen auch sagen, denn sie selber sind nicht sehr gut darin, einen Anflug plötzlich aufkeimenden trotzigen Unmutes in ihnen zuverlässig zu erkennen und sich mit Wonne ganz davon vereinnehmen zu lassen. Ganz eins werden mit ihm. Ihn ganz auf sich wirken zu lassen, noch besser es zu werden, ganz den Moment zu leben. Frechheit als Zen-Philosophie quasi

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