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Diskriminierung von Studierenden in Österreich!
#7
Ein anderer Aspekt der Diskriminierung:

Ein Studium dauert in der Regel mindestens 10 Semester, oder 8 im Rahmen einer FH. Soweit so gut. Als Student einer Universität, mit normalerweise relativ großzügiger freier Zeiteinteilung kann man ja nebenbei arbeiten gehen. Würd ich keinem empfehlen, einfach aus dem Grund weil das Studium dadurch auf der Strecke bleibt, und sich dadurch normalerweise hinauszögert, aber das ist ein anderes Thema, und steht hier jetzt auch nicht zur Diskussion!! Als Student einer FH schauts schon wieder ganz anders aus, da gibt es Anwesenheitspflicht etc.

Jetzt verhält es sich aber so, dass der Österreichische Staat sagt, wennst einmal eine Pension haben willst musst du mindestens 65 Jahre alt sein, und 45 Jahre gearbeitet haben. Und genau da liegt das Problem. Als Student vertust viel Zeit mit studieren, d. h. also im Normalfall bekommst die 45 Jahre nicht zusammen bis du 65 Jahre alt bist.

Jetzt bietet sich einem aber die Möglichkeit Versicherungsjahre "nachzukaufen". Hört sich nett an, ist es aber nicht. Die erste Aussage bezüglich einer Summe die ich gehört habe, belief sich auf 600 €, aber nicht etwa pro Jahr sondern pro MONAT, das heißt man zahlt pro Jahr 7200 € um sich Versicherungsjahre nachzukaufen. Mein Bankberater hat diese Summe (als wir darüber geredet haben) einige Zeit später mit einem lächeln vernommen, und darauf gemeint: "Na da hast eh a billiges Angebot..." - ohne weitere Summen zu nennen.

Die zweite Aussage bezüglich "nachkaufen" die ich vernommen habe belief sich schon auf ca. 1500 €/MONAT, somit also 18000 €/Jahr.

Das ist ein Bodenlose Frechheit, somit wirst du als Student eigentlich nur Bestraft. Was weiters dazukommt, die LOHNSTEUER. Je mehr du verdienst, umso mehr Lohnsteuer muss man an den Staat abführen. Eigentlich auch eine Frechheit, damit ich irgendwann einmal vielleicht 3500 € brutto im Monat verdien, muss ich Matura machen und mindestens 5 Jahre Studieren gehen, und was hab ich davon, einen riesigen Anteil an Steuer den ich an den Staat abführen darf.

Eine Verkäuferin, die ein Nichts an Ausbildung benötigt, verdient im Monat klarerweise weniger als unsereins, bezahlt aber auch so gut wie keine Steuern. Das sehe ich eigentlich auch nicht ein. Das ist eigentlich auch ungerecht. Wieso zahlen weniger Verdienende keine Steuern? Auch solche Leute wollen und benötigen die Einrichtungen unseres Landes (Polizei, Schulen, Infrastruktur etc.), tragen aber eigentlich nichts dazu bei.

Das mag für den ein oder anderen Heftig klingen, ist es auch, aber jetzt noch ein anderes Argument, dass man sich vielleicht mal überdenken sollte:

Ein Lehrling verdient ab 15 Jahren bereits sein eigenes Geld, nicht viel aber dennoch, und manche Branchen zahlen die Lehrlinge echt gut!

Unsereins braucht Matura, geht Studieren und fängt wenns gut geht mit 25 Jahren zu arbeiten an. Das heißt der Lehrling hat bereits 10 Einkommensjahre vorsprung, das muss man erst einmal aufholen.

Also sollte man sich immer auch das Lebenseinkommen ansehen, und nicht nur das Monatseinkommen. Das Monatseinkommen, eines Akademikers ist klarerweise höher als jenes eines Verkäufers oder ähnlichen.

Ein Beispiel: Eine Firma, in der ich auch als Ferialarbeiter tätig war, zahlt ihren Produktionsarbeitern bis zu 1650 Euro netto. und das Find ich schon viel, da die eigentlich nicht einmal einen Hauptschulabschluss brauchen.

Vergleicht man nun das durchschnittliche Nettolebenseinkommen eines nicht Akademikers mit dem durchschnittlichen Nettolebenseinkommen eines Akademikers wird da wohl hoffentlich ein unterschied sein, aber ob dieser so gravierend ist, dass dies bis zu 18000 Euro/Jahr an "nachzukaufender" Versicherungsjahre ausmacht wage ich zu bezweifeln.

Und man findet noch mehr Beispiele für "Diskriminierung" von Studenten.

Und nicht nur solche Peanuts wie, an der Kinokasse ab 26 den vollen Preis bezahlen.
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RE: Diskriminierung von Studierenden in Österreich! - von doppelhelix - 17.09.2009, 07:07

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