30.03.2009, 00:05
hallo ninadesiree,
leider kann ich dir zu deiner ursprünglichen frage zu der studienbeihilfe keine antwort geben. aber wie das geregelt wird, ist vielleicht beim studienpoint erklärt?
aber ich hoffe, dir andere inputs geben zu können:
meiner meinung nach sind antidepressiva nur eine recht kurzfristige lösung und daher sollte man von anfang an eine psychotherapeutische behandlung in betracht ziehen. weil solche medikamente die probleme nur unterdrücken, aber nicht lösen, probleme kann nur eine gesprächstherapie bewältigen, und je früher du damit anfängst, umso besser.
ich war vor etwa einem jahr in einer ähnlichen situation und habe mich deswegen sehr geschämt. ich habe deshalb den studentendienst aufgesucht, weil ich von jemandem, den ich nicht dafür bezahle, mal hören wollte, ob ich wirklich probleme habe oder eh "alles normal" ist. der therapeut dort hat mir nach 2 sitzungen (a 30 min.) eine schwere depression diagnostiziert und wollte mir antidepressiva verschreiben, was ich aber sofort abgelehnt habe. er hat mich an eine therapeutin weiterverwiesen (was auch im normalfall die vorgehensweise des studentendienstes ist, also die weiterempfehlung, keine therapie dort), der ich auch sofort gesagt habe, dass ich keine medikamente nehmen möchte, was sie auch nicht für nötig gehalten hat.
ich möchte nun nicht mit details langweilen, nur soviel:
ich habe recht schnell meine probleme ohne jegliche behandlung in den griff bekommen. ich habe die therapie nach schon 6 monaten beenden können (gehe jetzt aber wieder hin, um mich beim schreiben der diplomarbeit unterstützen zu lassen).
ganz wichtig: du brauchst dich für nichts schämen!!! nahezu jeder zweite hat schon mal eine therapie gemacht, laut meiner therapeutin sind depressionen DIE volkskrankheit. nur ist es immer noch ein gewisses tabuthema, und daher leiden viele menschen viel mehr, als es nötig wäre.
ich kann dir jetzt natürlich nicht raten, wem du von deiner medikamenteneinnahme und ev. therapie erzählen sollst. ich kann dir nur berichten, wie ich es gemacht habe (allerdings bin ich ein sehr offener, extrovertierter mensch, aber auch hier machen psychische probleme nicht halt ;-)):
meine geschwister haben mir zur therapie geraten, also wussten sie es natürlich. es meinen eltern zu sagen, war schwer, und wir haben nie ausführlich darüber geredet, aber nachdem ich es ihnen gesagt hatte, wurde mir eine zusätzliche last von den schultern genommen (weil ich mich nicht mehr verstellen musste).
von meinen freunden habe ich 100% positive rückmeldung darauf bekommen, von vielen auch sogar bewunderung, dass ich mich meinen problemen so direkt stelle!
was auch ein wichtiger punkt ist: egal, wie schlimm oder weniger schlimm es ist, aber deine seele ist halt (bissl?) krank. und wenn man eine physische erkrankung hat (und sei es nur ein grippaler infekt), wirst du umsorgt und gepflegt. ein psychisches leiden ist oftmals schlimmer, aber wie sollen die leute darauf rücksicht nehmen, wenn sie nichts davon wissen? und du wirst merken, du bekommst bestimmt mehr unterstützung, wenn du dich deinen freunden/familie mitteilst.
ich hoffe, ich konnte dir mit meinen erfahrungen etwas weiterhelfen.
ich wünsche dir jedenfalls alles gute!!!
leider kann ich dir zu deiner ursprünglichen frage zu der studienbeihilfe keine antwort geben. aber wie das geregelt wird, ist vielleicht beim studienpoint erklärt?
aber ich hoffe, dir andere inputs geben zu können:
meiner meinung nach sind antidepressiva nur eine recht kurzfristige lösung und daher sollte man von anfang an eine psychotherapeutische behandlung in betracht ziehen. weil solche medikamente die probleme nur unterdrücken, aber nicht lösen, probleme kann nur eine gesprächstherapie bewältigen, und je früher du damit anfängst, umso besser.
ich war vor etwa einem jahr in einer ähnlichen situation und habe mich deswegen sehr geschämt. ich habe deshalb den studentendienst aufgesucht, weil ich von jemandem, den ich nicht dafür bezahle, mal hören wollte, ob ich wirklich probleme habe oder eh "alles normal" ist. der therapeut dort hat mir nach 2 sitzungen (a 30 min.) eine schwere depression diagnostiziert und wollte mir antidepressiva verschreiben, was ich aber sofort abgelehnt habe. er hat mich an eine therapeutin weiterverwiesen (was auch im normalfall die vorgehensweise des studentendienstes ist, also die weiterempfehlung, keine therapie dort), der ich auch sofort gesagt habe, dass ich keine medikamente nehmen möchte, was sie auch nicht für nötig gehalten hat.
ich möchte nun nicht mit details langweilen, nur soviel:
ich habe recht schnell meine probleme ohne jegliche behandlung in den griff bekommen. ich habe die therapie nach schon 6 monaten beenden können (gehe jetzt aber wieder hin, um mich beim schreiben der diplomarbeit unterstützen zu lassen).
ganz wichtig: du brauchst dich für nichts schämen!!! nahezu jeder zweite hat schon mal eine therapie gemacht, laut meiner therapeutin sind depressionen DIE volkskrankheit. nur ist es immer noch ein gewisses tabuthema, und daher leiden viele menschen viel mehr, als es nötig wäre.
ich kann dir jetzt natürlich nicht raten, wem du von deiner medikamenteneinnahme und ev. therapie erzählen sollst. ich kann dir nur berichten, wie ich es gemacht habe (allerdings bin ich ein sehr offener, extrovertierter mensch, aber auch hier machen psychische probleme nicht halt ;-)):
meine geschwister haben mir zur therapie geraten, also wussten sie es natürlich. es meinen eltern zu sagen, war schwer, und wir haben nie ausführlich darüber geredet, aber nachdem ich es ihnen gesagt hatte, wurde mir eine zusätzliche last von den schultern genommen (weil ich mich nicht mehr verstellen musste).
von meinen freunden habe ich 100% positive rückmeldung darauf bekommen, von vielen auch sogar bewunderung, dass ich mich meinen problemen so direkt stelle!
was auch ein wichtiger punkt ist: egal, wie schlimm oder weniger schlimm es ist, aber deine seele ist halt (bissl?) krank. und wenn man eine physische erkrankung hat (und sei es nur ein grippaler infekt), wirst du umsorgt und gepflegt. ein psychisches leiden ist oftmals schlimmer, aber wie sollen die leute darauf rücksicht nehmen, wenn sie nichts davon wissen? und du wirst merken, du bekommst bestimmt mehr unterstützung, wenn du dich deinen freunden/familie mitteilst.
ich hoffe, ich konnte dir mit meinen erfahrungen etwas weiterhelfen.
ich wünsche dir jedenfalls alles gute!!!

