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Smiley! schrieb:Vielleicht sollte man jedem, den man erwischt, ein lebenslanges Wettkampfverbot auferlegen... Evt. würde sich dann manch einer vorher überlegen, ob er dieses Risiko eingehen soll. (Oder aber die betroffenen Sportarten sterben nach und nach aus...)
Dass man irgendwann erwischt wird, sollte ja bitte halbwegs jedem einigermassen intelligenten Menschen klar sein. Sowie neue Dopingmittel auf den Markt kommen, so geht auch in der Analytik was voran... Nein, das würde kaum was bringen.
Die Todesstrafe in den USA hält die Leute auch nicht vom Morden ab z.B., wie man in unzähligen, wissenschaftlichen Dossiers nachlesen kann.
In der Vergangenheit sind eben viel zu wenige erwischt worden, nicht nur im Radsport, sondern generell.
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Silverwhirl schrieb:Wichtig wäre doch mal jene zu erwischen, die solche Dopingmittel überhaupt anbieten. Denn angenommen werden sie auf jeden Fall, solange der Druck auf immer höherer Leistung steht. Aber auch der Körper hat seine Grenzen, die jene Leute nicht erkennen wollen...
Und wie man siehst, ist jede Sperre, sei sie auch noch so lang, kein Hindernis zu dopen... Wer bietet solche Dopingmittel an? Jede Apotheke in Österreich und in Europa hat Dopingmittel im Sortiment. Wieso? Weil es ganz normale Medikamente sind, die nur mißbräuchlich verwendet werden. Es ist auch nicht die Aufgabe der Apotheke, den Gebrauch der Medikamente zu übewachen. Kannst ja nicht zu jedem Kunden einen Apotheker/Arzt bei der Einnahme dazustellen.
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Matthias schrieb:Wer bietet solche Dopingmittel an? Jede Apotheke in Österreich und in Europa hat Dopingmittel im Sortiment. Wieso? Weil es ganz normale Medikamente sind, die nur mißbräuchlich verwendet werden. Es ist auch nicht die Aufgabe der Apotheke, den Gebrauch der Medikamente zu übewachen. Kannst ja nicht zu jedem Kunden einen Apotheker/Arzt bei der Einnahme dazustellen.
Dann sollten jene Mittel vom Arzt verschrieben werden und somit haftet dieser. Denn die Ärzte wissen ganz genau, wer nun Spitzensport betreibt und wer nicht. Ein Sportteam hat ja immer seinen eigenen Arzt und die sollten doch wissen, was erlaubt ist und was nicht. Dazu sind sie ja da... und dazu, um die ev. Verletzungen zu kurieren, aber nicht mit Dopingmittel.
Außerdem wenn du das Interview vom Kohl gehört hast, hat er angegeben, dass nicht zum ersten Mal jemand ihn mit diesen Mitteln konfrontiert hat. Die Leute meine ich!!! Die sollten ja genau wissen, was sie verteiben.
Es geht hier nicht um die Apotheker. Die verkaufen nur. Und wer gibt den Sportlern die Erlaubnis solche Mittel aus der Apotheke zu holen? Oder woher haben diejenigen sie her, die sie so frei anbieten? Diese Leute meine ich!!!
Und wenn diese Mittel nicht ärztlich verschrieben werden müssen, dann sollen sie schleunigst dazu werden. Also wo bleibt die Krankenkasse bzw. die Politik?
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Silverwhirl schrieb:Dann sollten jene Mittel vom Arzt verschrieben werden und somit haftet dieser. Denn die Ärzte wissen ganz genau, wer nun Spitzensport betreibt und wer nicht. Ein Sportteam hat ja immer seinen eigenen Arzt und die sollten doch wissen, was erlaubt ist und was nicht. Dazu sind sie ja da... und dazu, um die ev. Verletzungen zu kurieren, aber nicht mit Dopingmittel.
Außerdem wenn du das Interview vom Kohl gehört hast, hat er angegeben, dass nicht zum ersten Mal jemand ihn mit diesen Mitteln konfrontiert hat. Die Leute meine ich!!! Die sollten ja genau wissen, was sie verteiben.
Es geht hier nicht um die Apotheker. Die verkaufen nur. Und wer gibt den Sportlern die Erlaubnis solche Mittel aus der Apotheke zu holen? Oder woher haben diejenigen sie her, die sie so frei anbieten? Diese Leute meine ich!!!
Und wenn diese Mittel nicht ärztlich verschrieben werden müssen, dann sollen sie schleunigst dazu werden. Also wo bleibt die Krankenkasse bzw. die Politik? Nun, es gibt immer und überall eine Grau-/Schwarzmarkt. Drogen bekommt man offiziell auch nirgends, dennoch wird man dem Drogenmißbrauch kaum Herr. 
Kein Arzt (oder kaum einer, sag niemals nie) würde Dopingmittel per Rezept verschreiben, wissentlich zumindest. Es ist aber dennoch so, dass wenn ein Sportler eine ernsthafte Krankheit/Verletzung hat, die mit Medikamenten behandelt werden, deren Wirkstoffe auf der Dopingliste stehen, so muß der betreffende Arzt - wenn der Patient/Sportler ihm mitteilt, dass er Leistungssport betreibt - dei Diagnose samt den verschriebenen Mitteln unverzüglich an die NADA faxen. Ab dem Zeitpunkt gilt es nicht als Doping, falls der Sportler dennoch auf eine Substanz pos. getestet wird.
Grade in südlichen Ländern ist das aber etwas lascher, dort bekommst mitunter auch ohne Rezept das gewünschte Präparat, im Besonderen, wenn'st den Apotheker kennst oder so.
Was hat die Krankenkasse damit zu tun? Dopingmittel sind teuer, sehr teuer. Solche Behandlungen kosten mitunter mehrere Tausend Euro/US-$, pro Monat versteht sich. Da dürfen klarerweise so wenig Leute wie nur möglich Wind bekommen, oft weiß es nichtmals der Arbeitgeber (Rennstall usw.), selbst wenn er es vermutet.
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also liebe leute...
letztens wollte ich mir aspirin complex kaufen...
ich habe eine sehr sehr übereifrigen apotheker der sich wahrscheinlich denkt er ist gescheiter und wissender als ärzte etc und redet mir echt IMMER drein wenn ich mir was holen will.
jedenfalls hat er mir auch von aspirin complex abgeraten weil blabla und weil ein wirkstoff in großen mengen eingenommen beim doping eingesetzt wird bzw ähnlich wie exstacsy wirkt....ääähm ja ich hatte natürlich vor mir davon x packungen zu kaufen und mir die birne voll zu dröhnen...naja wieauchimmer, jedenfalls ist anscheinend echt sehr sehr vieles in großen mengen was man legal erwerben kann in irgendeinen form als doping zu bezeichnen.
und außerdem denke ich dass man jetzt nicht nur die sportler zur verantwortung ziehen kann, ich denke die hauptschuldigen dahinter sind die ganzen sponsoren und das ganze system. sicher nehmen tuns die sportler selbst aber es ist immer ne ganz einfache rechnung was man leisten muss damit man sich den sport leisten kann damit die sponsoren mehr geld rein pumpen, und solange es diese mega sponsoring gibt mit hammer viel geld wird es auch doping geben.
just let go...
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18.11.2008, 19:37
Die Medien haben seit Sa letzter Wo in AT wieder viel zu schreiben!
Diesmal, glauben zumindest einige, hat man einen Hintermann erwischt bzw. ist der im Kreuzfeuer der Kritik. Kein geringerer als der Stv-Leiter des St. Anna Kinderspitals in Wien, Dr. Andreas Zoubek.
Ein paar Verweise:
http://sport.orf.at/081118-10194/index.html
http://www.tt.com/tt/sport/story.csp?cid...=54&fid=21
http://www.tt.com/tt/sport/story.csp?cid...=54&fid=21
http://derstandard.at/?url=/?id=1226396863862
http://www.kleinezeitung.at/sport/1646635/index.do
http://kurier.at/sportundmotor/266579.php
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glycerine schrieb:also liebe leute...
letztens wollte ich mir aspirin complex kaufen...
ich habe eine sehr sehr übereifrigen apotheker der sich wahrscheinlich denkt er ist gescheiter und wissender als ärzte etc und redet mir echt IMMER drein wenn ich mir was holen will.
jedenfalls hat er mir auch von aspirin complex abgeraten weil blabla und weil ein wirkstoff in großen mengen eingenommen beim doping eingesetzt wird bzw ähnlich wie exstacsy wirkt....ääähm ja ich hatte natürlich vor mir davon x packungen zu kaufen und mir die birne voll zu dröhnen...naja wieauchimmer, jedenfalls ist anscheinend echt sehr sehr vieles in großen mengen was man legal erwerben kann in irgendeinen form als doping zu bezeichnen. Viele 08/15-Hustensäfte haben bereits Wirkstoffe, mit denen man einen positiven Dopingbefund abliefern kann.
Würde man alle Personen aus einer U-Bahn mal durchchecken mit einem Dopingtest - ich glaube, man wäre erstaunt, wie viele positiv wären, obgleich keine Leistungssteigerungsabsicht meist dahinter steht.
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Im Moment geht es ja in AUT ordentlich zur Sache, was Anti-Doping-Maßnahmen betrifft. Siehe SoKo Doping, Geständnis L. Hütthaler, Ermittlungen gegen Zoubek A., Matschiner, Kohl, Kerschbaum, ein Wiener Apotheker, Mayer W.
Ein bisschen "Literatur" dazu:
http://sport.orf.at/090327-13968/13969bigstory_txt.html
http://sport.orf.at/090327-13968/13952bigstory_txt.html
http://kurier.at/sportundmotor/305571.php
http://kurier.at/sportundmotor/306453.php
http://www.sueddeutsche.de/959380/408/28...-Haft.html
http://salzburg.orf.at/stories/350514/
Wenn man bedenkt, was da an Geld im Spiel ist (Präparatpreise von 1000-2500€ und bei einem bleibt's net), schon sehr "beeindruckend".
Der große Bereich der Hobbysportler und Semi-Profis bleibt dabei fast ausgeblendet, da die sich nicht einer Lizenz/Kontrolle unterwerfern müssen und somit einhauen können, was sie wollen. Da habe ich kürzlich was gelesen von 30% der Hobbbysportler soll verbotene Substanzen konsumieren - na bravo.
Meinungen eurerseits?
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Ich habe auch von einer semiprofessionellen Triathlon-Veranstaltung gehört. 1500 Leute waren gemeldet. Einer davon hat spitz bekommen, dass während dessen eine Doping-Kontrolle durchgeführt wird und dies auf einer entsprechenden Homepage verlautbart. Ein Tag vor dem Wettkampf haben sich so viele Leute deswegen abgemeldet, dass die Veranstaltung abgesagt werden musste...
Das kann es ja auch nicht sein. Vor allem geht es dabei ja nicht um wirklich was... *kopfschüttel*
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29.03.2009, 07:58
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.03.2009, 08:01 von Matthias.)
Silverwhirl schrieb:Das kann es ja auch nicht sein. Vor allem geht es dabei ja nicht um wirklich was... *kopfschüttel* ...doch, für viele schon. Nämlich dem Vereinskollegen/Altersklassenkonkurrent usw. eins auszuwischen, die Schallmauer von xxxh/min/sek oder was auch immer zu brechen. Das ist oft viel Wichtiger (Selbstbestätigung, übertriebener Ehrgeiz usw.), als 100€ Siegerprämie einzustreifen.
Andererseits muß man ja auch Doping sehr differenziert betrachten. Nimmst ein Hustensafterl aus der Apotheke, weil der Hals kratzt, bist auch schon ein Dopingfall bei entsprechender Kontrolle, hast aber nix leistungssteigerndes gemacht und vor allem keinen Arzt vorher konsultiert, der das Mittel "freigibt". Wozu auch bei einem Hustensafterl, die meist rezeptfrei erhältlich sind?! Das ist das Problem beim Doping, dass eigentlich bei den Konsequenzen kaum bis wenig zw. echtem, gezieltem Doping (Wachstumshormone, EPO usw. alles natürlich ohne entsprechende medizinische Notwendigkeit/Indikation) und anderen Mitteln wie Mariuahana, Hustensaftlern und weiß Gott was alles noch, was keine unmittelbare Leistungssteigerung hervorruft und auch nicht in diesem Sinne genommen wurde. Dabei ist klar ein Problem, dies abzugrenzen.
Ausserdem unterliegen Hobbysportler, die keine Lizenz bei einem Verband lösen, keine Anti-Doping Bestimmungen - der kann sich vor dem Start noch eine Dosis EPO spritzen ohne jegliche Konsequenz (ausser der Veranstalter schließt ihn aus) zu fürchten. Manche Verbände (BodyBuilding) gehören ja auch der WADA nicht an bzw. setzen deren Anti-Doping-Bestimmungen auch nicht um. Dort ist alles erlaubt, was dich net sofort umbringt quasi.
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