05.05.2011, 18:56
(22.09.2010, 12:34)regenwurm schrieb: das ist doch nur das einstiegsgehalt....was soll man auch schon großartig bezahlt bekommen ohne berufserfahrung?Kann und muß dem nur beipflichten.
Zwar habe ich keine Ahnung, wie es im NAWI-Bereich mit Einstiegsgehältern aussieht. Da ich neben EW zuvor ein wirtschaftliches Studium absolviert habe (Abschluß mag.) und viele Kollegen in Seminaren u.ä. erleben durfte, muß ich leider sagen: "die können nix", da kann ich - auch aus Sicht eines Firmenchefs, der ich ebenso bin - auch net mehr zahlen, als anfänglich den Kollektivvertrag (sofern es einen gibt). Denn, im Job fängt für viele das Lernen, das Training on the Job, erst an und die Spreu vom Weizen trennt sich mitunter schneller, als manchem lieb ist.
Aus wirtschaftlicher Sicht muss man es auch so sehen, dass die Firma eine Arbeitskraft neu einstellt (z.b. eben den Absolventen), voll bezahlt (Kollektivvertrag halt als Bsp.), aber keine vollwertige Arbeitskraft für die ersten paar Wochen/Monate hat, denn in dieser Zeit muss sich jeder erst einarbeiten. Kommt dann noch dazu, dass wenig/keine Berufserfahrung allgemein und Branchenkenntnisse im speziellen da sind, dauert's noch länger. In dieser Zeit ist die Leistung dem Arbeitnehmer gegenüber 100% (Bezahlung), er bekommt aber nur 70-80% (erwartete Arbeitsleistung) zurück. Daher sind entsprechend niedrige Einstiegsgehälter auch für Akademiker (speziell von Uni, FH etwas anders u.U.) durchaus verständlich und für mich auch nachvollziehbar.
Dass sich natürlich die Gehaltskurve dann entsprechend nach oben bewegen kann, ist ebenso klar. Vor allem, wenn sich das Verhältnis zw. Arbeitnehmer und Arbeitgeber verschiebt. Aus obigen Bsp. von 70:100 auf 110:100 oder so. Denn dann wäre der Arbeitnehmer gut beraten, mal - wenn die Gehaltserhöhung (oder sonstige geltwerte Vorteile) nicht vom Unternehmen selbst ausgeht - diese oder ähnliches einzufordern.
Wie es nun im NAWI-Bereich konkret aussieht, weiß ich nicht. Könnte aber durchaus ähnlich sein.



...aber bei uns als EWler ist man mal froh wenn man überhaupt zu nem vorstellungsgespräch eingeladen wird und man dann evtl auch genommen wird...mit den ganzen vorurteilen gegen unser studium...und nach ein paar jahren kann man ja noch immer firma wechseln oder so und dann sehn die ja auch wo man war und was man dort alles gemacht hat und kann..... da lässt sich dann sicher über mehr gehalt reden...