26.01.2009, 19:54
Es wäre schon viel damit gewonnen, wenn der exzessive Konsum vieler Mitbürger aufhören und Fleisch, wenn es denn unbedingt gegessen werden muss, als etwas Besonderes angesehen werden würde.
'Ich bin zu nichts gut', sagte Bruno resignierend. 'Ich bin unfähig , Schweine zu züchten. Ich habe keine Ahnung, wie Würste, Gabeln oder Handys hergestellt werden. Ich bin unfähig, all diese Gegenstände zu produzieren, die mich umgeben, die ich benutze oder verschlinge. Ich bin nicht einmal dazu fähig ihren Herstellungsprozess zu begreifen. Wenn die Industrie zum Stillstand käme und die Ingeneure und Facharbeiter alle verschwinden würden, wäre ich unfähig, die Sache wieder in Gang zu bringen, ich wäre nicht einmal in der Lage, für mein eigenes Überleben zu sorgen: Ich wüsste nicht, wie ich mich ernähren, bekleiden und vor Unwettern schützen soll; meine persönlichen technischen Kompetenzen sind denen eines Neandertalers weit unterlegen.Ich bin völlig abhängig von der Gesellschaft, die mich umgibt, und bin trotzdem so gut wie unnütz für sie. Und trotzdem beziehe ich ein Gehalt, das weit über dem Durchschnitt liegt. Und den meisten Leuten in meiner Umgebung geht es genau so.'
Dieses zugegebenermaßen überspitzte Zitat aus "Elementarteilchen" von Michel Houellebecq trifft den Sachverhalt doch zumindest im Kern: Wenige Menschen machen sich noch Gedanken, wie Nahrung (speziell Fleisch) produziert wird, sehen alles als gleich an und wundern sich gar nicht, dass Fleisch teilweise billiger als Getreide angeboten wird.
Ich möchte jetzt aber niemandem unterstellen, dass er Gräuel wie die im Film gezeigten billigt aber man kennt es ja: Gelegenheit macht...
...in diesem Fall Konsumenten halt manchmal zu Financiers von industrieller Tierquälerei. Das Bewußtsein für die Entstehung von Lebensmittel ist halt einfach nicht mehr so stark vorhanden wie z. B. noch 2 Generationen zuvor. Man sieht die Bilder im Fernsehen und stellt kaum einen Konnex zum Schnitzel auf seinem Teller her bzw. lebt den antrainierten Automatismus des Konsums, den man heutzutage immer früher lernt. Ich glaube sogar, dass gar nicht so wenige Menschen empfindlich höhere Preise für Fleisch akzeptieren würden, wenn sie die obligaten Argumente dafür in der richtigen Form und Dosierung präsentiert bekämen.
'Ich bin zu nichts gut', sagte Bruno resignierend. 'Ich bin unfähig , Schweine zu züchten. Ich habe keine Ahnung, wie Würste, Gabeln oder Handys hergestellt werden. Ich bin unfähig, all diese Gegenstände zu produzieren, die mich umgeben, die ich benutze oder verschlinge. Ich bin nicht einmal dazu fähig ihren Herstellungsprozess zu begreifen. Wenn die Industrie zum Stillstand käme und die Ingeneure und Facharbeiter alle verschwinden würden, wäre ich unfähig, die Sache wieder in Gang zu bringen, ich wäre nicht einmal in der Lage, für mein eigenes Überleben zu sorgen: Ich wüsste nicht, wie ich mich ernähren, bekleiden und vor Unwettern schützen soll; meine persönlichen technischen Kompetenzen sind denen eines Neandertalers weit unterlegen.Ich bin völlig abhängig von der Gesellschaft, die mich umgibt, und bin trotzdem so gut wie unnütz für sie. Und trotzdem beziehe ich ein Gehalt, das weit über dem Durchschnitt liegt. Und den meisten Leuten in meiner Umgebung geht es genau so.'
Dieses zugegebenermaßen überspitzte Zitat aus "Elementarteilchen" von Michel Houellebecq trifft den Sachverhalt doch zumindest im Kern: Wenige Menschen machen sich noch Gedanken, wie Nahrung (speziell Fleisch) produziert wird, sehen alles als gleich an und wundern sich gar nicht, dass Fleisch teilweise billiger als Getreide angeboten wird.
Ich möchte jetzt aber niemandem unterstellen, dass er Gräuel wie die im Film gezeigten billigt aber man kennt es ja: Gelegenheit macht...
...in diesem Fall Konsumenten halt manchmal zu Financiers von industrieller Tierquälerei. Das Bewußtsein für die Entstehung von Lebensmittel ist halt einfach nicht mehr so stark vorhanden wie z. B. noch 2 Generationen zuvor. Man sieht die Bilder im Fernsehen und stellt kaum einen Konnex zum Schnitzel auf seinem Teller her bzw. lebt den antrainierten Automatismus des Konsums, den man heutzutage immer früher lernt. Ich glaube sogar, dass gar nicht so wenige Menschen empfindlich höhere Preise für Fleisch akzeptieren würden, wenn sie die obligaten Argumente dafür in der richtigen Form und Dosierung präsentiert bekämen.
Don't panic!

