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StudentInnen besetzen Audi Max
#1
...was haltet ihr davon?
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#2
War gestern zufällig auf der uni und hab den ganzen Zirkus live miterlebt. Den Audimax hab ich mir erspart, aber hab so schon genug gesehen. Großteils betrunkene Studenten die gegrölt haben und diese ewigen diskussionen mit den polizisten. wirklich peinlich... Vor allem finde ich die Forderungen von Ihnen schwachsinnig.
Hab den Zettl gerade nicht dabei, aber werde ihn heute am abend noch einscannen und hier online stellen.
Wie ernst nehmen diese leute ihr studium wirklich??? Sie wollen kein Geld in Unterrichtsmaterialen investieren, keine STEP, keine Zugangsbeschränkungen, ...
Das führt doch nur dazu, dass die Qualität der Ausbildung gemindert wird. Außerdem gibts dann eh nicht für alle Jobs. und es führt nur dazu dass immer mehr leute zu studieren beginnen, aber nicht abschließen und allen anderen in der zeit prüfungsplätze und sitzplätze wegnehmen.
So das ist meine meinung, bin schon auf die anderen gespannt!
lg
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#3
naja. also wir haben eine peinlichst niedrige akademikerinnen quote. und dass wir wirklich unter äußerst schlechten bedingungen studieren da sind wir uns denk ich alle einig. merkt man bei unserem studium auch sehr stark. und durch lauter beschränkungen, einsparungen etc die akademikerinnen quote noch mehr zu senken ist ja wohl wirklich kontraproduktiv. ich zahle gerne studiengebühren wenn sich dadurch was bessert. war irgendwas besser als wir studiengebühren gezahlt haben? nein! dann möchte ich auch nix zahlen! ich finde mal eher dass der österreichische staat ruhig etwas geld in uns studentinnen investieren sollte! und ich finde auch dass wenn man brav studiert und fertig werden möchte dies auch in einer gewissen zeit möglich sein sollte. ich bin auch gegen die owezahrer studenten. wegen dem bac. /master...ja keine ahnung, weiß nur dass ich mim bakk genau gar nix hab und nicht von mir behaupten werde dass ich was kann. wie der master dann aussieht, mal schaun. ich weiß nur dass ich in unserem bakk studienplan dazu gezwungen bin mir zu wünschen andere studentInnen schaffen prüfungen nicht, bzw setzen zuwenig punkte usw, damit ich vielleicht einen platz in einer übung krieg, hab mich persönlich noch nirgends einbringen können und herausgefunden WAS ich eigentlich genau will weil wir ja keinerlei möglichkeiten haben uns zu spezialisieren. ich finde nicht dass das eine gute sache ist. und ich stehe dauernd unter druck.
ich finde gut dass was passiert ist, aber bin auch nicht ganz einverstanden mit der besetzungssache, vor allem wenn sich diese dann in zerstörungswut, saufgelage und feierei äußert.
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#4
hallöchen,

war heute selber für zwei stunden dort - und kann den hier vermittelten eindruck ganz und gar nicht bestätigen. es war absolut friedlich, vorne auf der bühne wurde musiziert, es liegt zwar ein bissl müll in der gegend (auch nicht wirklich viel) und die wände sind mit kreide angemalt bzw. sind eben ringsum plakate hingeklebt, aber von einer art "zerstörung" hab ich genau garnix gesehen. man sollte nicht alles blind nachplappern, was irgendwo als pressemitteilung von der uni verbreitet wird. betrunkene studis sind mir ebenso keine untergekommen (ok, war nachmittag). kurzum: was ich gesehen hab, war absolut zivilisierter protest mit ein bissl partystimmung vermischt, nicht mehr und nicht weniger.

was die sache anlangt, so werde ich mich jetzt nicht zu sehr auslassen, weil die gesamtthematik zu komplex ist, um in einem posting alles halbwegs abzudecken. hier daher nur ein paar ganz wenige fragen zum nachdenken:

1. waren die studienbedingungen vor 1-2 jahren mit den damals flächendeckend geltenden studiengebühren besser als jetzt? (nein)
2. hat sich die gesamtstudierendenzahl bzw. der anteil deutscher kolleginnen gegenüber der zahl vor zwei jahren nenneswert verändert? (nein)
3. glaubt hier tatsächlich jemand, dass ew bachelors auch nur halbwegs brauchbare jobaussichten haben und glaubt er/sie daher auch, dass es sinnvoll wäre, nur 20-30% in den master weiter zu lassen? (einzelne unbelehrbare glaubens offenbar, die realität schaut anders aus)
4. glauben die master-(oder generellen) knockout-verfechter tatsächlich, dass es "faire" und völlig objektive zugangsbeschränkungen gibt bzw. glauben diese, dass das schaffen von zugangshürden für alle gruppen von studierwilligen personen (z.b. maturanten aus einer akademikerfamilie vs. alleinerziehende, berufstätige mütter) eine "ident schwierige" barriere darstellt bzw. dass studierende mit "atypischem" lebenslauf (u.u. viel praktische erfahrung und soziale kompetenz, aber kein so aktuelles theoriewissen wie ein maturant, der grad frisch aus der privatschule kommt) automatisch schlechter für ein studium geeignet sind?
5. kosten "karteilleichen" der uni geld und nehmen "studieninaktive" studis (gegen welche gewettert wurde) den kolleginnen plätze weg? (nein)
6. glaub irgendwer ernsthaft, dass nach reduktion der studizahl die bedingungen automatisch besser werden? hat er/sie sich schonmal überlegt, dass nur mit den damals eingenommenen studiengebühren auf der ew locker 2 dutzend neue mitarbeiter am ifew, die für traumhafte studienbedingungen gesorgt hätten, eingestellt werden hätten können. ist das passiert? warum nicht? kann es sein, dass lehre an der uni mit ihren internationalen forschungsrankings einfach keine prioritäre zielsetzung ist, dass geld lieber ganz woanders hin umgeschichtet wird, wenn weniger studis, dann eben noch weniger geld für die lehre?!

es gäbe noch viele weiteren aspekte, ich will damit schlicht und einfach zeigen, dass die in politischer propagande gerne eingesetzte schwarz-weiss-malerei in dem fall nix bringt. der minister freut sich sicher gewaltig, wenn sich die studis gegenseitig niederknüppeln, statt geschlossen gegen die seit jahren praktizierte finanzielle aushungerung des hochschulsektors zu protestieren.

wenn der streik nächste woche noch weitergeht, dann stelle ich zur diskussion, ob die ew sich da nicht auch irgendwo anschließen sollte. weil ärger können die zustände wohl kaum noch werden, als sie es die letzten fünf jahre mitsamt studiengebühren waren!

kau.mi
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#5
unterschreibe ich alles voll und ganz kaumi!
war heute, nachdem ich das posting verfasst habe auch im audimax und auf der demo.
konnte auch nicht genau nachvollziehen wo die angeblichen 50.000-100.000 euro sachschäden entstanden seien sollen.

wie auch immer, ich bezweifle sehr stark dass es unter den erwis genug motivation und interesse gibt, als dass wir als studentInnengruppe auch aktiv werden würden. ich für meinen teil wäre sofort dabei weil mich das ganze system dieses semester so dermaßen am erfolgreichen studieren behindert und ich es echt nimmer ertragen will.
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#6
Ich glaube einfach nicht, dass das Niveau und die Studienbedingungen besser werden, wenn absolut freier Zugang herrscht! Deswegen bin ich auch gegen einen freien Zugang. Ich finde es sollte für die einzelnen Studiengänge (zumindest für jene, die überlaufen sind, EW gehört da ja auch dazu!!!) Beschränkungen geben. Am besten durch eine Aufnahmeprüfung (da ist wirklich jeder gleichberechtigt, jene, die das Studium wirklich machen wollen, müssen sich halt lang und intensiv genug darauf vorbereiten)

Was bringt es denn, wenn jeder das Studium machen kann? überlaufene Vorlesungen und übungen, viel zu viele auf dem Arbeitsmarkt (in bezug auf zu vergebende Stellen) und ein insgesamt sinkendes Niveau. Was darunter leidet ist im Endeffekt unser Berufsbild.

Ich bin auf jeden Fall dafür, dass jeder die gleiche Chance hat, aufgenommen zu werden. Aber ich finde nicht, dass die zu tiefe Akademikerquote darin resultieren sollte, dass dann halt einfach jeder studiert.
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#7
also ich find auch dass es gewisse zugangsbeschränkungen geben sollte, aber nicht für den master, sondern für den bachelor! weil ich denke, wer den bachelor mal geschafft hat, sollte auch das recht haben, den master machen zu dürfen, weil nur mit dem bachelor, hat man wie schon gesagt, nicht wirklich viel!!
meiner meinung nach sollten zulassungsbeschränkungen in form von aufnahmeprüfungen stattfinden, weil so hat jeder wirklich die gleiche chance und die gleichen bedingungen, weil die maturanoten sagen nicht unbedingt etwas über die eignung eines menschen für ein bestimmtes studium aus!!
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#8
Also es wird mal richtig protestiert und ich bin nicht da...
ich kann mich kaumi nur anschließen.

ich wäre bei einer unterstützung der proteste von seitens der ew-lerInnen dabei. falls die proteste noch laufen nächste woche. so oder so werd ich mir die sache dann persönlich mal anschauen
man sollte die hoffnung nicht aufgeben etwas ändern zu können! die meisten studis sind eh in lethargie verfallen.... manche auch gezwungener maßen, da es meist nur heißt lernen,lernen,lernen damit man die nächste prüfung schafft und gleich wieder für die nächste und so weiter und so fort...

wie schon jemand erwähnt hat ist für studierende, die sich ihren unterhalt selbst verdienen müssen oder sogar noch ein kind erhalten müssen, der druck durch die mindeststudiendauer und die damit verbundenen fehlenden zuschüsse wenn man sie überschreitet (was durch das neue poker-system leicht geschehen kann) nicht ohne! hut ab vor denen die sich das zumuten!

ich bin grundsätzlich gegen studiengebühren und zulassungsbeschränkungen, aber wenn sie notwendig sind, dann find ich diese am eingang zum bacchelor am gescheitesten.

es wäre notwendig etwas für bzw gegen die studierenden zu tun, die nach österreich eben wegen den fehlenden oder kaum vorhandenen zugangsbeschränkungen kommen. ich bin nicht dagegen dass sie bei uns studieren, aber zu den selben bedingungen wie in ihren herkunftsländern. zb. selber durchschnittlicher notendurchschnitt bzw auch in finanzieller hinsicht.
ich denke das wäre nicht gegen die europäische gleichberechtigung =)

http://www.oecd.org/document/13/0,3343,e..._1,00.html
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#9
ja wenn es zB auswahlverfahren für einzelne studienrichtungen gibt finde ich nicht dass man diese mit mc tests abhandeln sollte. es sollten eher bewerbungsgespräche stattfinden, mit aufnahmetests usw wie man es eh auch an fhs hat. ich glaube nicht dass man die eignung der studentinnen wirklich mit mc prüfungen bestimmen kann. und ich denke auch dass zugangsbeschränkungen wenn es diese geben muss, am anfang des bachelors erfolgen sollten.
ich hab wirklich angst davor dass nur 30% für den master zugelassen werden und dies womöglich per numerus klausus selektiert wird. was hab ich dann? ich fühle mich mit dem derzeitigen bakk plan nicht gut ausgebildet und kann dann nicht mal einen master machen??
ich hoffe dass wenn die proteste weitergehen sich genug erwis finden die sich auch mit diesen solidarisieren. weil nur jammern und nix tun will ich nicht.
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#10
hallo zusammen,

ich war gestern abend auch vor ort und hab mir das ganze mal angeschaut. und leider muss ich letzteMal recht geben. das ganze war zwar friedlich, aber ziemlich unorganisiert und zweckentfremdet. alkohol und hasch sind einem überall begegnet und im audimax war zu beginn reines chaos, mehr als die hälfte der leute hat sich für das was aufm podium passiert is gar nicht interessiert und die leute die dann teilweise gesprochen haben waren echt peinlich. zum schluss gabs dann den ganzen abend über eh nur noch extremst laute elektro-mucke für die ohren und das ganze war mehr eine riesen party, weniger ne demo. und ich will nicht wissen wie viele auch nur zum party machen dort waren...
ich war ziemlich enttäuscht, weil ichs anfangs echt cool fand, dass mal wieder meinung kundgetan wird. braucht sich aber keiner wundern, wenn die studenten hierfür auf kein verständnis bei der bevölkerung stoßen, wenn sie das ganze als riesen party aufziehn. das verstärkt ja sogar noch den eindruck der faulen, feiernden studis... und das will ganz bestimmt niemand unterstützen!
ich bin echt enttäuscht!
Alle sagten: Das geht nicht
Dann kam einer, der wusste das nicht und hat's gemacht
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#11
26Exclamation 
hi,

kann deinen eindruck nur teilweise teilen, es gibt zwar nach wie vor keine "von oben herab" durchgeführte organisation des protests, aber im improvisieren sind die leute gar nicht schlecht. immerhin gibts schon eigene putztrupps und verpflegung für (fast) alle, in arbeitsgruppen werden untertags in kleinerer runde alle möglichen themen behandelt und ideen erarbeitet. dadurch dass die besetzung jetzt eben schon seit vier tagen läuft und einige leute schon recht lange dort sind, weiß ich nicht, ob man ihnen das vorhalten sollte, dass sie in der nacht feiern. 24h durcharbeiten macht auch sonst niemand. abgesehen davon ist spass haben am wochenende wohl eher typisch für studenten als die große ausnahme. und wirklich arg besoffene sind mir keine begegnet bisher, jedenfalls kein vergleich zu irgendwelchen gürtel- oder innenstadtlokalen, wo am samstag viel schlimmer die post abgeht. eines ist aber klar - nächste woche braucht es zielgerichteteren protest und klarere forderungen, sonst droht das ganze ohne ergebnis zu versanden. grad bei uns auf der ew gibts ja auch haufig probleme, vielleicht würds sinn machen, wenn sich jetzt dann auch mal leute direkt von den studienrichtungen einbringen und konkret aufzeigen, was nicht passt. je nach institut können das u.u. ganz verschiedene dinge sein, jedenfalls wäre es vermessen zu glauben, dass die leute im audimax (der kern stammte offenbar von der kunstuni) automatisch für alle institute die "richtigen" forderungen haben, das klappt nur, wenn sich studis selber einbringen und nicht nur in der zeitung lesen, was da grad so passiert. die chance auf neue proteste in näherer zukunft schätze ich sehr gering ein, vielleicht lohnt es sich also gerade auch deshalb, jetzt aufzustehen und die verantwortlichen (ministerium und rektoren) auf die misere hinzuweisen!

pet
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#12
Jaaaaaaa, bin heute beim Plenum im AudiMax gewesen und find, das war voll konstruktiv. Gibt voll viele Arbeitsgruppen - zum Beispiel wird für den Mittwoch Nachmittag eine große Demo vorbereitet. Jedenfalls suchen sie auch noch Studentinnen, die mithelfen bei allen möglich Sachen. Natürlich nicht perfekt geplant, aber dafür dass es keinen Chef gibt, läufts eh voll super. Jedenfalls kann jeder mitmachen beim Protest gegen die finanzielle Aushungerung der Unis. Zugeschaut haben wir viel zu lange, Garantie für Verbesserungen gibts zwar nicht, aber wers nicht probiert, der kann auch nicht gewinnen. Zuhause am Sofa ist die Chance auf Veränderung in weiter Ferne.

Grüße,
Lizziii
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