Zitat:ich hab mein abi mit 2,5 gemacht und hatte keine chancen, weil fast überall der nc bei 1,4-1,6 lag...
aber hier gefällts mir eh viel besser!
Und genau eine solche Einstellung würde ich für...sagen wir...fragwürdig halten.
"Ich schaffe es bei mir nicht, also versuche ich es wo, wo es leichter ist"
Ich kann es sehr gut nachvollziehen, wenn man gerne in einem anderen Land studieren möchte, aus welchen Gründen auch immer.
Und ja, ich kann es sogar nachvollziehen, wenn man sich den, für sich einfachsten, Weg aussucht, und diesen dann entsprechend verfolgt.
Aber sich dann aufzuregen (ohne dir persönlich zu unterstellen, das getan zu haben), wenn dieser ausgesuchte, leichte, Weg sich plötzlich doch nicht als so angenehm herausstellt, geht dann vielleicht doch ein ganz klein wenig zu weit.
Zitat:also wir hätten in österreich genauso ein problem an den unis selbst wenn kein einziger deutscher hier bei uns wäre
Source?
Behauptest du einfach mal so?
Na dann muss es doch stimmen!
Zitat:das problem in einem land welches von der kronen zeitung regiert wird ist einfach dass die österreicher gerne einen schuldigen personifizieren und sich auf diese stürzen und diese gruppe verantwortlich machen für die misere.
Ach, dieses Problem gibt es nur in Österreich, und es steht in direkter Verbindung mit einer bestimmten Zeitung, oder generell Zeitungen mit fragwürdigem Niveau?
Natürlich, in anderen Ländern hat man so etwas noch nie gesehen, und es ist auch ganz sicher keine natürlich-menschliche Eigenschaft sich Feindbilder zu suchen, nein, die Krone ist schuld!
Ohwait...Wie war das nochmal mit den Feindbildern?
In einem Satz die Erschaffung von Feindbildern kritisieren, und direkt danach etwas anderes zum ultimativen Schuldträger ernennen? Ja, sowas ist konsequent!
Zitat:ist einfach leichter zu verstehen und man muss nicht viel nachdenken und nachfragen.
Stimmt.
Nachplappern ist immer einfacher, als sich Gedanken zu machen.
Genauso wie es einfach ist, irgendwelche Thesen als Fakten darzustellen, ohne auch nur irgendeine Art von Beweisgrundlage zu bringen.
Es ist genauso leicht eine Bevölkerungsgruppe gedankenlos zu verurteilen, wie es leicht ist, eine Bevölkerungsgruppe gedankenlos von jeder Verantwortung zu befreien, und stattdessen doch lieber eine Zeitung oder die Regierung zu verurteilen.
Zitat:das problem liegt einfach genau in diesem punkt. wie gesagt, das geld aus den studiengebühren ist den studis nie zugute gekommen, genau jener betrag wurde vor der einführung aus dem budget gekürzt.
Jain.
Ich kann nur sagen, dass es zum Großteil an fehlender Durchsicht über die Budgetausgaben fehlt.
Es ist natürlich leicht zu sagen, dass mit dem vorhandenen Geld falsch umgegangen wird, oder überhaupt, dass zu wenig vorhanden ist, wenn man kaum etwas über das Budget ansich, oder dessen Ausgaben weiß.
Aber konstruktiv ist das nicht.
Kritisieren ist immer angenehm einfach, Lösungsvorschläge finden dann plötzlich nicht mehr.
Das Problem ist, dass man den Studenten nicht einmal die Möglichkeit gibt, Lösungen zu finden.
Man sieht Proteste, und es gibt sicherlich auch einige (mehr oder weniger einflussreiche) Leute, die die Situation verbessern wollen (Ob jetzt nur um die Proteste zu beruhigen, oder tatsächlich um den Studenten als Menschen zu helfen mal außen vor), aber die wissen ja selbst nicht, was man ändern kann.
Man kann mehr Geld ins Ausbildungswesen pumpen, natürlich, aber wenn es an der Verwaltung jenes Geldes liegt, dann ist das wohl das Letzte, was in so einer Situation hilfreich wäre.
Aber woran es liegt kann man (als Student) nur raten, nicht feststellen.
Und genau da wäre der Punkt, wo ich den ersten Schritt zur Besserung ansetzen würde: Mitentscheidungsmöglichkeiten, oder zumindest Einsichtsmöglichkeiten für Studenten, und sei es auch nur ein kleiner, ausgewählter Kreis der Studenten, die das dann an andere weitergeben können, sowohl in die eine, als auch in die andere Richtung.
Ich denke es dürfte klar sein, worauf ich mit einem solchen Kreis der Studenten anspiele :-) - Bzw eher auf die Einsichtsmöglichkeiten dieses Kreises.
Zitat:ich glaube die wenigsten hätten wirklich ein problem damit (wenn dies in einer sozialen form geschieht)studiengebühren zu zahlen wenn man auch nur irgendwas davon hätte. und zugangsbeschränkungen sind nicht die antwort weil wir einfach mehr absolventInnen brauchen.
Siehe oben... Mehr Geld ist halt leider auch nicht immer die ultimative Lösung für alles.
Und auf der einen Seite heißt es überall, es mangelt an Akademikern, auf der anderen Seite ist es mittlerweile selbst als Akademiker alles andere als einfach eine geeignete Stelle zu finden.
Meiner Meinung nach, ist dieses ganze "Österreich braucht Akademiker" nichts weiter als Propaganda, von der am Ende, wie so häufig, im Prinzip einige wenige Kapitalisten, bzw kapitalistische Gesellschaften profitieren.
Zitat:außerdem wäre österreich rein wirtschaftlich gesehen so ziemlich am a* ohne deutschland. also dieser deutschenhass ist einfach wiedermal ein resultat von unreflektierter unkritischer ignoranter meinungsbildung
Deutschenhass?
Abgesehen davon, dass es immer noch einen großen Unterschied zwischen "Hass" auf eine Gesellschaft und Schuldzuweisung zu einer Gesellschaft gibt, machst du genau das selbe in umgekehrte Richtung.
Aber das habe ich oben ja bereits zur Genüge erwähnt.
Zitat:ich sage jetzt nicht dass es zB im medizinstudium oder bei psychologie nicht ein problem ist, aber da wurden eh schon längst vorkehrungen getroffen. aber man kann das einfach nicht auf die gesamte studiensituation umlegen, das entspricht einfach nicht den tatsachen.
Natürlich kann man das nicht, aber es liegt zumindest eine Art Teilschuld bei den Studenten, die im Ausland studieren, weil sie es in ihrem Heimatland nicht schaffen.
Nicht die ganze Schuld, das stimmt sicherlich, und die Schuld liegt sicher nicht an den Einzelpersonen, sondern eher an der Gesellschaft die ein solches Verhalten zulässt, oder sogar unterstützt, aber es bleibt dabei: Nur weil man "nur" in bestimmten Studienbereichen für Probleme sorgt, heißt das noch nicht, dass man für keine Probleme sorgt.
Meine Idee zu anderen Bereichen habe ich ja bereits oben schon erwähnt, in den Bereichen allerdings, wo es in meinen Augen keinen Zweifel daran gibt, dass Studenten aus Deutschland die teilweise hier studieren, weil es einfacher ist(siehe oben: zB Medizin, Psychologie), zumindest eine Mitschuld an der derzeitigen Situation haben, würde ich schlicht und ergreifend für den Vorschlag stimmen, nach dem man gerne hier studieren kann, solange man in seinem Heimatland auch die Möglichkeit hätte zu studieren.
Schlicht, einfach, effektiv.
Für die, die nur hier studieren wollen, weil sie es hier einfach mehr mögen als in Deutschland dürfte das dann ja wohl kaum zu Problemen führen und österreichische Universitäten wären sicherlich zum Teil entlastet.
Die einzigen die anfänglich davon geschädigt wären, wären die Studenten, die hier studieren, weil es die einfachste Möglichkeit ist, aber das ist - nach eigenen Angaben - ja sowieso kaum jemand :-)
Abgesehen davon würde die deutsche Regierung vielleicht ja mal einsehen, dass _in Deutschland_ ein großer Teil des Problems liegt, und nicht in Österreich, wenn sich dort dann plötzlich die Situation stark zuspitzen würde, weil eine beträchtliche Erhöhung derjenigen, die keinen Studienplatz mehr bekommen, die Situation plötzlich zuspitzen würde.
Generell kann ich die geteilten Einstellungen aber nur sehr schwer nachvollziehen - Zu wenig Studiumabsolventen, aber gleichzeitig zu wenig Studienplätze.
Ich denke wirklich, auch wenn das jetzt ein wenig stark Richtung Verschwörungstheorie geht, dass "zu wenig Akademiker" schlicht und ergreifend ein Gerücht ist, von dem im Endeffekt nur der Staat insofern profitiert, als dass es eine weitere Kategorie gibt, in die man "sinnlos Geld pumpen" kann.
Eben erwähntes hört sich in kurz natürlich etwas "lächerlich" an, ich kann das natürlich noch gerne weiter ausführen, aber ich will diejenigen, die lieber bei der Einstellung "pöse Krone=Schuldträger" bleiben, ja nicht langweilen.