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Konzentrationsschwäche bzw. Studienbeihilfe
#1
Hallo ihr Lieben!

Hab hier im Forum eh schon von einigen Mitteln zur Konzentrationsförderung gelesen... die mir am ungefährlichsten erscheinenden sind:
- Dr. Böhms Leistungselixier
- Apozema Tropfen Nr. 17 - 'Gedächtnis und Konzentration'
- Neuroglutamin-Tabletten (aber in Maßen Wink)

... über diese werd ich mich mal in der Apotheke informieren bzw. werd sie testen. Ich fürchte nur, dass meine Probleme weitreichender sind und mehr mit der Psyche zu tun haben!?

Naja, meine eigentliche Frage ist jetzt folgende... ich bin im 2. Semester, beziehe Studienbeihilfe und fürchte die ECTS-Punkte nicht zusammen zu bekommen!? Ich sehe den letzten Ausweg einer Besserung nur mehr in einer Therapie... glaubt ihr, dass man die Studienbeihilfe nicht bzw. nur zum Teil zurückzahlen muss, wenn man schwerwiegende Probleme hat (und dies vorweist)??
Statt zu lernen, um die Studienbeihilfe nicht zurückzahlen zu müssen, löst diese Tatsache eine noch größere Panik in mir aus! Mir ist das Studium sehr wichtig, deshalb bin ich recht verzweifelt...

Vielleicht war schon mal jemand in einer ähnlichen Situation (was ich jedoch niemandem wünsche Rolleyes)!?

Liebe Grüße...
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#2
Dankschön... deine Antwort ist sehr aufbauend, auch wenn ich jetzt nicht von einem auf den anderen Tag meine Konzentrationsfähigkeit zurückerhalte... aber das wird schon, ich bin zuversichtlich Wink!
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#3
Hallo!

Ich hatte damals große Schwierigkeiten und Motivationsprobleme beim Diplomarbeitsschreiben. Geholfen hab ich mir zweitweise mit Kratom. Ich habe mir das Harz über Azarius bestellt. Es ist vollkommen legal in Österreich, nur bekommt mans da halt nicht (was ich so weiß). Ich hab mir dann 2 g davon (in kleinen Stückchen zerteilt) in den Kaffee in der Früh getan. Es wirkt nicht nur stimmungsaufhellend bei mir, es motiviert mich auch, und ich konnte mich dann wirklich hinsetzen und meine Sachen so erledigen wie ich mir das gewünscht habe!
Das Problem ist der Preis: 25 g kosten 34 Euro (d.h. mit 2 g pro Tag ist das schon recht teuer). Hier der Link:
http://www.azarius.at/smartshop/psychede...esin_bali/

Tipps: Ansonsten wenn du Konzentrationsschwierigkeiten hast, lass deine Schilddrüsenwerte überprüfen. Eine Unterfunktion der Schilddrüse hat ähnliche Symptome wie eine Depression. Wenn die Schilddrüse passt, dann geh zum Hausarzt und red mit ihm drüber. Stell dir ein paar wichtige Fragen vorher: hast du viel Angst? Kommst du schwer aus dem Bett und schläfst du viel? Kreisen deine Gedanken um ein Thema ohne zu einem Schluss zu kommen? Steigerst du dich dann so rein, dass du verzweifelt bist und Panik bekommst? Dann unbedingt den Arzt darauf ansprechen. Schreck auch nicht davor zurück Antidepressiva zu nehmen, mir haben sie sehr geholfen. Ich kann jetzt viel klarer denken.

Liebe Grüße und alles Gute!
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#4
Erstmal danke für den Tipp! Hab mir den Link erst mal angesehen und muss trotzdem ehrlich zugeben, dass ich schon etwas abgeschreckt bin... klingt ja doch stark nach einer Droge... halt nur legal (bei uns)! Dass dieses Harz in anderen Ländern illegal ist spricht ja eigentlich eh schon für sich!?
Hattest du teilweise Angst in ne Abhängigkeit zu geraten oder hast du's wirklich nur ab und zu konsumiert, dass es gar nicht erst so weit kommen konnte??

Meine Schilddrüsenwerte passen tatsächlich nicht... ich nehm schon seit Jahren Thyrex, weil ich an der Grenze zu einer Unterfunktion stehe. Bei meiner regelmäßig durchgeführten Blutabnahme wird aber nie etwas Auffälliges festgestellt.
Und zu den Antidepressiva muss ich sagen, dass ich sie bereits vor nicht zu kurzer Zeit einen Monat lang genommen hab... sie bei mir jedoch nichts, außer einer Unterdrückung des Weinens, bewirkt haben, obwohl die Dosis erhöht wurde. Dieser Effekt war für mich negativ, da Weinen meines Erachtens auch befreiend sein kann. Außerdem war ich durch die Einnahme noch mehr beunruhigt, weil ich Angst hatte jemand könnte erfahren, dass ich in meinem Alter solche Medikamente einnehme. Ich schäme mich dafür...
Mir ist bewusst, dass ich gewissermaßen noch immer an einer Depression leide... ich hab jedoch Probleme mit meinem Hausarzt und seinen Behandlungsmethoden. Anstatt einem eine Therapie oder derartiges vorzuschlagen, sich die Probleme des Patienten in Kurzfassung anzuhören, kommt er sofort mit Medikamenten an und stellt kaum bis keine Fragen. Das hilft mir nicht... der nächste Schritt wird eh ein Wechsel des Hausarztes sein.

Vielen Dank... es hilft, wenn man weiß, man steht nicht alleine mit solchen Problemen da!!

Mich würde noch interessieren wie dein Umfeld deinem (beseitigtem!?)Problem gegenüber steht?? Wissen Familie und Freunde Bescheid? Ich hab nämlich ein großes Problem damit... die Menschen, die Bescheid wissen, kann ich an einer Hand abzählen... und vor denen schäme ich mich!!
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#5
Hast du schon mal überlegt psychologische Beratung in Anspruch zu nehmen? Z.B.: Psychologische Studenteberatung, die kennen sich mit Lernstörungen aus. Außerdem ist die Beratung dort kostenlos und kann auch anonym erfolgen.

http://www.studentenberatung.at/studente.../index.htm

lg
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#6
ad Kratom: ja, in höheren Dosen (8 g ca.) wirds zum Partymachen verwendet. Aber 2 g machen einfach nur munter und motiviert. Und nein, bei DEM Preis kann ich nicht abhängig werden LOL

Bei der Studentenberatung war ich auch. Der hat mich zu einer Psychiaterin weitergeschickt, die hat mir nach 2 (?) min Antidepressiva in die Hand gedrückt. Wenn ich mich nicht schon im Vorhinein darüber informiert hätte, hätt ichs aus Trotz nicht genommen. Sie helfen mir wirklich, wenn ich sie absetze bekomm ich ganz schirche Gedanken.
Bischen abstumpfen tun sie schon, aber das ist ja meiner Meinung nach nicht von Nachteil wenn ich dann weniger hysterisch und panisch bin.
Auf jeden Fall war ich dann so ca. 14 Sitzungen lang bei einem bei der Studentenberatung. Hat mir null gebracht. Der bei dem ich war war ziemlich inkompetent (ich mein wird schon seinen Grund haben warum er bei der Studentenberatung sitzt...). Mein jetztiger Hausarzt ist ausgebildeter Psychotherapeut und möcht mir wieder eine Therapie andrehn. Er ist sehr kompetent und hört einem auch zu!!!
Wolfgang Ladenbauer
Burggasse 6-8/9
01/523 21 99

Ich erzähle oft jemandem von meinen Tabletten weil ich keine Scheu habe und ganz genau weiß, dass mehr Leute diese nehmen als man denkt (oft kommt dann vom Gegenüber: "Ja ich nehm sie auch!")! Ich hoffe damit auch zu bewirken, dass es eher als "normal" angesehn wird.
Oft hab ich aber auch schon hören müssen, dass ich nicht ganz dicht bin (von Leuten die meiner Meinung nach selber dringend Hilfe benötigen). Ich denk viele wollens auch gar nicht wahrhaben dass sie ein Problem haben.

Wem bist du denn Rechenschaft dafür schuldig medikamentöse Hilfe anzunehmen? Leute die mit dem Finger wegen sowas zeigen sind sowieso dumm find ich.

Ich bin kein Arzt, aber ich rate dir, dass du deine Tabletten nochmal probierst. Die Wirkung entfaltet sich auch erst später.

Liebe Grüße
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#7
Darf ich Fragen welches Medikament du nimmst? Musstest du öfters wechseln bis du das richtige Antidepressiva für dich entdeckt hast?

Da ich im nächsten Monat nach Wien ziehe, werd ich den besagten Arzt bestimmt aufsuchen. Eigene Erfahrungen helfen bei der Wahl des Arztes immer, danke.

Ich glaube, die Scheu über mein Problem bzw. die Tabletteneinnahme zu reden, hängt allgemein damit zusammen, dass ich nicht gerade vor Selbstbewusstsein strotze und Angst habe somit noch mehr „Zerbrechlichkeit“ zu zeigen!?! Das Umdenken fällt mir sehr schwer...
Und genau vor solchen Aussagen, dass man für gestört gehalten wird, hab ich Angst! Ich muss erst lernen da drüber zu stehen...

Auf alle Fälle helfen mir die Erfahrungen anderer... gerade, weil ich eben mit Freunden, Familie nicht über solche Sachen spreche... nun fühl ich mich bereit ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen!! Dieses auf und ab der Gefühle macht einem ja psychisch echt fertig... und das Studium leidet stark darunter!!

Nochmals danke Wink...
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#8
hallo ninadesiree,

leider kann ich dir zu deiner ursprünglichen frage zu der studienbeihilfe keine antwort geben. aber wie das geregelt wird, ist vielleicht beim studienpoint erklärt?

aber ich hoffe, dir andere inputs geben zu können:

meiner meinung nach sind antidepressiva nur eine recht kurzfristige lösung und daher sollte man von anfang an eine psychotherapeutische behandlung in betracht ziehen. weil solche medikamente die probleme nur unterdrücken, aber nicht lösen, probleme kann nur eine gesprächstherapie bewältigen, und je früher du damit anfängst, umso besser.

ich war vor etwa einem jahr in einer ähnlichen situation und habe mich deswegen sehr geschämt. ich habe deshalb den studentendienst aufgesucht, weil ich von jemandem, den ich nicht dafür bezahle, mal hören wollte, ob ich wirklich probleme habe oder eh "alles normal" ist. der therapeut dort hat mir nach 2 sitzungen (a 30 min.) eine schwere depression diagnostiziert und wollte mir antidepressiva verschreiben, was ich aber sofort abgelehnt habe. er hat mich an eine therapeutin weiterverwiesen (was auch im normalfall die vorgehensweise des studentendienstes ist, also die weiterempfehlung, keine therapie dort), der ich auch sofort gesagt habe, dass ich keine medikamente nehmen möchte, was sie auch nicht für nötig gehalten hat.

ich möchte nun nicht mit details langweilen, nur soviel:
ich habe recht schnell meine probleme ohne jegliche behandlung in den griff bekommen. ich habe die therapie nach schon 6 monaten beenden können (gehe jetzt aber wieder hin, um mich beim schreiben der diplomarbeit unterstützen zu lassen).

ganz wichtig: du brauchst dich für nichts schämen!!! nahezu jeder zweite hat schon mal eine therapie gemacht, laut meiner therapeutin sind depressionen DIE volkskrankheit. nur ist es immer noch ein gewisses tabuthema, und daher leiden viele menschen viel mehr, als es nötig wäre.

ich kann dir jetzt natürlich nicht raten, wem du von deiner medikamenteneinnahme und ev. therapie erzählen sollst. ich kann dir nur berichten, wie ich es gemacht habe (allerdings bin ich ein sehr offener, extrovertierter mensch, aber auch hier machen psychische probleme nicht halt ;-)):
meine geschwister haben mir zur therapie geraten, also wussten sie es natürlich. es meinen eltern zu sagen, war schwer, und wir haben nie ausführlich darüber geredet, aber nachdem ich es ihnen gesagt hatte, wurde mir eine zusätzliche last von den schultern genommen (weil ich mich nicht mehr verstellen musste).
von meinen freunden habe ich 100% positive rückmeldung darauf bekommen, von vielen auch sogar bewunderung, dass ich mich meinen problemen so direkt stelle!

was auch ein wichtiger punkt ist: egal, wie schlimm oder weniger schlimm es ist, aber deine seele ist halt (bissl?) krank. und wenn man eine physische erkrankung hat (und sei es nur ein grippaler infekt), wirst du umsorgt und gepflegt. ein psychisches leiden ist oftmals schlimmer, aber wie sollen die leute darauf rücksicht nehmen, wenn sie nichts davon wissen? und du wirst merken, du bekommst bestimmt mehr unterstützung, wenn du dich deinen freunden/familie mitteilst.

ich hoffe, ich konnte dir mit meinen erfahrungen etwas weiterhelfen.
ich wünsche dir jedenfalls alles gute!!!
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#9
ninadesiree schrieb:Darf ich Fragen welches Medikament du nimmst? Musstest du öfters wechseln bis du das richtige Antidepressiva für dich entdeckt hast?

Da ich im nächsten Monat nach Wien ziehe, werd ich den besagten Arzt bestimmt aufsuchen. Eigene Erfahrungen helfen bei der Wahl des Arztes immer, danke.

Ich glaube, die Scheu über mein Problem bzw. die Tabletteneinnahme zu reden, hängt allgemein damit zusammen, dass ich nicht gerade vor Selbstbewusstsein strotze und Angst habe somit noch mehr „Zerbrechlichkeit“ zu zeigen!?! Das Umdenken fällt mir sehr schwer...
Und genau vor solchen Aussagen, dass man für gestört gehalten wird, hab ich Angst! Ich muss erst lernen da drüber zu stehen...

Auf alle Fälle helfen mir die Erfahrungen anderer... gerade, weil ich eben mit Freunden, Familie nicht über solche Sachen spreche... nun fühl ich mich bereit ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen!! Dieses auf und ab der Gefühle macht einem ja psychisch echt fertig... und das Studium leidet stark darunter!!

Nochmals danke Wink...

Ich nehme Pram (Wirkstoff Citalopram), das ist ein Serotoninwiederaufnahmehemmer. Alles was diese Substanz tut, ist das körpereigene Serotonin länger und stärker wirken zu lassen.
Mir hätte eine reine Gesprächstherapie nichts gebracht muss ich sagen, ich war ja nicht mal in der Lage zusammenhängend zu sprechen. Ich seh das so, dass meine Tabletten einfach die Chemie in meinem Hirn so einpendeln wie es sich gehört. Langfristige Einnahmen sind bei Citalopram kein Problem. Ich hatte das Glück dass ich gleich meine ersten verschriebenen AD vertragen habe und sie mir auch was bringen.
Wegen der Zerbrechlichkeit: ich find das genaue Gegenteil ist der Fall! Soll einem das erst mal einer nachmachen mit Depressionen Hilfe zu suchen! Bin sehr stolz auf mich in der Hinsicht, und viele andere auch! (Meine Schwester ist die die sagt ich bin gestört, aber das muss ich mir ohnehin bei jeder Gelegenheit anhören Wink )
Dass das Studium stark drunter leidet ist für mich komplett nachzuvollziehen, ich habe viel länger gebraucht für mein Studium als andere, aber jetzt weiß ich dass ich nicht einfach nur "faul" war!

Im Anhang schicke ich noch ein Foto von dem Zettel mit, den mir der von der Studienberatung gegeben hat. Es ist aber schwer wirklich einen Platz auf Krankenschein zu bekommen, weshalb die meisten dann einfach wieder aufgeben...

Liebe Grüße


Angehängte Dateien
.jpg   Psychotherapie auf Krankenschein.jpg (Größe: 104,5 KB / Downloads: 32)
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#10
Ich seh das genau so... Eben weil ich glaube, dass Antidepressiva nur eine kurzfristige Lösung sind, sträube ich mich u.a. so gegen die Einnahme. Ich kann sie schließlich nicht ewig nehmen und würde ständig befürchten müssen, dass mich die Probleme eines Tages wieder einholen!? Andererseits zweifle ich daran was eine Therapie bewirken soll... die Gründe für meine Depression sind mir bekannt... die Liste ist lang, aber ich bin mir jeder Kleinigkeit bewusst, die dazu geführt hat... die Gründe liegen teilweise Jahre zurück und ich geb zu Angst zu haben, all die Sachen wieder aufzuarbeiten!!
Grundsätzlich wünsche ich mir eine Therapie... ich weiß aber, dass sie nur bei einer langfristigen Behandlung etwas bringen würde und das Geld für diese vielen Behandlungsstunden hab ich einfach nicht. Und die Zeit und Kraft, um auf einen Platz auf Krankenschein zu warten, hab ich schon gar nicht!

@ give... Wenn du 6 Monate lang ne Therapie gemacht hast, musst du ja ein halbes Vermögen ausgegeben haben!? Kommt das auf die jeweilige Situation drauf an, wie oft in der Woche man ne Sitzung hat? Hast du etwa nen Platz auf Krankenschein bekommen??

Hab mich über Depressionen schon ausgiebig erkundigt (in erster Linie weil ich eben feststellen wollte, ob ich an einer leide)... da wurde mir bewusst, dass es DIE Volkskrankheit schlechthin ist... aber es kommt mir eben vor wie ein Tabu-Thema... niemand redet drüber!
Zumindest habe ich durch eure Rückmeldungen etwas Wichtiges für mich beschlossen... ich werde meinen Freunden von meinen Problemen, einer möglichen Therapie usw. erzählen. Ich habe es satt jedes Mal lügen zu müssen, wenn ich gefragt werde wie es mir geht... alles nur um mir nichts anmerken zu lassen. Mit negativem Feedback könnte ich in meiner jetzigen Situation glaub ich nicht umgehen... andererseits wären es dann auch keine richtigen Freunde... und das traue ich ihnen nicht zu!!

@ Li5i... Ich hab damals Sertralin genommen... auch ein Serotoninwiederaufnahmehemmer. Im Nachhinein betrachtet, glaube ich, dass ich mir einfach zu viel davon erwartet habe... da ich so todtraurig, demotiviert und irgendwie dahinvegetiert bin, hab ich mir anscheinend vorgestellt, dass ich von einem Tag auf den anderen bzw. von einem Monat auf den anderen wieder ne überglückliche Person bin, die alle Sorgen hinter sich lässt. Ich weiß... (leider) unrealistisch Sad!!

Da ich selbst eben bereits in einer sehr sehr schlechten Verfassung war bzw. teilweise bin, kann ich trotz meiner Abneigung verstehen, was einen dazu treibt auf diese Medikamente zurückzugreifen... und auf sie zu vertrauen. Wenn man selbst nie in solch einer Situation war, in der einem alles hoffnungslos erscheint und man teilweise wirklich nur dahinvegetiert, extreme Angst, Panik, Trauer verspürt, kann man so etwas nicht nachvollziehen.
Ich hoffe auch bald von mir behaupten zu können, stolz auf mich zu sein, weil ich mich geöffnet hab und mir Hilfe gesucht habe und dazu stehe!?
Tja, das kenn ich... mein (Stief)Vater lässt mich auch spüren wie „gestört“ ich bin... und lässt keine Gelegenheit aus um mir zu sagen wie gut es mir doch ginge, an was es mir doch fehle und ich solle mir Menschen vorstellen, denen es wirklich schlecht geht... Hhmmm... nicht wirklich aufbauend Sad!!

Nochmal vielen lieben Dank für die Rückmeldungen. Sie helfen... ihr glaubt gar nicht wie... man fühlt sich zum ersten Mal verstanden!!
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#11
Hey Ninadesiree,
wenn du magst schick mir doch eine PN, wenn du wen zum Reden brauchst. Wenn du professionelle Hilfe z.B. über ICQ möchtest ist das bei http://www.angstfreistudieren.at/ möglich. Das sind ausgebildete Leute bei denen du einen online Termin ausmachen kannst, und das kostenlos. Es gibt dort auch ein Forum.
Liebe Grüße!
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#12
hi,

ja, ich muss schon zugeben, billig war die therapie nicht. ich arbeite aber recht viel neben dem studium, daher konnte ich es mir leisten. gut, mein ganzes gespartes ist draufgegangen, wenig shoppen usw, aber es ging. auf krankenschein hätte ich vielleicht einen platz bekommen, ich weiß es nicht, weil ich habe gleich gesagt, dass ich das nicht machen werde, weil ich wußte, dass ich es mir irgendwie leisten kann und es sehr viele andere gibt, die das nicht können, und ich wollte niemandem den platz wegnehmen.
ich sage aus jetztiger sicht, dass es sich jedenfalls gelohnt hat, die therapie war die beste "investition", die ich je gemacht habe!

ich war anfangs 1x pro woche dort, dann alle 2 wochen. dann war ich 2 monate nicht und jetzt geh ich eben wieder so alle 2-3 wochen, um über die diplomarbeit zu jammern ;-) das ist super ;-)
bei mir war es so, dass meine therapeutin mir das so vorgeschlagen hat, sie hat mir aber immer die entscheidung selbst überlassen, wie oft ich kommen möchte (und auch, als ich aufgehört habe), was ich sehr geschätzt habe. weil leider gibt es therapeuten, die einem sehr viel einreden, was man eigentlich nicht braucht oder will....
(ich kann dir gerne infos zu meiner therapeutin geben, aber bitte dann per PN, das möchte ich nicht so öffentlich machen)

es tut mir sehr leid, dass es dir derzeit so schlecht geht. versuche, dich zu überwinden (ich weiß, es ist nicht leicht!), dir bald hilfe zu suchen, weil es wird (vermutlich) nicht besser.
ich find es gut, wenn du deinen freunden/familie davon erzählst. es ist ja wirklich mühsam, nur zu lügen! und du tust dir ja damit selbst nix gutes. bevor ich meinem umfeld davon erzählt habe, musste ich mich jeden tag nachmittags hinlegen und mind. 2h schlafen, weil es so anstrengend war, stundenlang allen was vorzumachen. vermutlich kennst du das ;-)

ich habe übrigens auch gedacht, zu wissen, worin meine depri begründet war. das war aber nur der auslöser! die wahren gründe lagen ganz woanders. also auch wenn du glaubst zu wissen, was ist ist, kanns doch anders aussehen. außerdem würde es dir sicher trotzdem guttun, mit jemandem unabhängigem, außenstehenden darüber zu reden.

natürlich kannst du auch mir eine PN schicken, ich "höre" dir gerne zu, aber ich befürchte, ich werde dir nicht wirklich helfen können, sondern du solltest dich bald um professionelle hilfe bemühen.

ich wünsch dir ganz viel glück!
lg give
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