magda schrieb:sorry, aber wieso muss man im diplom nicht erst den 1. abschnitt fertig machen bevor man mit dem 2. beginnt? eine freundin studiert auch an der uni wien und die darf so lang sie mit dem 1. abschnitt nicht fertig ist, auch nicht viel aus dem 2. machen. find das so viel gerechter, weil wir müssen ja auch erst den bakk abschließen, bevor man den master beginnen kann.Ich sehe das anders, weil warum soll mir jemand vorschreiben, wie ich zu studieren habe? Ok, auf einer FH lasse ich mir das gerne einreden, aber auf der Uni? Soll man nicht auch gewisse Selbstorganisation lernen, unabhängig, was studiert wird?!
ich mach auch ein zweitstudium an der boku und im vergleich ist es bei EW mit den übungs- und prüfungsangebot echt schlecht.. und mehr prüfungen in den ferien als anderswo gibt es bei uns auch nicht.. unser studium ist zwar von dem her nicht das schlechteste aber bei weiten auch nicht das beste.
Das Argument "man hat ja das notwendige Wissen noch nicht" oder ähnliches, um aus dem 2. AB Prüfungen zu machen, während man den 1. AB noch nicht abgeschlossen hat, lasse ich nicht gelten, denn wenn man dieses wirklich nicht hat, fliegst eh bei der Prüfung. Oder du hast das Wissen - das du nach diesen Spielregeln (1. AB fertig, dann 2.) eigentlich noch gar nicht haben dürftest - warum dann den Studienfortschritt bremsen? Ich meine, die Uni ist kein Kindergarten, wo irgendwer den Studenten sagen muss, in welcher Geschwindigkeit sie zu studieren haben > dafür gibt's FHs. Dass jemand nicht im 1. Semester vermutlich mit Ernährungsphysiologie anfängt, ist naheliegend, aber warum bitte das verbieten? Wenn jemand meint, die Prüfungen zu machen (natürlich nicht just for fun), dann soll er doch bitte die Prüfung machen dürfen!
Du vergisst aber, dass der Bakk-EW etwa 2/3 vom Diplom ist, also im Grund 1. AB plus Teil vom 2. AB. Insofern ist das Argument, wir müssen ja auch erst den bakk abschließen, bevor man den master beginnen kann hinfällig. Mit dem Bakk machst ja schon was vom 2. Ab.
Zitat:Will man das Studium so schnell wie möglich schaffen und lernt gerade nur so viel, dass man bei den Prüfungen einfach nur durchkommt egal mit welcher Note ODER will man sich wirklich Wissen aneignen und den ganzen Stoff auch verstehenAuch das Argument ist immer gerne gesehen, stimmt aber statistisch betrachtet nicht. Noten sagen nur sehr bedingt über das Wissen, im Speziellen über tacit knowledge, was aus. Gute Noten hat meist derjenige, der gut - auswendig - lernen kann. Das impliziert aber nicht, dass derjenige auch gut das Wissen praktisch/theoretisch anwenden kann.

