19.12.2008, 07:56
liberta schrieb:Persönlich esse ich sehr wenige kh da ich der meinung bin das kh-kostformen gesünder sind.Ist das nicht ein ordentlicher Widerspruch in sich? Du ißt sehr wenige KH, bist aber der meinung, das KH-Kostformen (ich verstehe das als KH-hältig) gesünder sind?
Slartibartfast schrieb:kannst ihm ja sagen dass es teuer ist ständig proteinreiche kost wie zb Fleisch zu kaufen und auch ökologisch betrachtet nicht so sinnvoll ist.Kann mir selbst schwer vorstellen, dass für eine Person, die - noch - keine gesundheitlichen Probleme hat, sich durch eine derartige Argumentation kannst ihm ja sagen dass es teuer ist ständig proteinreiche kost wie zb Fleisch zu kaufen und auch ökologisch betrachtet nicht so sinnvoll ist. in seinem Konsum beindrucken läßt. Denkst du in dem Moment, wenn du in die Leberkäsesemmel beißt, wieviele Tiere haben dafür sterben müssen, wieviel CO2 oder Methan in die Luft geblasen wurde, wieviel Wälder für das Futtermittel gerodet wurden? Mit Verlaub gesagt, denke ich, dass der Mehrheit der Bevölkerung das völlig egal ist.
Ich bilde mir auch ein irgendwann mal in einer vo (physiologie?) gehört zu haben dass bei low carb mit der zeit ein gewöhnungseffekt oder so ähnlich eintritt und es dann nicht mehr so gut zum abnehmen geeignet ist. kannst ja mal schaun ob du da was konkretes darüber findest.
Wir könnten das gleiche aufs Autofahren/verheizen fossiler Brennstoffe umlegen. Das betrifft weit mehr Leute, nämlich uns alle, dennoch steigt seit Jahren/Jahrzehnten der Verbrauch fossiler Brennstoffe in Österreich/Europa weit stärker, als die Bevölkerung. Die Art der Argumentation ist dieselbe, aber mal ehrlich: wieviele von euch würden mit dem Rad/zu Fuß fahren/gehen, unter der Annahme, Treibstoff ist so billig, wie Mineralwasser? Oder wer würde mit Trabbi fahren, wenn er zum gleichen Preis einen Rolls Royce bekommt? Verhalten und - nach aussen getragene - Einstellungen klaffen mitunter weit auseinander. Der Bundeskanzler wird natürlich immer sagen, er ist für Klimaschutz, für die Reduktion der Treibhausgase usw., fährt aber einen Audi A8, statt einem VW Polo oder so, der das x-fache weniger braucht, als der Audi.
Ich pers. verstehe es selbst nicht, wieso Menschen stets den monetären Druck benötigen, um in gewissen Bereichen umzudenken. (wieso sparen die Leute Energie - weil sie heute so teuer wie noch nie ist, nicht unbedingt, weil sie so knapp ist oder sonst was) Warum muß immer das Geld herhalten, um gescheiter zu werden?
Aber um auf das Low-Carb zurückzukommen. Abnehmen tut man anfangs meist schnell - wenn'st einen Haufen Wasser verlierst und die Glykogenspeicher leer werden. Das ist ja ein - für denjenigen, der abnhemen will - positiv. Wie wir alle schon mehrfach im Studium gehört haben, bindet Glykogen reichlich Wasser. Und Wasser ist sogar schwerer als das Fett, also um nur abzunehmen, ich meine hier bewußt, das Gewicht auf der Waage zur Reduzieren (der Zeithorizont spielt mal keine Rolle), doch optimal. Außerdem entsinnt es meiner Vorstellung, wieso man Nährstoffe, die vom Energiegehalt eher niedrig sind, streichen/massivst einschränken soll? Man kann doch auch von "High-Carb" leben, z.B. nichts als Zucker essen und wird bei adäquater Energiebilanz nix zunehmen (etwaige gesundheitliche Aspekte blende ich mal aus).
Ich habe so das Gefühl, unterschwellig fließt mit dem Low-Carb-Trend die Hoffnung/Illusion mit, man könne futtern, was das Zeug hält und nimmt dabei nix zu.

