27.06.2011, 19:53
(24.06.2011, 23:04)Flo schrieb: Das Problem ist mMn oft, dass Essen viel zu oft aus Langeweile geschieht oder als Trost/Belohnung ect. missbraucht wird.Ich denke nicht, dass es so einfach ist für einen Übergewichtigen oder gar Adipösen. Was unsereiner für selbstverständlich erachtet (entweder weniger zu Essen, sich mehr zu Bewegen oder gar beides
Und ich beziehe mich hier natürlich nur auf "normal Übergewichtige", die ansonsten gesund sind....
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Soll eigentlich nur darstellen, dass man gar nicht arg hungern (und vom Magenband rede ich noch gar nicht...) braucht, wenn man denn nur mal seinen Hintern hochkriegt.
), ist für diese Personengruppe eben nicht so leicht und selbstverständlich. Da spielen ja eine Reihe von Faktoren hinein, das fängt beim gesellschaftlichen Problem an (wer traut sich in Sportkleidung und 150kg auf 1,6m Größe z.B. auf die Laufstrecke?) und endet bei hormonellen Veränderungen durch das Dicksein.Als angehender Fachmann der Ernährungswissenschaften ist es immer leicht, einen Ausweg am Reißbrett zu skizzieren - übrigens ein Zeichen eines jeden Fachmanns/-fraus.
Die betreffende Person dann aber de facto zu bewegen (im übertragenen Sinne jetzt), etwas zu tun, was sie nie wollte/machte (eben Sport oder allgemein Bewegung, sonst wäre er/sie vielleicht nie so dick geworden), das ist die Herausforderung für den Fachmann-/frau und hier scheitern kläglich viele laufend. Denn, ersteres (der Ausweg) ist durch einigermaßen objektivierbare Faktoren bedingt (Ausbildung, Fachwissen etc.), letzteres, jemanden zu motivieren hingegen eine Herausforderung. Um aber auf die Magen-OP zurückzukommen: grad bei einer solch hochgradigen Fettsucht wird es wohl das letzte Mittel (ev. vor dem Exodus) sein. Denn, solche Menschen bringen sich dann schon selbst in Gefahr, wenn sie sich bewegen, da der Körper überfordert wird. Der kann wohl gar nicht so wenig sich bewegen, dass er nicht gleich am Limit sich bewegt. Es ist aber auch keinesfalls der übliche Weg des Abnehmens, eher schon der letzt-mögliche.

