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melanieee schrieb:naja. also wir haben eine peinlichst niedrige akademikerinnen quote. und Und was hilft diese Akademikerquote? Das ist eine dimensionslose Zahl aus der Statistik, die wenig aussagt.
Denn, die Hoffnung eines höheren Gehalts - und diese Intention zieht ja immer unterschwellig mit - durch eine hohe Akademikerquote zu erreichen, geht leider immer seltener auf. Stellen, die vor Jahren/Jahrzehnten von Maturanten besetzt wurden, werden heutezutage zunehmend von Akademikern besetzt. Um das selbe Gehalt wohlgemerkt.
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Matthias schrieb:melanieee schrieb:naja. also wir haben eine peinlichst niedrige akademikerinnen quote. und Und was hilft diese Akademikerquote? Das ist eine dimensionslose Zahl aus der Statistik, die wenig aussagt.
Denn, die Hoffnung eines höheren Gehalts - und diese Intention zieht ja immer unterschwellig mit - durch eine hohe Akademikerquote zu erreichen, geht leider immer seltener auf. Stellen, die vor Jahren/Jahrzehnten von Maturanten besetzt wurden, werden heutezutage zunehmend von Akademikern besetzt. Um das selbe Gehalt wohlgemerkt.
da hast du bestimmt recht, aber ich denke für eine gesellschaft haben gebildete menschen sicherlich noch einen anderen nutzen als nur einen kapitalistischen. ICH studiere nicht vorrangig weil ich mir als ziel gesetzt habe möglichst viel zu verdienen. ich finde es sehr traurig wenn wir österreicher es nicht für wichtig empfinden unsere bevölkerung bildung zukommen zu lassen. In Finnland, Norwegen und Schweden gibt es eine AkademikerInnenquote von 40% und diese Länder und deren Leute leben recht gut oder nicht.
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27.10.2009, 09:27
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.10.2009, 09:31 von Mone.)
in schweden und finnland gibt es keine studiengebühren, in dänemark nur vereinzelt. Das Bildungssystem des Landes Schweden stützt sich sogar auf den Grundsatz, dass jeder gleiche Chancen haben soll. außerdem ist es klar, dass 100% gefordert wird auch wenn das vielleicht ein wenig unrealistisch ist. aber man kann ja froh sein wenn nur 10% davon umgesetzt werden.
ich muss übrigens meinen eindruck von oben etwas revidieren. ich war ja leider nur freitag abend dort. da war riesen party. mittlerweile find ich die entwicklung aber echt gut, v.a. auch die vernetzung mit andren unis usw. auch der lektorInnen-verband erklärt sich mittlerweile solidarisch 
lg
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liberta schrieb:In Skandinavien zahlt man auch bis zu ca. 1550€ pro Jahr an Studiengebühren, des weiteren haben sie fast bei jedem Studienfach Aufnahmekriterien bzw. Prüfungen.
Zweitens, leben wir schlecht? Ich nicht! Es gibt immer irgentwelche Probleme, egal in welchen Land. Ich verstehen Hahn und würde bei solchen Vorderungen auch nicht auf die Studierenden zugehen, diese sind ja groteskund nicht dürchführbar.
MfG
das ist eine diskussion, die mich an die einführung der studiengebühren vor etlichen jahren erinnert. auch damals wurde von konservativen politikern gebetsmühlenartig wiederholt, dass ja angeblich eh fast überall höhere gebühren verlangt werden und das deshalb eh ganz normal sei und kein problem. wer jedoch genauer recherchiert, der wird feststellen, dass in vielen der ländern mit studiengebühren entweder nur ausgewählte gruppen von studis belastet werden oder dass ein großer teil die gebühren über förderungen wieder zurück erhält. zudem muss noch gesagt werden, dass an manchen dieser unis verglichen mit durchschnittlichen österreichischen zuständen richtiggehend "traumhafte" zustände herrschen (aktuelle gratis skripten, gratis freifahrt, garantierte übungsplätze, etc.). die bedingungen sind dort aber nicht wegen der in relation zur leistung geringen gebühren besser, sondern weil die basisfinanzierung von seiten des staates besser ausfällt bzw. weil vielleicht auch die effizienz der mittelverteilung besser ist.
wenn du, liberta, es nicht schlecht hast, dann freuen wir uns natürlich für dich, es sei dir gegönnt. wenn du damit allerdings den schluss ziehen willst, dass allgemeine gebühren eh niemandem weh tun, dann betreibst du realitätsverweigerung. es gab/gibt genügend leute, die eben grad kein stipendium bekommen und nebenbei arbeiten müssen bzw. sehr aufs geld achten und da können dann auch 380 euro durchaus bitter sein.
du verstehst hahn und dass er nicht auf die "vorderungen" der studis eingehen will. schön. ;-)
kau.mi
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27.10.2009, 11:24
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.10.2009, 00:26 von Slartibartfast.)
Ich finde die Forderungen der Demonstranten nicht wirklich überzogen. Es ist eine Schande für Österreich wie wenig unserer Gesellschaft die Bildung wert ist. Irgendwann wird uns das mal auf den Kopf fallen!
Die Unis sollten einfach mal grundlegend mehr Geld bekommen - unabhänging davon ob es jetzt Studiengebühren gibt oder nicht.
Und das Argument mit der Studienbeihilfe die eh alles ausgleichen soll zieht auch nicht - ich zb habe vor meinem EW-Studienbeginn einen Bachelor an einer FH abgeschlossen und dadurch automatisch das Recht auf Studienbeihilfe verloren. Somit wurde ich vom Staat dafür "bestraft" dass ich mich weiterbilde.
Irgendwann muss Schluss sein mit dieser extrem liberalen Bildungspolitik, sonst werden bald nur mehr die Bankerkinder studieren können!
Und was sollte bitte die Idee mit den Zugangsbeschränkungen für Masterstudien werden????
Das ist doch das Dümmste was ich jemals gehört habe -besonders mit einem EW-Studium wirst du als Nur-Bachelor absolut keine Chance am Arbeitsmarkt haben.
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ah ja und norwegen verlangt auch keine studiengebühren, nur minimale einschreibegebühren von max. 60€. also von welchem skandinavien reden wir hier?
ich will nicht klugscheißern, aber man kann seine argumentation nicht auf leeren bzw. falschen argumenten aufbauen...
was stimmt ist, dass das bildungswesen in skandinavien enorm von staatlicher seite aus unterstützt wird. da ist es vielleicht auch nicht mehr so nötig gebühren zu verlangen... daher: umdenken in der politik. in bildung investieren und wieder mehr wertschätzen!
schöne grüße
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Sollen sie nicht ewig herumjammern, sondern sich neben der Uni nen JOB zulegen, dann ist auch eine Studiengebühr Bezahlung von rund 378€ kein Problem. Ich hab mein ganzes Studium nebenbei gearbeitet und auch auf der Uni einiges getan und ich hab's auch geschafft, alles eine Frage der Einteilung. Ich bin heut an der Hauptuni vorbeigefahren und hab grölende und auch besoffene StudentInnen gesehen, was 1) nicht nur extremst peinlich ist sondern ich hab mich auch 2) gefragt was die für Zeit haben müssen.... 
Ich finde es lächerlich und beschämend.
Die Qualität der LV's geht verloren bei der MASSE an StudentInnen (hauptsächlich aus D), woher soll die Uni Geld hernehmen um bsp. Laboreinrichtungen zu kaufen um sie bsp. auf den neuesten Stand zu bringen? Der Steuerzahler darf das dann zahlen und ja liebe Leute, das sind dann alles wir. Und dann regen sich die Leut auch da auf, wenn die Steuern so hoch sind. Ja woher soll denn das Geld herkommen? Aber sich dann auch aufregen, dass im Labor alte Schutzbrillen herumkugeln (das Gejammere hab ich oft genug gehört). Und sowas sind angehende Akademiker, peinlich ist das, geht's arbeiten!
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Elisabeth, genau das ist ja das Problem! Wenn du nebenbei arbeiten musst brauchst du noch länger fürs Studium.
Oder, Elisabeth, hast du dein Studium in Mindestzeit abgeschlossen?
Wenn ja, dann Hut ab vor deiner Leistung!
Und ja, es geht darum dass der Steuerzahler das bezahlt, denn immerhin werden ALLE staatlichen Ausgaben vom Steuerzahler bezahlt. Nur geht es um die Frage ob uns Bildung jetzt wichtig ist und die Steuergelder dorthin fließen oder ob wir damit Eurofighter kaufen, den tausendsten ÖBB-Bahnhöf renovieren oder mit Pensionserhöhungen Wählerstimmen kaufen.
Aber ich zahl auch Steuern und würd mich freuen wenn etwas von dem Geld auch in die Bildung fließt damit meine Enkerln sich auch noch ein Studium leisten können!
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Elisabeth, ich respektiere deine meinung, aber du solltest dir vielleicht auch überlegen dass irgendwas dran sein muss wenn tausende studentInnen die derzeitige Studienlage für nicht erträglich halten. und wir leben nicht in moldawien, österreich ist ein reiches land, wir haben geld für bildung! wir haben seit über 20 jahren jedes jahr ein wirtschaftswachstum geben aber trotzdem immer weniger geld für bildung aus, wie kann das sein? und wie eben schon erwähnt, die skandinavischen länder investieren sehr viel in die studentInnen, in schweden muss NIEMAND studiengebühren zahlen, weder schweden, noch eu-bürger, noch ausländer und laut deiner ansicht müsste ein land das so "verschwenderisch" "wirtschaftet" folglich den bach runter gehen, aber es ist ja bekanntlich genau anders rum, wie erklärst du dir das? ich fühle mich beleidigt und angegriffen,wenn du mich als beschämend bezeichnest denn ich gehe seit je her neben der uni arbeiten und haben trotzdem existenzängste ,und jedes semester immer um prüfungs-übungsplätze pokern zu müssen und keine fixe aussicht auf einen master zu haben machen dies nicht gerade besser!!!
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Wegen dem Arbeiten: Was ist denn, wenn man zwei Studien betreibt - so wie ich es tue? Dann geht sich nebenbei arbeiten (bis auf Gelegenheitsjobs ab und zu) nicht aus. Und da soll mir einer sagen ich bin faul!
Ich persönlich weiß nicht, was man machen soll... Einerseits bin ich total dafür, dass es mehr Studienplätze gibt und jeder frei studieren kann. Und es soll mehr Geld in die Lehre und Bildung gesteckt werden und dieses Geld haben wir in Österreich auch - wie melanieee bereits geschrieben hat sind wir ja kein armes Land.
Andererseits kann ich auch Elisabeths Argument nachvollziehen. Denn wenn man alle ohne Beschränkungen studieren lässt, wird ein großer Anteil der Studenten aus Deutschland kommen. Das soll jetzt nicht diskriminierend klingen, aber man muss sich überlegen, dass damit Österreich quasi die Bildung der Deutschen bezahlt. Und da kann ichs schon verstehen, dass die österreichischen Steuerzahler das Geld dafür nicht aufbringen wollen. Denn die deutschen Studenten gehen (meist) wieder zurück in ihr Heimatland und wir haben nichts von dieser Investition.
Ich weiß echt nicht, was man tun kann, um eine höhere Akademikerquote zu erreichen.
--> gibt es Zugangsbeschränkungen können insgesamt weniger Leute ausgebildet werden
--> gibt es keine, nehmen uns Studenten aus den Nachbarländern die Studienplätze weg
--> Beschränkungen nur für ausländische Studenten kann man aber aufgrund der EU nicht einrichten
???
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Hallo zusammen,
nur damit es nicht untergeht: heute Nachmittag gibts ein Aktionstreffen der EW, wo gezielt die Hauptprobleme im Bereich der Ernährungswissenschaften besprochen werden und wo dann in der Folge auch Transparente mit gezielten Forderungen für unsere Studienrichtung gebastelt sollen werden.
Alle interessierten EWlerInnen sind herzlich eingeladen ihre Ideen einzubringen! Treffpunkt 12:30 beim StRV-EW-Kammerl. Wer erst später Zeit hat, der/die kann dann unter 01/4277-19773 anrufen.
Es gibt übrigens auch den Plan, eine Nawi-Protestzug vom Biozentrum weg bis zur Hauptuni durchzuführen. Treffpunkt dafür wird um 16:00 in der Selbststudienzone "Oase" im Biozentrum sein. Ab 17:00 gehts dann von der Hauptuni weg Richtung Wissenschaftsministerium.
Im kleinen Rahmen haben wir es jetzt seit Jahren nach Kräften probiert, eine positive Entwicklung auf der EW einzuleiten. Die Erfolgsmöglichkeiten unter den gegebenen Rahmenbedingungen sind jedoch offensichtlich bescheiden. Die versprochenen, grundlegenden Verbesserungen lassen schon viel zu lange auf sich warten. Wir rufen euch daher dazu auf, mit uns gemeinsam und konstruktiv auf die Probleme der Ernährungswissenschaften hinzuweisen! Die Chance auf ein größeres mediales Echo in der Form wird sich vermutlich so bald nicht wieder bieten. Also, kommt vorbei bei der Demo - oder auch schon zuvor beim Aktionsnachmittag!
Eure
StRV-EW/BSE
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