Umfrage: Würdet ihr nochmal EW studieren?
Du hast keine Berechtigung bei dieser Umfrage abzustimmen.
Ja
57.76%
134 57.76%
Nein
42.24%
98 42.24%
Gesamt 232 Stimme(n) 100%
∗ Du hast diese Antwort gewählt. [Zeige Ergebnisse]

Themabewertung:
  • 3 Bewertung(en) - 3.33 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Würdet ihr nochmal EW studieren?
#85
Ich hab mal eine Frage an Cornelia! Woher weißt du schon jetzt dass, das 6000 € kostet? Das ist wirklich teuer, das können sich dann aber nur ganz wenige leisten. Aber ich denke man muss abwarten und sich gegebenfalls noch mal an den VEÖ wenden, denn wenn auch ein Lehrgang für die Diätologen implementiert wird an der Uni der nicht so viel kostet wärs ja unfair. Ich denke da ist sicher noch nichts fix und wird hoffentlich wird es gescheit verhandelt.
Zitieren
#86
Universitätslehrgänge sind auch nicht so billig, kosten auch alle in diesem Bereich, s.u. Weiterbildung an der Universität. Z.B. kostet der Master für Public Health 11.500€
Zitieren
#87
also ich weiß das mit den 6000 Euro auch nur vom hörensagen. hab gehört dass es in der fh st. pölten so erzählt wurde. aber ihr müsst auch bedenken, dass sämtliche wifi kurse etc. auch ein paar tausend euro kosten, insofern erscheint mir der betrag nicht so unrealistisch.
Zitieren
#88
@Cornelia! Danke für die Info! Na dann werd ich mich nächstes Jahr nochmal informieren. Ich denke mal es wird sehr viel geredet und spekuliert. Ja das stimmt schon aber um 6000 € bekommst du beim Wifi schon eine ganze Ausbildung und noch etliches dazu mit Zertifikat. (kommt natürlich immer darauf an was man machen möchte)
Zitieren
#89
nur das eine wifi ausbildung nicht einmal annähernd so viel anerkennung hat wie dann eine zusatzausbildung auf einer fh!!
wifi kurse find ich allgeimein nicht seriös...kosten viel u. können meistens nix Wink
u. wenn die zusatzausbildung ca. 6000 euro kosten soll u. man weis jetzt schon man möchte sie machen, dann geht man eben 2x in den ferien brav arbeiten u. spart sich das geld zusammen...
Zitieren
#90
Ich muss Zitrone wiedersprechen, da wären alle Lehrabschlussprüfungen, Meisterlehrgänge, Berufsspezifikationen beim Wifi unseriös. Das ist einfach nicht wahr, was du da schreibst. Vielleicht gibt es beim Wifi auch solche Ausbildungen aber größten Teil sind die Ausbildungen dort sehr gut und bekommst auch bald einen Job mit der Ausbildung!
Zitieren
#91
(17.02.2010, 13:03)staudi schrieb: richtig. wenn du mal den master of science in der tasche hast, ist es glaub ich gar nicht mehr so wichtig, ob du jetzt biologie, ernährungswissenschaften oder chemie studiert hast..
Viel wichtiger wird - zum Glück - zunehmend, was du kannst und nicht, wer du am Papier bist.
Habe in meinem Hauptstudium, ein echtes "Massenstudium", gesehen, wie viele Studenten da drin sitzen, nur um einen Abschluß in der Tasche zu haben. Von Können, sprich, Anwenden des gelernten Wissens auf praktische Problemstellungen, keinen blassen Schimmer. Und das am Ende des Magisterstudiums.Shy
Da darf man sich auch nicht wundern, wenn die Einstiegsgehälter unter aller Kritik sind von fertigen Akademikern in gewissen Berufen. Als Chef allerdings sehe ich die Sache auch nicht anders, als sie ist: sehr viele Absolventen können zwar super aus Optionen eine Richtig AW wählen (Stichwort MC), sich aber Lösungsvorschläge konkreter Problemstellungen zu erarbeiten, da mangelt es ordentlich. Genau das aber ist als Hochschulabsolvent unbedingt erforderlich, sonst kann die Tätigkeit auch eine Arbeitskraft niedrigerer Qualifikation (am Papier) erfüllen.
(07.03.2010, 11:33)barilla schrieb: Ich hab mir immer gedacht, Ernährungswissenschaften is halt ein eher neues Gebiet, das sich erst etabilieren muss - aber irgendwie hat sich nie was getan - ich hab keine konkreteren Vorstellungen von meinem zukünfigen Job als am Beginn des Studiums.

Und ehrlich, ich hab zu studieren begonnen, um mal einen tollen Job zu haben (sonst könnt ich auch Ernährungsbücher lesen) und nicht um mich dann mit Absolventen anderer Fachsbereiche um eine Anstellung zu fetzen.
Nun, es wird zwar die mangelnde Spezialisierung hier immer wieder als ein Problem des EW-Studiums genannt. Ich sehe das etwas anders, auch in meinem Hauptstudium hatte ich damals eigentlich genau aus dem Grund (mangelnde Spezialisierung) das Studium gewählt. Als ich mein Hauptstudium im Jahre 2000 begann, war in AT der FH-Boom schlechthin. Die FH als Spezialistenschmiede lag bei Arbeitgebern wie auch Politikern besonders hoch im Kurs. Zahlreiche meiner Maturakollegen von damals sind der Versuchung erlegen und haben die FH gewählt. Die Aussicht auf einem Job unmittelbar danach war gut, das haben mir fast alle unisono berichtet. Aber, und jetzt kommst: wie hatten keine Perspektive danach. Genau wegen der Spezialisierung. Man ist Fachidiot, wird natürlich als solcher auch von den Arbeitgebern nicht selten auch behandelt. Zukunftsperspektiven oft im jeweiligen Job düster (wird sicherlich unterschiedlich sein), Monotonie im Job stellt sich ein. Was ich aber sagen will, dass genau das große Manko mit der bis in den Exzess betriebenen Spezialisierung der mangelnde Weitblick einher geht.
Dieser Umstand war mir damals - jetzt im Nachhinein zum Glück - zuwider. Ich entschied mich vs. FH und ging auf die Uni, noch dazu ein Massenstudium, bei dem der Student nicht mal eine Nummer ist, sondern als lästiger Zeitgenosse lieber aus der Uni rausgeprüft wird.
Da mir die Theorie immer blöder wurde, habe ich halt neben dem Studium mir einer wirtschaftlichen Tätigkeit begonnen, die mir für das Studium einerseits, aber auch jetzt nach dem Abschluss andererseits, extrem viel brachte. Anfang als "Übungsfirma" gewissermaßen, habe ich - ex post betrachtet leider - mir alles selbst beibringen müssen, was extrem viel Zeit kostete und oftmals auch Geld. Ich musste notgedrungener maßen jahrelang in meiner Firma alles selbst machen (Einkauf, Verkauf, Buchhaltung, Planung, Logistik usw.), aber genau dieses Generalistentum zeigte mir erst, wo meine Stärken/Schwächen liegen und was mich interessiert. Gleichzeitig konnte ich an der Uni erlerntes in "realtime" in der Firma ausprobieren.
Insgesamt kostete es mich knapp über 9 Jahre (mit immer wieder ordentlichen Unterbrechnungen, die beruflich impliziert waren, wie leider jetzt auch grad in EW), bis ich meinen Mag. in Händen halten konnte, wobei der Titel nie das primäre Ziel für mich war, zu studieren. Ich denke auch, dass durch die lange Beschäftigung mit der Materie wesentlich mehr hängen geblieben ist, als wie wenn ich das ganze im Rahmen einer FH in 4 Jahren oder so gemacht hätte. Vor allem, weil man da nur am Lernen ist, keine Zeit hat, praktische Verbindungen aufzubauen und das Gelernte kritisch zu betrachten im praktischen Umfeld.
Ich möchte keinesfalls meine Vorgehensweise als die "alleinig richtige" darstellen, es war für mich ein sehr probater Weg, lernen zu können. Nicht nur theoretisch, sondern eben auch praktisch. Als Unternehmer ist man zwangsweise ein gewisser Generalist, und muß es auch sein, um bestehen zu können. Ich kenne hier unzählige Bsp., wie Spezialisten hier bsp-weise kläglich scheitern und im Nachhinein (oft Jahre später) ihre Ausbildung kritisieren und dieses Wissen teuer nachkaufen müssen.
Ein weiterer Punkt, den die Spezialisierung mit sich bringt, ist ihre bestehende Kurzlebigkeit. Wie schon erwähnt, erlebte ich den FH-Boom mit. Der ist ja mittlerweile gänzlich verpufft. Das Problem ist dann, dass du als Spezialist kaum schnell und einfach in einen andere Bereich wechseln kannst, weil dir das nötige Grundwissen oft fehlt. Da tust dir als "Generalist" weit leichter, du kannst dich eben leichter und schneller in etwas spezialisieren, da Zusammenhänge und Umstände bekannt sind, wenn auch vielleicht jahrelang nicht gebraucht.

EW bringt einen recht breiten NAWI-Überblick mit. Klar, damit ist man den Spezialisten (Chemiker, Physiker usw.) im jeweiligen Fachbereich immer unterlegen und für den Start ins Berufsleben mag dies auf den ersten Blick ein großer Nachteil sein, sofern man nicht gleich in die Selbstständigkeit wechselt, wovon eher ein geringer Anteil der Kollegen betroffen sein dürfte. Dennoch ist es - meiner Meinung nach - für den beruflichen Weg in Zukunft die bessere Vorgehensweise.
Dass im EW-Studium trotzdem einige LVs drinnen sind, die ungenügende oder schlechte Inhalte haben (die BWL-VO fällt mir neben Zoologie ein), ist leider Faktum.
Zitieren
#92
(22.06.2010, 20:18)Matthias schrieb: sehr viele Absolventen können zwar super aus Optionen eine Richtig AW wählen (Stichwort MC), sich aber Lösungsvorschläge konkreter Problemstellungen zu erarbeiten, da mangelt es ordentlich. Genau das aber ist als Hochschulabsolvent unbedingt erforderlich, sonst kann die Tätigkeit auch eine Arbeitskraft niedrigerer Qualifikation (am Papier) erfüllen.[

also als naturwissenschaftlicher sollte man primär die fähigkeit haben probleme überhaupt zu erkennen und definieren zu können.
weil das was du beschreibst: problemstellung - lösungsvorschlag ist genau das, was die fh leute super drauf haben...bzw worauf sie hintrainiert werden. wir uni leute sind doch eigentlich die, die forschen und probleme überhaupt erkennen sollten, die fh menschen spielen dann ihr repertoire an gelernten lösungsvorschlägen ab.

falsifikationsprinzip und so.
Zitieren
#93
ich möchte gerne noch etwas dazu sagen, dass wir ewler für die beratung überqualifiziert sind. Ich bin der meinung, nein, wir sind nicht mal dafür qualifiziert. (ich spreche hier von der beratung von kranken). Warum? 1. weil in unserer ausbildung das soziale und psychologische fehlt. eine vo ernährungspsychologie reicht dafür nicht aus. 2. ich seh das an den diätetik ue. viele studis sind nicht dazu in der lage, referenzwerte richtig zu interpretieren, und einige wenige (zum glück) treffen beim erstellen des ernährungplans entscheidungen, die bis zum tod des patienten führen können. in der praxis ist das vollkommen inakzeptabel. durch eine modifizierung des studienplans wäre es aber durchaus möglich, diese probleme zu beheben.
Zitieren
#94
Ja, nur dass es ja (leider?) gar nicht gewünscht ist, dass wir beraten können, da es hierfür ja eh die FH gibt ...
Zitieren
#95
(23.06.2010, 18:14)lilipeace schrieb: Ja, nur dass es ja (leider?) gar nicht gewünscht ist, dass wir beraten können, da es hierfür ja eh die FH gibt ...
Eben, das ist wohl ein ganz entscheidender Punkt, auch wenn er von den Beteiligten nicht offen ausgesprochen wird. Der Diätologe ist weit eingeschränkter in seiner Berufswahl, da auf der FH auf Diätologie spezialisiert ist (das "Studium" war jahrelang eigentlich nur eine Akademie, wie Physiotherapie o.ä.). Klar, dass hier ein Schutzwall errichtet wird und man möglichst Konkurrenz aussen vor hält - was ist einfach, als ein Konkurrenzverbot per Gesetz/Verordnung zu erlassen?
Zitieren
#96
Matthias, du hast sicher in gewisser Weise recht, wenn du sagst, dass die fehlende Spezialisierung bei EW auch Vorteile hat - zB. dass wir nach dem Abschluss kein "Fachidiot" sind und theoretisch eine breitere Arbeitsmöglichkeit haben.

Allerdings ist der Arbeitmarkt für EWler meiner Meinung nach nicht sehr groß. Speziell auf EWler zugeschnittene Jobs kann man denk ich an einer Hand abzählen und bei Stellen für sagen wir mal Biowissenschafter, stehen wir im Konkurrenzkampf zu Biologen, Molekularbiologen, Chemikern, Biochemikern, Biotechnologen, Medizinern, MTAs und FH-Absolventen. Als Arbeitsgeber will man natürlich den qualifiziertesten Kandidaten einstellen und bei Labor-Jobs haben EWler im Vergleich zu Chemikern, Genetikern/Biologen schlechte Karten. Jobs, wo man nur einen allgemeinen NAWI-Rundblick braucht, gibt es nicht viele und hier ist es sicher billiger und ausreichen einfach einen CTA oder MTA einzustellen.

Vielleicht seh ich das ganze zu negativ, aber ich kann mir einfach keinen passenden Job vorstellen, den ich als EW-Absolvent ausüben könnte - insbesondere mit einem Bakk-Abschluss.
Pinguine sind Vögel, die nur fliegen, wenn man sie schmeißt...
Zitieren


Möglicherweise verwandte Themen...
Thema Verfasser Antworten Ansichten Letzter Beitrag
  Studieren in Australien/Neuseeland Catha 6 3.147 22.12.2010, 12:10
Letzter Beitrag: Rincewind
33Rolleyes Chemische Analytik I, II oder III - welche könnt/würdet Ihr empfehlen? topsi 10 4.466 24.04.2010, 18:13
Letzter Beitrag: Benedikt
  nochmal LMchemie Prüfungsplatztausch alpsand 0 1.116 10.10.2009, 12:12
Letzter Beitrag: alpsand
  Ernährungswissenschaften und Medizin studieren müsli 6 6.546 01.07.2009, 13:12
Letzter Beitrag: Sisi
  ist am mittwoch den 1.4. nochmal lmchemie? vaudeville 3 1.889 01.04.2009, 11:35
Letzter Beitrag: moe

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: