hab von meiner schwester, die einen kleinen (4 jahre) sohn mit laktoseintoleranz hat einen weitergeleiteten newsletter der ernährungsberaterin Karin Stalzer erhalten, in dem ein artikel über soja enthalten ist, der unter anderem sagt: "Phythoöstrogene führen zu Unfruchtbarkeit, und lassen nachweisbar das Brustkrebsrisiko ansteigen. Vor allem kleine Buben sollten keine Sojamilch erhalten, weil die Gabe von Soja in den männlichen Hormonhaushalt eingreift."
da sie aufgrund der laktoseintoleranz vergleichsweise viel mit sojaprodukten macht, ist sie verunsichert..
wisst ihr dazu genaueres bzw könnt den artikel (hab ihn auch angehängt, wenns funkt) bestätigen oder widerlegen??
aalso ich kann dich auch nicht zu 100% beruhigen aber ich arbeite bei einem arzt der ständig vorträge über isoflavone/soja/japan etc hält und auch damit konfrontiert wurde und der die meinung vertritt dass eventuell die einnahme von isoflavon-kapseln nicht so günstig ist, jedoch isoflavon aufnahme in natürlicher form via soja unbedenklich und gesund ist.
japaner essen unmengen an sojaprodukten-einer der gesündesten völker überhaupt mit sehr hoher lebenserwartung
schweine werden mit soja gemästet-wäre es tatsächlich krebserregend hätte es schon längst fatale folgen für alle schweinefleischkonsumenten
die kritik ist dass isoflavone phytoöstrogene sind, deswegen ist es wie eben gesagt in kapsel form eventuell nicht so gut, allerdings bin ich durch die ganzen vorträge und arbeiten die ich zu dem thema von renommierten ärzten gelesen/gehört habe, überzeugt dass soja produkte in form von lebensmittel nicht krebserregend sind
hab mir erst jetzt das dokument durchgelesen.
die behauptung dass in japan kaum soja konsumiert wird halte ich für ziemlichen schwachsinn, kenne japanerinnen die ein japanisches teegeschäft beim naschmarkt führen, wo auch speisen angeboten werden und die ausschließlich aus sojamilch bzw sojaprodukten hergestellt werden .war auch schon zu einer teezeremonie plus essen eingeladen und das war ganz traditionell also überhaupt nicht akakiko-mäßig oä und da war auch reichlich tofu vorhanden.
und weiteres kenne ich eine studie welche besagt dass japanerinnen durch den soja konsum weniger häufig an brustkrebs erkranken.
Ein wenig Recherche auf diversen Homepages und dann kann man auf die "wissenschaftlich fundierten Aussagen" rückschließen. Frau Karin Stalzer ist in erster Linie Juristin und hat dann einen TCM Kurs absoliviert und nennt sich nun Ernährungsberaterin. Der Eu.l.e. Verein hat seit 2007 nichts mehr publiziert und Udo Pollmer sieht sich gerne im TV wieder. Liebe Kolleginnnen - bitte - jede Quelle zunächst überprüfen, dass ist der wissenschaftliche Anspruch und dann darüber nachdenken. Jeder dem Körper zugeführte Stoff hat posivite aber auch negative Auswirkungen - es ist wohl die Menge die es ausmacht und Kontroversen/Lobbyisten gibt es immmer.
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag
@ reggie: ich habe mich durchaus über karin stalzer schlau gemacht, ebenfalls über udo pollmer, ich wollte einfach meinungen zum thema von ewler lesen, die vielleicht schon weiter im studium sind und sich damit vielleicht einmal näher befasst haben.
Nur in diesem doc.file sind schon einige Fehler, auch Rechtschreibfehler zu finden. Ah!! Und bei dem Wort "Mineralstoffräuber" (dort erwähnt) stellen sich bei mir eh schon die Haare auf!!!
Folgendes stand im doc-file:
[Ansonsten wurde Soja Jahrtausende lang vorwiegend als Viehfutter und Düngemittel eingesetzt. Kein Asiate wäre jemals auf die Idee gekommen, Sojamilch und deren Produkte zu trinken, bzw. zu essen. Dies ist eine amerikanische Erfindung des 20.Jhd. um die Pressrükstände bei der Sojaöl-Produktion zu verwerten]
Was meinen die mit Preßrückstand? Der feste Anteil, oder? Der wird nach wie vor, als Viehfutter verwendet. Der flüssige Anteil (die "Milch") wird mit einem Salz versetzt (schon wieder Namen vergessen), und das gerinnt dann, ähnlich wie in der Käseproduktion. Und das sind dann -nach Pressung- die Sojablöcke.
Konnte man unlängst bei der Sendung mit der Maus sehen, als podcast!
ja, ich habe auch mal eine (recht hochwertige) doku über asien gesehen, wo sie auch tofu-herstellung im traditionellen rahmen in irgendeinem mini-dorf gezeigt haben und es hat nicht so ausgesehen, als ob sie irgendeinen teil der sojabohnen wegschmeißen würden.
die aussage "Kein Asiate wäre jemals auf die Idee gekommen, Sojamilch und deren Produkte zu trinken, bzw. zu essen." ist also meiner meinung nach mehr als fragwürdig.
was mich interessieren würde, wisst ihr jetzt ganz außer acht des artikels über irgendwelche wiss. studien oder ähnliches, die sich mit soja bei kindern beschäftigen?
30.04.2009, 08:58 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.04.2009, 09:00 von geeri.)
Pilot Studies of Estrogen-Related Physical Findings in Infants
Judy C. Bernbaum,1 David M. Umbach,2 N. Beth Ragan,3 Jeanne L. Ballard,4 Janet I. Archer,5 Holly Schmidt-Davis,6 and Walter J. Rogan3
Our study, although small and primarily cross sectional, suggests choices among responses for further studies. For example,our data suggest that genitalia do not vary much by age and thus will not respond to exogenous estrogen with delayed regression. Breast tissue did appear responsive, as did vaginal wall cells. Withdrawal vaginal bleeding and breast milk are worth noting but are infrequent. This study was a pilot and too small for reliable inference about feeding regimens. Our results indicate that these methods can be used validly and repeatably in infants; they may allow more direct, interpretable investigations of the infant’s response to estrogen-like compounds.
01.05.2009, 06:36 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01.05.2009, 06:54 von Ralph.)
Soja ist wie das Leben.
Sehr zwiespältig.
Von "Soybean, a promising health source" (MATEOS-APARICIO et al., 2008) über "Soy isoflavones and their bone protective effects" (ZHANG et al., 2009) bis hin zu einer leichten Potenzierung des Effekts von chemischen Karzinogenen (SIRTORI, 2001) sowie Beeinflussung der Menstruation (CASSIDY et al., 1994).
"Östrogen" als Wirkung ist ja relativ, dh. man bezieht es auf eine Standardsubstanz, zB 17-b-Östradiol, etc.
Im Vergleich dazu sind Soja-Isoflavone ja "anti-östrogen", dh. sie binden an den menschlichen Östrogenrezeptor, lösen aber keinen oder nur einen deutlich geringeren Effekt aus. Das ist ja das Wirkprinzip von Anti-Östrogenen in der Brustkrebstherapie, wenn auch nicht die der klassischen Anti-Östrogene, sondern wieder: zwiespältig.
(ROHR et al., 2008; QIN et al., 2009; WHITTEN et al., 1995)
Aber man findet wirklich haufenweise Studien mit zumindest leicht verminderten Brust- und Colonkrebsrisiko... nach negativen Effekten muss man schon genau suchen.
Halleluja, die dämpfende Wirkung, damit hat es was auf sich!
Hatte mir 6 L Sojamilch gekauft, weil die stark verbilligt war und jeden Tag mind 0,5 L getrunken.
Das geht nun schon eine Woche lang und seit Tagen... kein Interesse mehr an Gott und der Welt quasi!
"Die Menschen wollen sich von meinem Geist nicht mehr strafen lassen; denn sie sind Fleisch."
Mose 1. 1,3
Trinket und (ver-)genüget Euch!
So, und jetzt gemahne ich mich, den Rest zu leeren
CASSIDY et al. Biological effects of a diet of soy protein rich in isoflavones on the menstrual cycle of premenopausal women. American Journal of Clinical Nutrition. 1994(60,3):333-40.
MATEOS-APARICIO et al. Soybean, a promising health source. Nutricion Hospitalaria. 2008(23,4):305-312.
QIN et al. Soy isoflavones have an antiestrogenic effect and alter mammary promoter hypermethylation in healthy premenopausal women. Nutrition and Cancer. 2009(61,2):238-244.
ROHR et al. Impacts of isoflavones on the human. Journal fur Gynakologische Endokrinologie. 2008(18,3):23-31.
SIRTORI. Risks and benefits of soy phytoestrogens in cardiovascular diseases, cancer, climacteric symptoms and osteoporosis. Drug Safety. 2001(24,9):665-682.
WHITTEN. Potential adverse effects of phytoestrogens. Journal of Nutrition. 1995(125,3):771-6.
ZHANG et al. Inflammopharmacology. 2008(16,5):213-215.
Ja ich weiss ja nicht ob das bei Dir so die Rolle spielt... so gesehn ist Soja diskriminierend.
"Unkraut verdirbt das Feld, den Mann das Wunschverlangen;
Wer Wunschlose beschenkt, wird reiche Frucht empfangen."
(Dhammapada 24,359)
Der Spruch is ja auch schon wieder doppelbödig:
Das Wunschverlangen verdirbt den Mann(!) wie das Unkraut das Feld, es könnte aber auch heissen: Unkraut verdirbt dem Mann das Wunschverlangen