Zum Verkauf von Mitschriften hier ein paar Gedanken von mir:
Ich verstehe freilich den Reiz, der durch unsere sehr monetär geprägte Umwelt beinahe schon zum Instinkt avanciert ist, knappe Güter immer den Logiken des "freien Marktes" zu unterwerfen, aber im Zusammenhang mit Skripten sehe ich eine solche "Ökonomisierung" als etwas sehr Bedenkliches.
Vor dem Hintergrund, dass viele Studierende immer weiter steigende Mietpreise, generell wachsende Lebenserhaltungskosten, Gratispraktika etc. mit meist nicht besonders gut bezahlten Nebenjobs kompensieren müssen, wirkt es beinahe ein bisschen provokant, wenn dann "Kollegen" auf die "Idee" kommen, Geld mit dem Umstand zu verdienen, dass andere nicht die Zeit haben, LVs zu besuchen.
Meine Frage an alle Mitschriftenverkäufer: Schreibt Ihr nicht ohnehin hauptsächlich um eures eigenen Erfolges Willen mit? Empfindet Ihr es als ungerecht, wenn andere, die nicht jede LV besuchen können, dann auch erfolgreich abschließen können?
Natürlich will ich hier nicht behaupten, dass all jene, die Mitschriften erstellen und verkaufen nicht arbeiten müssen, bitte versteht mich
nicht falsch.
Aber: Ist das Ganze nicht irgendwie auch eine moralische Frage? Sind es nicht eher Eigenschaften wie Empathie und Solidarität, die in Zeiten eines zunehmenden Konkurrenzkampfes und einer sich wahrscheinlich noch verschlechternden Wirtschaftslage (daher mehr Arbeit & weniger Geld f. gewisse Gruppen) eine Perspektive bieten? Ist es wirklich nötig für den eigenen Vorteil von ein paar Euro Missgunst und Neid weiter zu bedienen?
Nehmt es mir nicht übel, natürlich steht es jedem frei seine Unterlagen so weiterzugeben wie sie oder er es möchte, aber das sind meine Gedanken dazu.
Tatsache ist nämlich, dass die gesamte Idee eines Studiums an einer öffentlichen Universität, eines Stipendiensystems usw. auf der Grundlage eines solidarischen Gesellschaftsmodells beruht, das wir, wenn wir unsere Mitschriften dann gegen Geld tauschen, meiner Meinung nach untergraben. Wenn wir dieses System selbst in Frage stellen, dann wird es noch leichter sein, es zukünftigen Generationen wegzunehmen oder vor zu enthalten.
Ich verstehe freilich den Reiz, der durch unsere sehr monetär geprägte Umwelt beinahe schon zum Instinkt avanciert ist, knappe Güter immer den Logiken des "freien Marktes" zu unterwerfen, aber im Zusammenhang mit Skripten sehe ich eine solche "Ökonomisierung" als etwas sehr Bedenkliches.
Vor dem Hintergrund, dass viele Studierende immer weiter steigende Mietpreise, generell wachsende Lebenserhaltungskosten, Gratispraktika etc. mit meist nicht besonders gut bezahlten Nebenjobs kompensieren müssen, wirkt es beinahe ein bisschen provokant, wenn dann "Kollegen" auf die "Idee" kommen, Geld mit dem Umstand zu verdienen, dass andere nicht die Zeit haben, LVs zu besuchen.
Meine Frage an alle Mitschriftenverkäufer: Schreibt Ihr nicht ohnehin hauptsächlich um eures eigenen Erfolges Willen mit? Empfindet Ihr es als ungerecht, wenn andere, die nicht jede LV besuchen können, dann auch erfolgreich abschließen können?
Natürlich will ich hier nicht behaupten, dass all jene, die Mitschriften erstellen und verkaufen nicht arbeiten müssen, bitte versteht mich
nicht falsch.
Aber: Ist das Ganze nicht irgendwie auch eine moralische Frage? Sind es nicht eher Eigenschaften wie Empathie und Solidarität, die in Zeiten eines zunehmenden Konkurrenzkampfes und einer sich wahrscheinlich noch verschlechternden Wirtschaftslage (daher mehr Arbeit & weniger Geld f. gewisse Gruppen) eine Perspektive bieten? Ist es wirklich nötig für den eigenen Vorteil von ein paar Euro Missgunst und Neid weiter zu bedienen?
Nehmt es mir nicht übel, natürlich steht es jedem frei seine Unterlagen so weiterzugeben wie sie oder er es möchte, aber das sind meine Gedanken dazu.
Tatsache ist nämlich, dass die gesamte Idee eines Studiums an einer öffentlichen Universität, eines Stipendiensystems usw. auf der Grundlage eines solidarischen Gesellschaftsmodells beruht, das wir, wenn wir unsere Mitschriften dann gegen Geld tauschen, meiner Meinung nach untergraben. Wenn wir dieses System selbst in Frage stellen, dann wird es noch leichter sein, es zukünftigen Generationen wegzunehmen oder vor zu enthalten.

