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1) Welche Faktoren beeinflussen die Wildfleischproduktion?-Probleme der Fleischqualität?
Einflüsse auf Qualität:
Jagdform (Treibjagd, Abschuss,...)
Ernährungszustand des Wildes
Wo wurde das Tier getroffen
Wie reagiert das Tier auf Treffer (Flucht, sofortiger Tod,..)
Wann wird erlegtes Wild geborgen?
Transportbedingungen
Fleischreifung
Probleme bzgl. Qualität:
Zerstörung des Fleisches durch Kugeleintritt/-austritt
Knochensplitter können in Fleisch gelangen
Verletzungen des Verdauugstraktes -> Verschmutzung des Körperinneren & ev. auch von Fleisch
Zeitdauer zwischen Schuss und Tod -> DFD-Fleisch bzw. Hygieneproblem, wenn Tier nicht rasch gefunden wird und lang hohen Temperaturen ausgesetzt war
Niederwild: Schrotkugel verwendet -> Zerstören Tier ev. erheblich bzw. bleiben im Fleisch stecken.
2)Energie und Nährstoffzunahme, Wachstum und Verfettung bei Mastschweinen in Abhängigkeit vom Alter und Fütterungsintensität?
Fütterungsintentsität beschreibt Relation zwischen Ernährungsangebot und Nährstoffbedarf (variiert mit Rasse und Geschlecht).
Extensive Fütterung:
Langsame Ausreifung, hoher Muskelansatz, geringer Fettansatz, lange Mastdauer (teuer), geringe Zartheit des Fleischs
Intensive Fütterung: Rasche Ausreifung, geringerer Muskelansatz, hoher Fettansatz, kurze Mastdauer (billiger), höhere Zartheit des Fleischs.
ökonomische Effizienz der Mast nimmt mit fortschreitender Mastdauer ab -> Fettansatz steigt -> Effizienz sinkt
optimaler Schlachtzeitpunkt deutlich vor Abschluss des Wachstums (Wachstumsrhythmus bestimmt optimales Schlachtgewicht) -> hinreichend hoher Proteinansatz, noch nicht zu hoher Fettansatz.
Je höher Proteinansatzm desto besser Masseneffizient der Mast (Proteinansatz bindet Wasser viel besser als Fettansatz).
3)Unterschied Pferdemilch/Kuhmilch?
Kuh: 3,5% EW, 4,0% Fett, 4,8% Lactose, 0,7% Mineralstoffe, 13%Trockenmasse
Pferd: 2,1% EW, 1,5% Fett, 5,9%Lactose, 0,4% Mineralstoffe, 10% Trockenmasse
4) Enzyme für Eiweißspaltung und Abbauprodukte?
Proteasen, ... ?!
5)Rinder-Nährstoff nach Geschlecht, Alter, Rasse, etc.
Geschlecht:
Bullen: hoher Fleischansatz, niedrige Verfettung, schnelles Wachstum, hoher NS-Anspruch
Kalbinnen(Färsen): niedriger Fleischansatz, hohe Verfettung, langsames Wachstum, niedriger NS-Anspruch
Ochsen: mittlerer Fleischansatz, mittlere Verfettung, mittleres Wachstum, mittlerer NS-Anspruch
Fütterungsintensität:
intensiv: hoher Fleischansatzm, frühzeitige Verfettung, schnelles Wachstum, hoher NS-Anspruch
Extensiv: niedriger Fleischansatz, verzögerte Verfettung, langsames Wachstum, sinkender NS-Anspruch
zunehmendes Alter(Gewicht): sinkender Fleischansatz, steigende Verfettung, sinkendes Wachstum, sinkender NS-Anspruch
Rasse:
milchbetont: Fleischansatz niedrig, Verfettung frühzeitig, langsames Wachstum, niedr. NS-Anspruch
fleischbetont: hoher Fleischansatz, späte Verfettung, schnelles Wachstum, hoher NS-Ansrpuch
Zweinutzungsrassen dazwischen
6)In der EU wird die Kastration von Schweinen diskutiert. Welche Alternativen gibt es?
frühere Schlachtung mit Schlachtgewicht unter ca. 70kg (weniger Ferkel mit Ebergeruch)
Immunokastration
Gentechhnik-Einsatz (Isolierung des Gens für Geruch)
Spermasexing (nur Produktion weiblicher Nachkommen)
7)Wie bestimmt man den ADI von Cadmium und Calcium?
???
ADI = (NOEL / Sicherheitsfaktor)
Sicherheitsfaktor meist 100 (politisch festgelegt)
8) Putenmast- Haltungsansprüche, Leistungsdaten?
Bodenhaltung mit Einstreu (Stroh, Sägemehl)
Jungtiere: nur gewisse Teile des Stalls freigeben damit bessere Erreichbarkeit von Futter und Wasser & Wärmeangebot (Lampen, Heizstrahler)
Temperaturansprüche bei Jungtieren sehr hoch, nehmen im Alter ab
40kg Pute/m² max
extrem hohe Anforderungen an EW-Gehalt im Futter in ersten Lebenswochen
unterschiedliches Endgewicht bei m/w:
w: 15-18 W: 9-10kg LM; 2,6-2,9kg Futter/ Zuwachs kg LM
Kurzmast 12W: 5-6kg LM
m: 20-24W: 16-20kg LM; 3,0-3,4kG Futter/ Zuwachs kg LM
Kurzmast 12W: 7-8kg LM
Einstallung von Eintagskücken mit Schlupfgewicht ~ 55g
9)Einfluss Futterqualität auf Milchzusammensetzung
beeinflusst Milcheiweiß- und Milchfettgehalt, Eigenschaften des Milchfetts, sonstige Milchinhaltsstoffe (fettl. Vit, Fe, Zn, Cu, Mn, Se, I), Geruch, Geschmack
viel Rohfaser (Heu): hoher Milchfettgehalt
viel Stärke (Getreide): niedriger Milchfettgehalt
hartes Futterfett und Mobilisierung von Depotfett(Energiemangel/Laktationsbeginn) -> hartes Milchfett
weiches Futterfett -> weiches Milchfett
hohe Jodzahlen im Futterfett (junges Grüngemüse, Mais, ölhaltige FM) - hohe JZ im MIlchfett (>35)
niedrige Jodzahlen im Futterfett ( überständiges Grünfutter, Heu, Stärke, Zucker, hartes Futterfett) -> niedrige JZ im MIlchfett < 30
Überschuss an AS -> gleicher Milcheiweißgehalt
Mangel an AS -> sinkender Milcheiweißgehalt