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Konzentrationsschwäche bzw. Studienbeihilfe
#10
Ich seh das genau so... Eben weil ich glaube, dass Antidepressiva nur eine kurzfristige Lösung sind, sträube ich mich u.a. so gegen die Einnahme. Ich kann sie schließlich nicht ewig nehmen und würde ständig befürchten müssen, dass mich die Probleme eines Tages wieder einholen!? Andererseits zweifle ich daran was eine Therapie bewirken soll... die Gründe für meine Depression sind mir bekannt... die Liste ist lang, aber ich bin mir jeder Kleinigkeit bewusst, die dazu geführt hat... die Gründe liegen teilweise Jahre zurück und ich geb zu Angst zu haben, all die Sachen wieder aufzuarbeiten!!
Grundsätzlich wünsche ich mir eine Therapie... ich weiß aber, dass sie nur bei einer langfristigen Behandlung etwas bringen würde und das Geld für diese vielen Behandlungsstunden hab ich einfach nicht. Und die Zeit und Kraft, um auf einen Platz auf Krankenschein zu warten, hab ich schon gar nicht!

@ give... Wenn du 6 Monate lang ne Therapie gemacht hast, musst du ja ein halbes Vermögen ausgegeben haben!? Kommt das auf die jeweilige Situation drauf an, wie oft in der Woche man ne Sitzung hat? Hast du etwa nen Platz auf Krankenschein bekommen??

Hab mich über Depressionen schon ausgiebig erkundigt (in erster Linie weil ich eben feststellen wollte, ob ich an einer leide)... da wurde mir bewusst, dass es DIE Volkskrankheit schlechthin ist... aber es kommt mir eben vor wie ein Tabu-Thema... niemand redet drüber!
Zumindest habe ich durch eure Rückmeldungen etwas Wichtiges für mich beschlossen... ich werde meinen Freunden von meinen Problemen, einer möglichen Therapie usw. erzählen. Ich habe es satt jedes Mal lügen zu müssen, wenn ich gefragt werde wie es mir geht... alles nur um mir nichts anmerken zu lassen. Mit negativem Feedback könnte ich in meiner jetzigen Situation glaub ich nicht umgehen... andererseits wären es dann auch keine richtigen Freunde... und das traue ich ihnen nicht zu!!

@ Li5i... Ich hab damals Sertralin genommen... auch ein Serotoninwiederaufnahmehemmer. Im Nachhinein betrachtet, glaube ich, dass ich mir einfach zu viel davon erwartet habe... da ich so todtraurig, demotiviert und irgendwie dahinvegetiert bin, hab ich mir anscheinend vorgestellt, dass ich von einem Tag auf den anderen bzw. von einem Monat auf den anderen wieder ne überglückliche Person bin, die alle Sorgen hinter sich lässt. Ich weiß... (leider) unrealistisch Sad!!

Da ich selbst eben bereits in einer sehr sehr schlechten Verfassung war bzw. teilweise bin, kann ich trotz meiner Abneigung verstehen, was einen dazu treibt auf diese Medikamente zurückzugreifen... und auf sie zu vertrauen. Wenn man selbst nie in solch einer Situation war, in der einem alles hoffnungslos erscheint und man teilweise wirklich nur dahinvegetiert, extreme Angst, Panik, Trauer verspürt, kann man so etwas nicht nachvollziehen.
Ich hoffe auch bald von mir behaupten zu können, stolz auf mich zu sein, weil ich mich geöffnet hab und mir Hilfe gesucht habe und dazu stehe!?
Tja, das kenn ich... mein (Stief)Vater lässt mich auch spüren wie „gestört“ ich bin... und lässt keine Gelegenheit aus um mir zu sagen wie gut es mir doch ginge, an was es mir doch fehle und ich solle mir Menschen vorstellen, denen es wirklich schlecht geht... Hhmmm... nicht wirklich aufbauend Sad!!

Nochmal vielen lieben Dank für die Rückmeldungen. Sie helfen... ihr glaubt gar nicht wie... man fühlt sich zum ersten Mal verstanden!!
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RE: Konzentrationsschwäche bzw. Studienbeihilfe - von ninadesiree - 31.03.2009, 19:33

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