Primär würde ich mal so vorgehen:
du rechnest erstmals deine Kosten, die du in Zusammenhang mit der Tätigkeit hast zusammen. Dies sollte möglichst gut überlegt sein und vor allem bei Kosten, die du nicht unmittelbar zurechnen kannst (z.B. einen PC, den du auch privat nutzt) solltest Werte annehmen, die realistisch sind. Insbesonders wichtig sind jene Kosten, die du unmittelbar der Beratung oder noch besser einem einzelnen Auftrag/einer einzelnen Beratung zurechnen kannst. Den Rest der Kosten, die sich nicht unmittelbar zurechnen lassen, rechnest zusammen und dividierst du durch die Gesamtanzahl der geplanten Aufträge. Dann kommt ein %-Wert raus. Die vorher ausgerechneten, direkt zurechenbaren Kosten multiplizierst du mit dem %-Satz. Das sind dann deine "Herstellkosten". Ich würde dies in dem Falle mit den Selbstkosten gleichsetzen.
Schlußendlich überlegst du dir, was für dich am Ende des Tages rausschauen soll oder besser, wie viel du pro Wo/Monat/Jahr verdienen willst, netto nach allen Abzügen. Vom Nettogehalt mußt du zum Bruttogehalt zurückrechnen (da gibt's Brutto-/Netto-Rechner online). Dieser Bruttobetrag ist dann deine Bemessungsgrundlage. Durch diesen dividierst du die geplanten Aufträge und bekommst keinen Kalkulationswert raus. Diesen zählst dann zu den Selbstkosten einfach dazu. Wenn du statt durch die Anzahl der Auftrag durch die Selbstkosten dividierst, bekommst einen Aufschlagssatz zu den Selbstkosten raus.
Also kurz zusammengefasst:
Einzelkosten
+ Aufschlagsatz für nicht direkt zurechenbare Kosten
= Herstellkosten = Selbstkosten
+ Fixaufschlag Gewinn oder var. Aufschlag zu den Kosten
= was du verlangen mußt (Netto o. Umsatzsteuer, wenn diese noch dazukommen sollte > x 1,2)
Wenn du deine eigenen Kosten nicht kennst und du quasi Daumen x Pi drüberrechnest (oder Empfehlungen von Berufsverbänden hernimmst), ist das wie Zielfernschießen ohne Zielfernrohr. Kann treffen, aber auch voll daneben gehen.

Natürlich kannst du den Endpreis dann noch etwas "frisieren", wenn er dir als zu niedrig erscheint. Dann verdienst halt mehr, als du dir erwartet hast. Wenn dieser jedoch zu hoch ist - im Vgl. mit den hier kolportierten 80€ z.B. - dann hast ein Problem. Denn, verlangst du weniger, bleibt weniger übrig, denn die Kosten ändern sich kaum. Dann fragt man sich mitunter am Ende des Tages, wofür du gearbeitet hast.