26.01.2009, 21:32
gringo schrieb:[...]Es geht nicht Recht und Ordnung oder sonst was. Die Übersichtlichkeit leidet einfach enorm, wenn jeder irgendwas irgendwo dazupostet. Grade die Thematik "Ausländer & Co." ist hier im Forum schon öfters zur Sprache gekommen, eigentlich immer mit dem Ergebnis, dass nur gestritten wird, pers. Untergriffe kommen und jeder alles und nichts in Posts reininterpretiert. Daher auch mein direkter Hinweis dazu, zumal es auch offenbar dein erster Post war und ich in zahlreichen Foren aktiv bin und schon zahlreiche Erfahrungen mit Usern machen durfte, die nur einen Post haben, dann aber gleich diesen als "entsprechenden Einstand" nutzen...
wenn nicht mal wir in der lage sind unsere eigene spezies wie "unqualifiezierte ausländer" als gleichwertig zu akzetpieren, wie sollen wir dann in der lage seien einer komplett anderer spezies mehr rechte einzuräumen?
ich finde dass das ein wiederspruch in sich ist.
aber wenn das laut "forumsverordnung" komplett aus dem zusammenhang gerissen ist dann tut es mir aufrichtig leid dass ich diesen denkansatz (vielleicht ungeschickt) formuliert, geliefert habe
danke lieber matthias, dass du für recht und ordnung in diesem forum sorgst
Entschuldige bitte, wenn ich dir was falsches unterstelle. Ist nur aufgrund der offensichtlichen Sachlage von mir so interpretiert worden.
Um wieder zum Thema zurückzukehren:
Ponder_Stibbons schrieb:Es wäre schon viel damit gewonnen, wenn der exzessive Konsum vieler Mitbürger aufhören und Fleisch, wenn es denn unbedingt gegessen werden muss, als etwas Besonderes angesehen werden würde.Eine Form des Schauens ist auch das Wegschauen. Genau das passierte zunehmend mit der industrialisierung der Nahrungsmitteln in den vergangen Jahrzehnten. Nahrungsmitteln sind ja heutzutage gewissermaßen anonym - fast jeder kauft im Supermarkt was am buntesten glänzt. Kosten darf es ja fast nix mehr, denn sonst bleibt kein Geld für den anderen Konsum übrig - 2x Urlaub pro Jahr, der Plasma-Fernseher, die Leasingkosten für ein neues Auto alle 3 Jahre usw.
[...]
Wenige Menschen machen sich noch Gedanken, wie Nahrung (speziell Fleisch) produziert wird, sehen alles als gleich an und wundern sich gar nicht, dass Fleisch teilweise billiger als Getreide angeboten wird.
Ich möchte jetzt aber niemandem unterstellen, dass er Gräuel wie die im Film gezeigten billigt aber man kennt es ja: Gelegenheit macht...
...in diesem Fall Konsumenten halt manchmal zu Financiers von industrieller Tierquälerei. Das Bewußtsein für die Entstehung von Lebensmittel ist halt einfach nicht mehr so stark vorhanden wie z. B. noch 2 Generationen zuvor. Man sieht die Bilder im Fernsehen und stellt kaum einen Konnex zum Schnitzel auf seinem Teller her bzw. lebt den antrainierten Automatismus des Konsums, den man heutzutage immer früher lernt. Ich glaube sogar, dass gar nicht so wenige Menschen empfindlich höhere Preise für Fleisch akzeptieren würden, wenn sie die obligaten Argumente dafür in der richtigen Form und Dosierung präsentiert bekämen.
Was zu teuer ist, lässt der Konsument im Regal liegen, das gilt für Nahrungsmitteln umso mehr, als bei anderen Gütern. Das Problem ist nämlich auch, dass dem Konsumenten keinerlei Instrumente zur Verfügung stehen, die Wahrheit, die auf den Verpackungen oder sonst wo kommuniziert wird, zu überprüfen!
Als. Bsp.: Jetzt hast die Auswahl zw. 4 Apfelsäften im Regal. 0,49/0,69/1,09/1,29€ die Preise für den Liter. Wie soll bitte da der Konsument nachvollziehen können, ob wirklich im teureren Produkt der Produzent, ja auch der Bauer, mehr für sein Produkt bekommt und nicht der Handel die Extra-Marge einstreift oder du als Käufer nur die Marke des 1,29€-teuren Apfelsaftes sponserst? Gerade die Industrie mit der ganzen Armada an Marketingspezialisten und sonstigen "Spezialisten" buhlen in gesättigten Märkten um die Kauflust des Konsumenten, dem man immer mehr mit "Psychotricks" die Ware schmackhaft machen muss. Wie man hinlänglich weiß, sind Wörter wie "Natur", "naturbelassen", "natürlich" oder auch Bilder/Motive von blühenden Almen mit der lila Milchkuh oder irgendwelchen Bäumen einfach positiv beim Konsumenten mit Attributen besetzt. Alleine an das Wort "Natur" kannst vermutlich eine Attributenketten anfügen, die um den halben Erdball reicht. Und da es beim Essen heutzutage nur mehr um den Genußfaktor geht, spielt die Aufmachung die wesentliche Rolle, der Inhalt ist sekundär. Schaden tut's net, also passt schon, ist durchaus die Einstellung vieler. Mithin wird der Konsument mit suggerierenden Motiven geködert, die ihm den Genuß ermöglichen, Red Bull sei hier als eines der besten Bsp., die mir grad einfallen, genannt. Als nun fast fertigter BWLer muß ich sagen, Mateschitz ist marketingmässig einfach top in dieser Hinsicht. Er hat Red Bull einfach weit über einen simplen Energydrink hinaus bekannt gemacht, perfekte (Unternehmens-)Strategie, optimales Mangement. Mit Red Bull verbinden viele Speed, Abenteuer, Energie, Leistung usw. Als Student der EW sehe ich das ganze gänzlich anders und wundere mich immer wieder, wie leicht und stark ganze Bevölkerungsmassen manipulierbar sind um so ein Gesöff zu trinken und dabei noch Unsummen ausgeben, wo das Trankl in der Produktion keine 4ct/Dose (excl. der Aludose) kostet und man sich - wenn man schon dermaßen viel Zucker und Koffein konsumieren will - nicht einfach einen Kaffee eingießt. Gewissermaßen für einen ernährungsphysiologischen Mist viel Geld ausgeben, aber bei den weit gesünderen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse, Getreideprodukte usw. nur das billigste kaufen.


